Abtsteinach

Landkreis Bergstraße, Regierungsbezirk Darmstadt, Hessen, Deutschland

Land:
Staat:
Gemeinde:
Abtsteinach
Bevölkerung:
2 448

Über Abtsteinach

Abtsteinach ist eine Gemeinde im hessischen Bergstraße. Die Community nennt sich "Das Tor zum Überwald".

Erdkunde

Ort

Ober-Abtsteinach liegt zwischen Bergen im Hügelland auf 450 bis 500 m Höhe. Unter-Abtsteinach und Mackenheim liegen in den angrenzenden Tälern.

In Abtsteinach erhebt sich der Steinach. Die Gemeinde liegt zwischen den Bergen Hardberg, Waldskopf, Götzenstein und Hohberg.

Nachbargemeinden

Als Teil des Überwaldes grenzt Abtsteinach im Norden an die Gemeinde Mörlenbach, im Osten an die Gemeinde Wald-Michelbach, im Süden an die Gemeinde Heiligkreuzsteinach (Rhein-Neckar-Kreis in Baden-Württemberg) und im westlich der Gemeinden Gorxheimertal und Birkenau.

Konstituierende Gemeinschaften

Abtsteinachs Ortsteile sind Mackenheim, Ober-Abtsteinach und Unter-Abtsteinach.

Geschichte

In vorrömischer Zeit wurde das Abtsteinacher Gebiet von Kelten besiedelt. Im Mittelalter wurde das Gebiet vom Kloster Lorsch gehalten. Die durch die zweite Siedlungsbewegung bewirkte Expansion führte zu den Dörfern Ober-Absteinach und Unter-Abtsteinach. Im Jahr 1012 wurde Abtsteinach erstmals als Possesa Steinah erwähnt. Im Jahre 1232 wurde das Kloster Lorsch von Kaiser Friedrich II. Aufgelöst, und der Besitz des Besitzes ging an das Mainzer Erzbistum über.

1267 wird erstmals ein Burggraf auf Burg Starkenburg (über Heppenheim) erwähnt, der auch das Amt für Starkenburg regierte, zu dem Abtsteinach gehörte. Infolge der verheerenden Mainzer Stiftsfehde wurde 1461 das gesamte höhere Amt von Starkenburg an die Kurpfalz verpfändet, und das blieb bis 1623 der Fall. Aus dem Jahre 1590 wird erwähnt, dass bis zu diesem Zeitpunkt Abtsteinach war seit langem ein Zehntengericht, das ihm die Zuständigkeit für mehrere Orte gab und ihn zur Pflichtarbeit und zum Militärdienst verpflichtete. Durch die Aufhebung des Mainzer Kurfürstentums im Jahre 1803 gelangte Abtsteinach nach Hessen.

Religion

In Oberabtsteinach und Unterabtsteinach steht jeweils eine katholische Kirche. In Unterabtsteinach befindet sich außerdem eine Kapelle.

Die Kirche in Ober-Abtsteinach (St. Bonifatius) wurde Mitte des 17. Jahrhunderts erbaut und gut hundert Jahre später erweitert. Der Hochaltar wurde kurz nach 1780 errichtet.

St. Marien, die Kirche in Unter-Abtsteinach, stammt aus dem 20. Jahrhundert.

In der Kapelle in der Mitte von Unter-Abtsteinach steht eine Marienfigur, die der Legende nach aus der Kirchenruine von Lichtenklingen stammt.

Viele Häuser in der Großgemeinde Abtsteinach haben auch Muttergotteshäusel, kleine Nischen in den Außenwänden der Häuser mit Marien- oder Christusfiguren.

Politik

Die Kommunalwahl am 26. März 2006 brachte folgende Ergebnisse:

Wappen

Die Arme der Gemeinde könnten heraldisch so beschrieben werden: Gules im Grundwasser wellenförmig azurblau, darauf ein schroffes Berggipfel, darauf die Krümmung eines Stabes eines Abts mit Traubenblättern der letzten.

Die Arme kippen, und der Stab des Abts schlug den Namen Abtsteinach vor (Abt bedeutet „Abt“). Darüber hinaus verweist der Stab des Abts auf die Verbindung der Gemeinde zum Kloster Lorsch, in dessen Besitz Abtsteinach befand (in Abtsteinach gab es keine Abtei). Der Fels oder Berg steht für den höchsten Gipfel des Gebiets, den Hardberg, ein Wahrzeichen von Abtsteinach. Das Wasser symbolisiert den örtlichen Bach, den Steinach, der in Abtsteinach aufsteigt und zum Neckar hinunterfließt. Die Waffen wurden der Gemeinschaft am 21. Dezember 1929 verliehen, und seit dem 1. Januar 1972 sind sie auch die Waffen der größeren Gemeinschaft.

Öffentliche Einrichtungen

Das Rathaus befindet sich in Ober-Abtsteinach.

Bildung

Die Grundschule befindet sich in Unter-Abtsteinach und trägt den Namen Steinachtal-Grundschule.

In Ober-Abtsteinach befindet sich der katholische Kindergarten St.Josef.

Sport und Freizeit

Ein gut präparierter Sportplatz befindet sich in Unter-Abtsteinach und ein weiterer in Ober-Abtsteinach.

In Ober-Abtsteinach, zwischen einer Wiese, einem kleinen Wald und dem Friedhof der Gemeinde, befindet sich ein Grillpavillon mit einem lehrreichen Waldweg.

Kultur und Sehenswürdigkeiten

Es gibt eine künstlerische Wanderung mit elf Kunstwerken, die vom FCO-Sportplatz über den Grillpavillon zur Götzensteinstraße führt.

Wirtschaft und Infrastruktur

Transport

Abtsteinach liegt abseits der Bundesstraßen, ist aber über die Verbindungsstraßen von Weinheim nach Wald-Michelbach gut zu erreichen.

Etablierte Unternehmen

REIMOTEC Maschinen- und Anlagenbau GmbH (Maschinen- und Anlagenbau)

motech gmbh, technology + systems, schaltgerätehersteller

Quelle: Wikipedia
Weiterlesen: en.wikipedia.org/wiki/Abtsteinach

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