Busendorf

Beelitz, Landkreis Potsdam-Mittelmark, Brandenburg, Deutschland

Über Busendorf

Kleinstadt / Dorf Busendorf hat eine Bevölkerung von 300

Die nahe gelegenen Städte sind: Linthe (15.9km), Borkwalde (4.4km), Borkheide (8.3km)

Die geographischen Koordinaten des Ortszentrums sind: 52.28979 Breitengrad und 12.82722 Längengrad.

Nächste Flughäfen, die internationale Passagier- oder Nahflüge anbieten sind: Flughafen Berlin-Tegel (TXL) (58.8 km) und Flughafen Berlin Brandenburg (BER) (75.3 km)

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Land:
Staat:
Gemeinde:
Standort-status:
Kleinstadt / Dorf
Bevölkerung:
300
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Fotos von Busendorf

Über Busendorf

Busendorf ist ein Ortsteil der brandenburgischen Stadt Beelitz im Landkreis Potsdam-Mittelmark.

Die bis 1815 sächsische Gemeinde gehört mit den Gemeindeteilen Kanin und Klaistow seit dem 1. Januar 2001 zur Stadt Beelitz. Die 628 Einwohner des Ortsteils verteilen sich auf die Ortslage Busendorf mit 381, Kanin mit 138 und Klaistow mit 109 Einwohnern .

Herkunft des Ortsnamens

Zuverlässig ist die Herkunft des ungewöhnlichen Ortsnamens.

Nach einer kirchlichen Version war die Kapelle des Gemeindeteils eine lange Zeit lang eine Betstelle des Zisterzienserklosters Lehnin, in der Mönche in Abgeschiedenheit ihre Andacht halten und Buße ableisteten. Der Ort der „Buße“ bestätigt sich zum heutigen Namen.

Die Lage an einem Busen (inzwischen ausgetrockneten See) ist eine weitere Erklärung.

Geschichte

Busendorf wurde 1420 das erste Mal urkundlich erwähnt. Später kamen noch die Ortsteile Kanin und Klaistow dazu. Die typisch wendischen Rundlingssiedlungen 1815 als Exklave den nördlichsten Zipfel des Kurfürstentums Sachsen und waren fast vollständig vom preußischen Land umgeben. Das ergab kuriose Situationen. Während Kanin selbst kursächsisch war, gehörte der Dorfkrug zu Preußen. Preußische Deserteure des „Ersten Gardebataillons zu Fuß“ aus Potsdam können sich in den sächsischen Dörfern in Sicherheit bringen, aber im preußischen Dorfkrug gehen die Fahnenflüchtigen oft in die Falle der Husaren aus Ferch. Auf sie wartete der Spießrutenlauf in Potsdam.

Auch für die Schmuggler war die Gegend lohnend. „Kaffeegrund“ hieß ein Gehölz, in dem zu Zeiten des Alten Fritz ein reger, illegaler Grenzverkehr stattfand. Die begehrten und teuren Kaffeebohnen wurden illegal aus dem sächsischen Staatsgebiet Preußen befördert.

Die Zugehörigkeit der drei Dörfer zu Sachsen ist nicht mehr erkennbar, geblieben ist nur der Name „Sächsische Dörfer“. Bis zum Beginn des 20. Jh. gehörte im Süden die Gemarkung „Klaistower Heide“ dazu, ab 1908 als Fichtenwalde besiedelt wurde. Die vorherrschende Mundart wurde von Sachsen nicht geprägt. Das zauchisch-teltowsche Platt der ganzen Gegend war Umgangssprache.

Am 1. Juli 1950 wurden Kanin und Klaistow in die damalige Gemeinde Busendorf eingegliedert. Wegen ihrer gemeinsamen Gemeindegröße hatten die drei Dörfer nur eine gemeinsame Kirche und Schule in Kanin. Die Kirche war eine Filiale der Mutterkirche von Bliesendorf. Die Kirche entstand 1138 aus Feldsteinen und ist die älteste der Mark Brandenburg. Die Restaurierung wird von der Deutschen Stiftung Denkmalschutz in Bonn unterstützt.

Münzfund

Im November 2015 stieß Mario Lippert, ein ehrenamtlicher Bodendenkmalpfleger, in einem Busendorfer Spargelfeld mit einem Metallsuchgerät auf 70 alte Münzen aus Silber. Weitere 250 Münzen sowie Keramikscherben. Anschließende Erkundungen, denen das Brandenburger Landesamt für Denkmalpflege beteiligt war, erbrachten insgesamt 502 Münzen und 80 Münzhälften. Im Mai 2016 fand Lippert im Umkreis des Kernfunds weitere gut 100 Münzen und 17 Münzhälften. Es handelt sich meist um Denare, die um 1250/1260 in Brandenburg und in Stendal verbracht worden waren.

Politik

Wappen

Die drei Orte werden im Wappen durch eine Spargelstange symbolisiert. Die horizontal nach oben gebogenen Teilung des Wappenschildes symbolisiert einen Spargeldamm. Die sächsische Vergangenheit wird durch das neunfach waagerecht schwarz-golden geteilte Feld dargestellt.

Das Wappen wurde vom Heraldiker Frank Diemar gestaltet.

Allgemeines

Busendorf liegt am Rand eines ausgedehnten Spargelgebietes. Anbau, Verarbeitung und Vermarktung von Spargel stellen einen bedeutenden Wirtschaftsfaktor dar. Direkt am Ortsrand liegt ein bedeutender Spargelhof der Gegend. Das Spargel- und Erlebnishof bei Klaistow wird zu einem attraktiven Ausflugsziel, da der geschäftstüchtige Betreiber das Gelände sehr aufwändig gestaltet und zum Freizeitzentrum ausbaut (Wildgehege, Kleintier- und Streichelzoo, großer Kinderspielplatz, Gastronomie, Hofladen, saisonbegleitende Veranstaltungen) und abwechselnde Besucher anziehen . 250 kg des Edelgemüses wöchentlich bis nach Singapur exportiert.

Verkehrsanbindung

Bundesautobahn 10 (Ausfahrt Glindow / Werder)

Bundesautobahn 9 (Ausfahrt Beelitz-Heilstätten / Fichtenwalde in unmittelbarer Nähe des Berliner Ringes / Dreieck Potsdam (A 10 / A 9)

Bundesautobahn 2 in unmittelbarer Nähe des Berliner Ringes / Dreieck Werder (A 10 / A 2)

Fahrzeiten: in die Berliner Innenstadt 35–45 Minuten, nach Potsdam 25 Minuten

Bahnhof Beelitz-Heilstätten (Berlin – Bad Belzig)

Öffentlicher Nahverkehr, City-Bus und in umliegenden Ortschaften (von der Beelitz 645 nach Kloster Lehnin).

Weiteres

Quelle: Wikipedia
Weiterlesen: de.wikipedia.org/wiki/Busendorf_%28Beelitz%29