Kleinreuth

Nürnberg, Kreisfreie Stadt Nürnberg, Mittelfranken, Bayern, Deutschland

Über Kleinreuth

Die nahe gelegenen Städte sind: Buckenhof (12.9km), Kalchreuth (11.6km), Uttenreuth (13.0km)

Die geographischen Koordinaten des Ortszentrums sind: 49.47749 Breitengrad und 11.07575 Längengrad.

Nächste Flughäfen, die internationale Passagier- oder Nahflüge anbieten sind: Flughafen Nürnberg (NUE) (1.8 km) und Flughafen München (MUC) (146.0 km)

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Fotos von Kleinreuth

Über Kleinreuth

Kleinreuth hinter dem Veste ist ein Stadtteil im Norden von Nürnberg und auch der Name der Gemarkung 3436 und des statistischen Distrikts 741.

Lage

Die Gemarkung 3436 besteht aus einem nördlichen Teil zwischen Thon und Marienpark, nördlich der Kilianstraße und einem südlichen Teil, dem Stadtteil Nordbahnhof.

Der Distrikt 741 ist der nordöstliche Teil des statischen Bezirks Thon, der Nordbahnhof nicht enthält.

Geschichte

Der Ort entstand auf einer Rodung, die im 11./12. Jahrhundert vom Nürnberger Königshof durchgeführt wurde; daher auch der Namensbestandteil -reuth für Rodung. Der Zusatz hinter der Veste, der zur Unterscheidung von Kleinreuth bei Schweinau gehört, wird auf die Lage außerhalb der Stadtmauern, nördlich der Burg hin. Dieses Gebiet wurde vom Landpflegamt der Reichsstadt Nürnberg verwaltet.

Gegen Ende des 18. Jahrhunderts gab es in Kleinreuth hinter der Veste 38 Haushalte. Das Hochgericht übte die Reichsstadt Nürnberg aus, wurde aber vom brandenburg-bayreuthischen Oberamt Baiersdorf bestritten. Die Dorf- und Gemeindeherrschaft hatte das Landpflegeamt der Reichsstadt Nürnberg inne. Das Kastenamt Cadolzburg (1 Wirtshaus, 1 Gut, 2 Gütlein, 2 Häuser), das Spitalamt der Reichsstadt Nürnberg (1 Halbhof, 2 Güter, 4 Gütlein) und die Nürnberger Eigenherren von Fürer (2 Güter, 1 Gütlein), von Grundherr (1 Gut), von Haller (1 Gütlein), von Holzschuher (1 Gütlein), von Praun (2 Viertelhöfe), von Scheurl (1 Gut), von Stromer (1 Gut), von Tucher (5 Güter, 6 Gütlein, 1 Schmiede). Das Hirten- und das Schulhaus unterstanden der Gemeinde.

1796 kam Kleinreuth hinter die Veste und wurde vom Justiz- und Kammeramt Erlangen verwaltet, 1810 kam es an Bayern. Im Rahmen des Gemeindeedikts wurde 1813 das Steuerdistrikt und die Ruralgemeinde Großreuth hinter der Veste gebildet. zu der auch Kleinreuth hinter der Veste gehörte. Mit dem Zweiten Gemeindeedikt (1818) wurde die Ruralgemeinde Kleinreuth gebildet, zu der Neuhaus gehörte. Sie sind in Verwaltung und Gerichtsbarkeit des Landgerichts Erlangen und in der Finanzverwaltung des Rentamtes Erlangen. In der freiwilligen Gerichtsbarkeit unterstand 2 Anwesen von 1822 bis 1834 dem Patrimonialgericht (PG) Almoshof (v. Holzschuher), 1 Anwesen von 1822 bis 1828 dem Patrimonialgericht (PG) Almoshof (v. Praun), 1 Anwesen von 1821 bis 1848 des PG Gebersdorf , 1 Anwesen von 1821 bis 1836 dem PG Leyh, 14 Anwesen von 1823 bis 1835 dem PG Lohe und 1 Anwesen von 1822 bis 1835 dem PG Lohe und Behringersdorf. Ab 1826 unterstand Kleinreuth in Verwaltung und Gerichtsbarkeit des Landgerichts Nürnberg und in der Finanzverwaltung des Rentamtes Nürnberg (1920 in Finanzamt Nürnberg umbenannt). Ab 1862 wurde Kleinreuth hinter der Veste vom Bezirksamt Nürnberg verwaltet. Die Gerichtsbarkeit liegt seit 1880 beim Amtsgericht Nürnberg. Die Gemeinde hatte eine Gebietsfläche von 1.007 km².

Am 1. Januar 1899 wurde Kleinreuth in die Stadt Nürnberg eingegliedert.

Baudenkmäler

Wohnhäuser

Ehemalige Bauernhofanlage

Einwohnerentwicklung

Gemeinde Kleinreuth hinter der Veste

Ort Kleinreuth hinter der Veste

Religion

Der Ort ist seit der Reformation hauptsächlich protestantisch. Die Einwohner evangelisch-lutherischer Konfession sind nach St. Andreas gepfarrt, die Einwohner römisch-katholischer Konfession sind nach St. Clemens gepfarrt.

Literatur

Johann Kaspar Bundschuh: Kleinreuth. In: Geographisches Statistisch-Topographisches Lexikon von Franken. Band 3: I – Ne. Verlag der Stettinischen Buchhandlung, Ulm 1801, DNB 790364301, OCLC 833753092, sp. 159 (Digitalisat).

Günther P. Fehring, Anton Ress, Wilhelm Schwemmer: Die Stadt Nürnberg (Bayerische Kunstdenkmale. Band 10). 2. Auflage. Deutscher Kunstverlag, München 1977, ISBN 978-3-422-00550-1, S. 362–363.

Hanns Hubert Hofmann: Nürnberg-Fürth (= Historischer Atlas von Bayern, Teil Franken. I, 4). Komm. für Bayerische Landesgeschichte, München 1954, DNB 452071224, S. 131 (Digitalisat). Ebd. S. 241 (Digitalisat).

Wiltrud Fischer-Pache: Kleinreuth h.d.V. In: Michael Diefenbacher, Rudolf Endres (Hrsg.): Stadtlexikon Nürnberg. 2. verbesserte Auflage. W. Tümmels Verlag, Nürnberg 2000, ISBN 3-921590-69-8, S. 546 (online).

Web-Links

Einzelnachweise

Quelle: Wikipedia
Weiterlesen: de.wikipedia.org/wiki/Kleinreuth_hinter_der_Veste

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