Adorf

Vogtlandkreis, Sachsen, Deutschland

Land:
Staat:
Kreis:
Gemeinde:
Adorf
Bevölkerung:
5 207

Über Adorf

Adorf (deutsche Aussprache: (listen)) ist eine Kleinstadt und Gemeinde im Vogtlandkreis im Südwesten des Freistaates Sachsen. Gettengrün, ein Dorf in der Gemeinde, grenzt an die Tschechische Republik.

Etymologie

Der Name Adorf kann als "Wasserdorf", das "A" aus dem alten Wasser ("Ahha") und "Dorf" als Dorf bezeichnet werden.

Geschichte

Adorf wurde um 1200 gegründet. Im Jahre 1293 erhielt es den Status einer "Stadt". Die Stadtmauer wurde 1477 begonnen. Die Industrie entwickelte sich aufgrund ihrer günstigen Lage und Verkehrsanbindung: Kunsthandwerk, Spinnen, Weben, Sticken mit Perlmutt und Musikinstrumentenbau. Die Johanniskirche wurde 1498 erbaut. Die Stadt wurde 1768 durch einen Brand zerstört. Das Freiberger Tor, das letzte erhaltene Stadttor im Vogtland, wurde zwischen 1768 und 1773 mit einem Holzrahmen-Obergeschoss umgebaut. Das heutige Rathaus wurde im Jahr 1896 erbaut - eine Zeit, in der die Straßen rund um den Marktplatz durch zahlreiche Häuser ergänzt wurden. Es beherbergte auch ein Genesungsheim für die Armen der Stadt Leipzig.

Erdkunde

Adorf liegt im Elstergebirge, einem Mittelgebirge des Erzgebirges. Der niedrigste Punkt in Adorf liegt in Rebersreuth (415 m) und der höchste Punkt ist der "Hohe Stein" bei Gettengrün (632,9 m). Dieser "Hohe Stein" ist nicht das Gleiche wie das tschechische Vysoký kámen 5 km östlich, dessen Name auch "Hoher Stein" heißt.

Die Stadt Adorf liegt am Zusammenfluss von Weißer Elster und Schwarzbach. Diese Flüsse liegen in tiefen V-förmigen, waldreichen Tälern. Viele andere Bäche durchqueren Adorf: Tetterweinbach, Ameisenlohbach, Eisenbach und andere. Neben der Weise Elster verkehren die Bundesstraße B92 und die Plauen-Cheb-Linie, einschließlich des von der Vogtlandbahn betriebenen Bahnhofs Adorf (Vogtl), der Plauen mit Cheb (Eger) in der Tschechischen Republik verbindet.

Der Schwarzbach hat seine Quellen am Vysoký kámen. Daneben verlaufen die Bundesstraße B283 und eine weitere Eisenbahnlinie der Vogtlandbahn, die nach Markneukirchen, Klingenthal und dann Zwota und Zwickau führen.

Der Bezirk umfasst die Dörfer: Arnsgrün, Remtengrün, Hermsgrün, Rebersreuth, Leubetha, Freiberg, Jugelsburg und Sorge.

Adorf grenzt an Bad Elster, Eichigt, Markneukirchen Mühlental und die Tschechische Republik.

Population

Sehenswürdigkeiten

Das "Freiberger Tor" ist das einzige erhaltene Stadttor im Vogtlandkreis und beherbergt ein Museum mit der größten Perlmuttausstellung Deutschlands. Adorf hat mit 231 Metern den längsten Marktplatz im Vogtlandkreis. Es gibt ein Kriegerdenkmal für die Soldaten, die während des ersten Weltkriegs getötet wurden, und eine Gedächtnistafel für drei Bürger, die während des deutsch-französischen Krieges 1870/71 getötet wurden. Johann Wolfgang von Goethe verbrachte die Nacht vom 3. bis 4. Juli 1795 in der alten Inszenierung.

In der Nähe der Stadt befindet sich die "Miniaturschauanlage Klein-Vogtland", eine Touristenattraktion mit Modellen von 50 Gebäuden im Vogtlandkreis im Maßstab 1:25. In seinem botanischen Garten, dem Botanischen Garten Adorf, leben über 11.000 Pflanzen aus hohen Bergen der Welt.

Söhne und Töchter der Stadt

Johann Caspar Kerll (1627–1693), Organist, Cembalist und Komponist

Carl Gotthelf Todt (1803-1852), Bürgermeister von 1832 bis 1849

Johann Adam Heckel (1812–1877), Instrumentenbauer

E. o plauen (bedeutet: Erich Ohser aus Plauen), Erich Ohser (1903-1944), Künstler (Vater und Sohn), geboren in Gettengrün

Quelle: Wikipedia
Weiterlesen: en.wikipedia.org/wiki/Adorf

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