Bissendorf

Wedemark, Region Hannover, Niedersachsen, Deutschland

Über Bissendorf

Die nahe gelegenen Städte sind: Lindwedel (11.8km), Wietze (16.4km), Langenhagen (8.5km)

Die geographischen Koordinaten des Ortszentrums sind: 52.52374 Breitengrad und 9.75363 Längengrad.

Nächste Flughäfen, die internationale Passagier- oder Nahflüge anbieten sind: Flugplatz Hamburg-Finkenwerder (XFW) (111.6 km) und Flughafen Hannover-Langenhagen (HAJ) (9.6 km)

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Kleinstadt / Dorf
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Fotos von Bissendorf

Über Bissendorf

Bissendorf ist der bevölkerungsreichste Ortsteil der Gemeinde Wedemark in der Region Hannover in Niedersachsen.

Geschichte

Die erste urkundliche Erwähnung findet 1295 im Zusammenhang mit der St.Michaelis-Kirche statt, die 1773 in der Krakau gehörte. Bissendorf war von 1560 bis 1852 Sitz des jeweiligen Amtsvogts.

Bissendorf war über Jahrhunderte ein Bauerndorf. Die ursprünglich 13 Meierhöfe wurden im Lauf der Jahre meist geteilt, also 1664 insgesamt. Daneben gab es damals weitere nahezu 40 (kleinere) Kötnerhöfe. Die wirtschaftliche Basis bildeten Getreideanbau, vornehmlich Roggen, und Viehzucht, insbesondere Pferde, Rindvieh und Schafe. Zwischen 1850 und 1930 erhöhte sich die Einwohnerzahl von etwa 600 auf rund 1000 Personen.

Am 1. März 1974 wurde Bissendorf in die neue Gemeinde Wedemark eingegliedert.

Politik

Ortsrat

Der Ortsrat von Bissendorf setzt sich aus fünf Ratsfrauen und vier Ratsherren zusammen Parteien zusammen:

CDU: 4 Sitze

SPD: 2 Sitze

FDP: 1 Sitz

Grüne: 1 Sitz

AFD: 1 Sitz

(Stand: Kommunalwahl 11. September 2016)

Ortsbürgermeister / in

Die Ortsbürgermeisterin ist Susanne Brakelmann (CDU), vertreten durch Gitta Jansen (SPD).

Wappen

Der Entwurf des Wappens von Bissendorf stammt von dem in Gadenstedt geborenen und später in Hannover lebenden Heraldiker und Grafiker Alfred Brecht, der auch die Wappen von Bantorf, Barrigsen, Egestorf und vielen anderen Ortschaften im Landkreis Hannover hat. Die Genehmigung des Wappens wurde am 17. November 1955 durch den Niedersächsischen Minister des Innern erteilt.

Kultur und Sehenswürdigkeiten

Mit der Gründung der Amtsvogtei um 1560 entstand das Wohnhaus der Amtsvogtes, heute Standesamt, einer der schönsten Profanbauten der Wedemark, dem 1611 noch ein Westflügel angefügt wurde. Dicht dabei steht das sog. Kavaliershaus, das um 1620/1621 gegründet wurde und heute das Richard-Brandt-Museum beherbergt. Beide Gebäude zeigen die Ornamentik der Spät-Renaissance.

Das Amtsgebäude des Amtes, die Amtsvogtei, wurde 1819 erbaut und zuletzt als Kaufhaus der Familie genutzt, bevor die Gemeinde Wedemark erworben und 2007 aufwändig zum Bürgerhaus umgebaut und restauriert wurde.

In dem südlich daneben stehenden Gast- und Bauernhaus Dusche, ein Fachwerkgebäude von 1809, befindet sich die Gemeinde-Bibliothek und im Dachgeschoss ein weiterer Ausstellungsraum des Richard-Brandt-Museums.

Gegenüber dem Amtshaus steht die Michaeliskirche, deren Turm im 13. Jahrhundert erbaut und 1680 renoviert wurde.

Sehenswert sind die historischen Grabsteine an der Kirche. Die zur Kirche gehörende Mühle, eine außerhalb des Dorfes gelegene unterschlächtige Wassermühle, wurde um 1773 abgebrochen.

Westlich von Bissendorf auf der halben Strecke nach Resse liegt das Bissendorfer Moor mit dem im Langenhagen gelegenen Muswillensee.

Baudenkmale

Vereinswesen

Seit 1995 gibt es den imago-Kunstverein Wedemark e. V., einen Verein für Bildende Kunst, Musik, Literatur und Darstellende Kunst.

In Bissendorf gibt es einen Fußballverein (SC Wedemark), einen Turn-Club (Bissendorfer Panthern), einen Tennis-Club, den Schachverein "Wedemärker Freibauern", die Freiwillige Feuerwehr, den Sozialverband und die Ortsverbände von CDU und SPD.

Vor allem erwähnenswert ist der Verschönerungs- und Naturschutzverein VNV-Bissendorf, der sich um Dorfbild sowie Pflege der Natur und Erhaltung der alten Fachwerkhäuser kümmert.

Die Schützengesellschaft Bissendorf von 1912 e. Trägt jährlich um Pfingsten das Bissendorfer Schützenfest aus. Bis 1940 verwaltete und feierte die historische Schützengenossenschaft noch drei Feste im Jahr. Die Genossenschaft gehörte die Hauswirte (Hofbesitzer) aus der Realgemeinde Bissendorf, Scherenbostel, Ickhorst und Wiechendorf an. Ein damaliges „Schützenbier“ wurde für die Kinder unter Leitung der Lehrer bestimmt, ein weiteres für die Knechte und Mägde und ein weiteres für die Bauern und verheirateten Arbeiter. Dazu gehören die Genossenschaft ein Mitglied zum Veranstalter, der das Fest auf seinem Hof ausrichtete. Er bekam die Schankkonzession. Erst 1935 wurde das Schützenfest durch einen Gemeindebeschluss zu einem „Volks- und Schützenfest“.

Wirtschaft und Infrastruktur

In Bissendorf findet sich ein breites Angebot von Läden, Arztpraxen, Werkstätten, Apotheken und Banken. Es ist eine Grundschule mit Außenstellen vorhanden.

Verkehr

Es bestehen Busverbindungen in andere Ortsteile der Wedemark, sowie in die Städte Langenhagen und Burgwedel. Der Bissendorfer Bahnhof ist über das Streckennetz der S-Bahn mit anderen Dörfern der Wedemark, Hildesheim und Hannover verbunden.

Persönlichkeiten

Heinrich Henstorf (1859–1953), Gründungsstifter der Henstorf-Stiftung

Quelle: Wikipedia
Weiterlesen: de.wikipedia.org/wiki/Bissendorf_%28Wedemark%29