Aarbergen

Rheingau-Taunus-Kreis, Regierungsbezirk Darmstadt, Hessen, Deutschland

Land:
Staat:
Gemeinde:
Aarbergen
Bevölkerung:
5 947

Über Aarbergen

Aarbergen ist eine Gemeinde im Rheingau-Taunus-Kreis im Regierungsbezirk Darmstadt in Hessen.

Erdkunde

Ort

Aarbergen liegt am Fluss Aar südlich von Limburg an der Lahn und zwischen dem Taunusrücken und der Lahn im westlichen Hintertaunus ("Farther Taunus").

Die Gemeinde liegt in der Mittelgebirgslandschaft im westlichen Hintertaunus, der zum Rheinischen Massiv (Rheinisches Schiefergebirge) gehört. Die Höhen sind durch ein ausgeprägtes Oberflächen-Relief-Relief gekennzeichnet, das teilweise Formationen aus dem Boden (Kaolin) aufweist. Das Relief an der Oberfläche hatte im Quartär von der Aar und ihren Nebenflüssen tief in das Tal eingegrabene Täler. Unterirdisch wird der Felsen hauptsächlich aus dem unteren Devonschiefer des Rheinischen Schiefergebirges, metamorphem Sandstein und Quarzit gebildet. Darüber hinaus befinden sich oft mehrere Meter tiefe, große Schichten periglazialer Ablagerungen, von denen viele karbonatfreien bis schwach karbonatfreien Lößlehm enthalten. Oligozänische Kieselsteine (Vallendarfazies) liegen bei Kettenbach und Hausen über Aar auf der älteren Fläche.

In Fachkreisen sind die Vorkommen von Bodenerosion (Schluchten und ähnlichen Kanälen) in weiten Teilen der Gemeinde, die in historischen Zeiten begannen, bekannt. Die Landschaft im Gemeindegebiet der Gemeinde ist durch das mittlere Aar-Tal mit seinen Seitentälern geprägt. Der größte Teil des Stadtgebietes ist bewaldet. Die Hauptlandnutzung in offenen Gebieten ist Feldfrüchte. In den Tälern ist Wiesenland, manchmal mit landschaftlich wertvollen Streuobstwiesen. Der Aubach, der größte Nebenfluss der Aar, mündet innerhalb der Gemeindegrenzen in diesen Fluss, ebenso wie der Bettenbach.

Nachbargemeinden

Aarbergen grenzt im Norden an die Gemeinden Mudershausen, Schiesheim, Burgschwalbach und Kaltenholzhausen (alle im Rhein-Lahn-Kreis in Rheinland-Pfalz) und Hünfelden (Limburg-Weilburg), im Osten an die Gemeinde Hünstetten im Süden in der Gemeinde Heidenrod (alle im Rheingau-Taunus-Kreis) und im Westen in den Gemeinden Reckenroth, Eisighofen, Dörsdorf und Berghausen (alle im Rhein-Lahn-Kreis).

Konstituierende Gemeinschaften

Die Ortsteile von Aarbergen sind Hausen über Aar, Rückershausen, Kettenbach, Michelbach, Daisbach und Panrod.

Geschichte

Die konstituierende Gemeinde Rückershausen wurde 879 erstmals urkundlich erwähnt. Bis 1326 gehörte das Dorf zur Domäne des Grafen Gebhard vom Niederlohngau. Danach erst ein Teil des Dorfes und später das Ganze nach Nassau. Rückershausen erhielt 1532 die Marktrechte.

Auch Hausen über Aar wurde 879 erstmals urkundlich erwähnt, als es zum Niederlohngau gehörte und seinen Weg in den Besitz des Klosters St. Severus in Kettenbach fand, das im selben Jahr nach Gemünden im Westerwald verlegt wurde. Später hatte Hausen über Aar zwei Herren und gehörte ab 1806 zum Herzogtum Nassau.

Mit der Einweihung des Klosters St. Severus im Jahre 845 wurde der Ort Kettenbach von Gebhard, Graf des Lahngaus, gegründet und erstmals urkundlich erwähnt. Etwa um 1000 wuchs die Grafschaft Diez aus dem Niederlahngau. Im Laufe der Jahrhunderte hatte Kettenbach verschiedene Besitzer und endete 1771 vollständig in Nassau.

Politik

Gemeinderat

Die Kommunalwahl am 26. März 2006 brachte folgende Ergebnisse:

Bürgermeister

Bei früheren Bürgermeisterwettbewerben wurden folgende Ergebnisse erzielt:

(1) Abfluss

Bei der letzten Wahl am 11. März 2007 hat Udo Scheligo (CDU) mit 50,5% der Stimmen den amtierenden Bürgermeister Hartmut Bopp (SPD) erreicht, der 49,5% der Stimmen erhielt. Andere Parteien nannten keine Kandidaten und auch keine unabhängigen Kandidaten. Die Wahlbeteiligung lag bei 69,7%.

Kultur und Sehenswürdigkeiten

Gebäude

Evangelische Kirche von 1752. Die barocke Orgel, Schölerorgel von 1763 genannt, steht unter Denkmalschutz. Die letzte Generalüberholung fand 1969-1970 statt.

Festungskirche auf dem Friedhof, ca. 800 Jahre alt (mittelalterlicher Turm, Rippengewölbe, achteckige Kuppel, runder Pfeilerbogen). Heute wird das älteste Gebäude von Aarbergen als Leichenkapelle genutzt.

Evangelische Kirche aus der späten Gründerzeit (1908)

450 Jahre alte Linde unter Denkmalschutz auf dem Friedhof (Apostellinde)

Rahnstätter Hof (ehemaliges Landgut), gut restaurierte Wände mit einer Gedenktafel, auf der eine zusammenfassende Geschichte nachzulesen ist, unterhalb des Segelflugplatzes (erstmals 1194-98 erwähnt, 1870 wurde das Landgut bei Auflösung öffentlich bekannt gemacht)

Evangelische Kirche, erbaut um 1326, im 18. Jahrhundert umgebaut, Orgel aus dem Jahr 1755

Antonius-Sprudel, seit 1779 bekannt, Kohlensäuresprudelndes saures Mineralwasser (Säuerling), Trink- und Heilwasser (Gicht, Diabetes, Gastritis und Enteritis, Nierenrötung, Stoffwechselstörungen)

Malerische Brücke an der Aar aus Bruchstein und mit Gusseisengeländer von 1866.

Kriegerdenkmal unter Denkmalschutz von 1926 mit Namen der Gefallenen aus beiden Weltkriegen.

Quelle: Wikipedia
Weiterlesen: en.wikipedia.org/wiki/Aarbergen

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