Friedrichsberg

Berlin, Berlin, Stadt, Deutschland

Über Friedrichsberg

Die nahe gelegenen Städte sind: Schönefeld (15.5km), Ahrensfelde (14.1km), Berlin (6.3km)

Die geographischen Koordinaten des Ortszentrums sind: 52.51667 Breitengrad und 13.46667 Längengrad.

Nächste Flughäfen, die internationale Passagier- oder Nahflüge anbieten sind: Flughafen Berlin-Schönefeld (SXF) (17.0 km) und Flughafen Berlin Brandenburg (BER) (16.7 km)

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Über Friedrichsberg

Friedrichsberg bezeichnet ein historisches Stadtviertel an der heutigen Grenze zwischen Friedrichshain und Lichtenberg in Berlin.

Lage

Friedrichsberg grenzte im Süden an die Kolonie Boxhagen, später Teil der Gemeinde Boxhagen-Rummelsburg. Die Grenze verlief um 1900 an der Boxhagener Straße und Weserstraße. Im Norden bildete die Frankfurter Allee die Grenze. Im Westen endete Friedrichsberg an der Niederbarnimstraße und im Osten etwa an der heutigen Schulze-Boysen-Straße.

Geschichte

Mit königlicher Unterstützung wurde Friedrichsberg um 1770 als Kolonie auf der Lichtenberger Feldmark gegründet. Zunächst wurden hier böhmische und hugenottische Kolonisten angesiedelt. Über 100 Jahre wurde das Bild Friedrichsberg vor allem von Gärtnereien geprägt.

Im Jahre 1867 wurde das Friedhof der Berliner Georgen-Parochial-Gemeinde angelegt. Zwölf Jahre später wurde die noch heute dort stehende Kapelle positioniert.

Am 12. November 1877 nahm das erste deutsche Telegrafenamt mit Fernsprechbetrieb in Friedrichsberg seinen Betrieb auf.

Nach Hobels des Bebauungsplans von James Hobrecht in Friedrichsberg zur Wende zum 20. Jahrhundert gezogen. Zu Beginn der Bebauung nur 3.000 Menschen in Friedrichsberg. Innerhalb weniger Jahre wuchs die Bevölkerung von etwa 20.000 Einwohner an. Am 1. Mai 1872 wurde der Bahnhof Friedrichsberg eröffnet, 1889–1891 wurde er im nördlichen Frankfurter Allee umbenannt. 1891/1892 wurde in Friedrichsberg die katholische Lichtenberger Pfarrkirche St. Mauritius erbaut.

Lichtenberg, zu dem Friedrichsberg gehörte, erhielt 1907 Stadtrecht. Zu diesem Zeitpunkt lebten in Friedrichsberg über 50.000 und in den anderen Teilen. Der Name Friedrichsberg verschwand aus den alten Dokumenten.

Lichtenberg - und damit auch das damalige Friedrichsberg - wurde 1920 Teil von Groß-Berlin, Friedrichsberg gehörte zum Bezirk Lichtenberg. Mit der Neugliederung der Berliner Verwaltungsbezirke am 1. April 1938 wurde das vormalige Friedrichsberg an der Trasse der Ringbahn zwischen Friedrichshain (damals: Horst-Wessel-Stadt) und Lichtenberg und Lichtenberg zusammen mit den letzten Schritten der Berliner.

Im Jahr 2001 wurden die Bezirke Friedrichshain und Kreuzberg zusammengelegt. Friedrichsberg war ein Kandidat für den Namen dieses neuen Bezirks.

Spuren

Die kleine Friedrichsberger Straße in der Nähe des Strausberger Platzes erinnert noch an diese Siedlung. Die Friedrichsberger Bank errichtete 1905 ein repräsentatives Geschäftshaus und hatte dort bis 1943 ihren Sitz. Dieses Haus in der Finowstraße 1 steht heute unter Denkmalschutz.

Im Jahr 2010 wird das 1907 in Friedrichsberg errichtete Schulgebäude in der Scharnweberstraße als Offene Ganztagsschule neu eröffnet. Bis zu ihrer Schließung 1999 trug die Schule den Namen Friedrichsberger Grundschule. Das Gebäude ist im besten Zustand erhalten. Seit Anfang 2017 trägt die Schule die Namen Jane-Goodall-Grundschule.

Web-Links

Eintrag in der Berliner Landesdenkmalliste mit weiteren Informationen Geschäftshaus Friedrichsberger Bank

Eintrag in der Berliner Landesdenkmalliste mit weiteren Informationen typisches Bauensemble Friedrichsberg

Eintrag in der Berliner Landesdenkmalliste mit weiteren Informationen Wasserpumpe um 1895

Geschichte Friedrichberg auf der Homepage der Friedrichsberg-Apotheke

Friedrichsberg - Spuren einer verschwundenen Großsiedlung (mit Karte um 1770 und Fotos). Bei: Friedrichshainer Zeitanzeiger

Einzelnachweise

52.52063413.43425836Koordinaten: 52 ° 31 '14' 'N, 13 ° 26' 3 '' O

Quelle: Wikipedia
Weiterlesen: de.wikipedia.org/wiki/Friedrichsberg_%28Berlin%29