Sennestadt

Bielefeld, Kreisfreie Stadt Bielefeld, Regierungsbezirk Detmold, Nordrhein-Westfalen, Deutschland

Über Sennestadt

Die nahe gelegenen Städte sind: Verl (10.1km), Bielefeld (11.2km), Leopoldshöhe (14.6km)

Die geographischen Koordinaten des Ortszentrums sind: 51.94548 Breitengrad und 8.58414 Längengrad.

Nächste Flughäfen, die internationale Passagier- oder Nahflüge anbieten sind: Flughafen Münster/Osnabrück (FMO) (100.4 km) und Flughafen Paderborn/Lippstadt (PAD) (37.1 km)

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Über Sennestadt

Sennestadt ist ein Stadtteil im Südosten der deutschen Stadt Bielefeld in Nordrhein-Westfalen. Mit rund 21.000 Einwohnern gilt es als bemerkenswerte städtebauliche Leistung. Die Satellitenstadt Sennestadt wurde in den 1950er Jahren in den Heiden und Wiesen der ehemaligen Gemeinde Senne II nach den Entwürfen des Stadtplaners Hans Bernhard Reichow gegründet und war vor allem für Nachkriegsvertriebene gedacht Flüchtlinge Die vielen charakteristischen städtebaulichen Merkmale der Stadt haben internationale Aufmerksamkeit auf sich gezogen.

Geschichte

Das Gebiet, in dem sich der heutige Bezirk befindet, hieß ursprünglich Heepen-Senne (auch Heepensenne oder Heeper Senne) und gehörte zur Grafschaft Ravensberg. Ab 1346 gehörte es zur Grafschaft Berg und ab 1647 zu Brandenburg-Preußen. Heepen-Senne erhielt ab 1813 den Namen "Senne II" und wurde ab 1816 Gemeinde im Bezirk Bielefeld.

Am 15. Februar 1956 gründeten die Bezirksregierung Westfalen-Lippe, der Landkreis Bielefeld und die Gemeinde Senne II die Firma Sennestadt GmbH, um die preisgekrönten Pläne des Architekten und Stadtplaners Hans Bernhard Reichow umzusetzen. Ziel war es, eine neue Satellitenstadt "auf den grünen Wiesen" zu errichten, die vor allem für Nachkriegsflüchtlinge und Vertriebene gedacht war. Reichows Entwurf basierte auf der "organischen Stadtplanung", deren Befürworter er war, eine von den Naturgesetzen inspirierte Form der Stadtplanung, die nach einer dezentralisierten Stadt mit viel Grün strebte, die einen angemessenen Lebensstandard bot. Die Sennestadt GmbH erwarb das rund 400 Hektar große Grundstück, stellte die finanziellen Mittel zur Verfügung, entwickelte das Grundstück und verkaufte es an Investoren und eifrige Entwickler. Die ersten Häuser wurden 1958 besetzt und die neue Satellitenstadt wurde Mitte der 1960er Jahre im Wesentlichen fertiggestellt.

Die Gemeinde Senne II, die zum Verwaltungsbezirk Brackwede gehörte, wurde per Urkunde vom 27. April 1965 zur Stadt Sennestadt. Im Rahmen der Gemeindereformen im Großraum Bielefeld wurde Sennestadt am 1. Januar 1973 zusammen mit dem restlichen Bezirk Bielefeld mit der Stadt Bielefeld zusammengelegt. In Sennestadt gab es heftigen Widerstand gegen die Verschmelzung. Die rechtlichen Einwände gegen die im Bielefelder Gesetz festgeschriebenen Kommunalreformen, die bis zum Bundesverfassungsgericht gingen, waren jedoch erfolglos.

Stadtplanung, Verkehr und Architektur

Der Planer und Architekt Hans Bernhard Reichow nutzte sein Konzept der "organischen Stadtplanung" und einer "organischen Stadtlandschaft" und nutzte die Landschaftsmerkmale - das Schutzgebiet Bullerbachtal und eine Kiesgrube, die während der Autobahn angelegt wurde gebaut, um die neue Stadt, in der sich ein deutsches Grünes Kreuz befand, in drei Stadtbezirke aufzuteilen: die Südstadt, die Weststadt und die Oststadt Stadt'). Sportplätze wurden an der Stelle der Kiesgrube errichtet, während im Bullerbachtal ein Stadtpark errichtet wurde. Reichows Forderung, dass ein Stadtmodell alle Lebensbereiche einbeziehen sollte, verbunden mit den reformistischen Konzepten für Gesellschaft und Leben, die die Stadtplanung zu Beginn des 20. Jahrhunderts prägten. Die Gebäude sollten sich an den Rhythmen des Lebens und den Verhaltensweisen ihrer Bewohner orientieren. Darüber hinaus haben die Planer unter dem Begriff "Stadtlandschaft" ein Stadtbild verstanden, das sich weder wie in der mittelalterlichen Stadt abschottet noch sich wie in modernen Städten nach außen in die umgebende Landschaft ausdehnt.

Nach den Plänen von Reichow sollte das Straßennetz weitestgehend getrennt sein und den Adern eines Blattes ähneln. Daher wurden die Straßen wie Bögen gebaut, von denen jeder in einer leichten Kurve in die übergeordnete Straße fließt. Aus Sicherheitsgründen sollte das Fußgängernetz vollständig von den Verkehrsstraßen getrennt sein. Reichow sah vor, das Straßenverkehrsrecht intuitiv durch die Straßenarchitektur zu ordnen und nicht über Wegweiser, Ampeln oder rechts-links-Schemata. Später jedoch wurden die Hauptstraßen in Sennestadt wie normale Wegstraßen beschildert.

Die Standorte des Rathauses (Sennestadthaus), Schulen, Kirchen, Sportplätze und Einkaufszentren sollten Korrelationen schaffen und den Bewohnern die Orientierung erleichtern. Gleichzeitig sollte die Bedeutung dieser Einrichtungen durch die Architektur und den Standort besonders hervorgehoben werden.

Quelle: Wikipedia
Weiterlesen: en.wikipedia.org/wiki/Sennestadt

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