Ahrensburg

Kreis Stormarn, Schleswig-Holstein, Deutschland

Land:
Gemeinde:
Ahrensburg
Bevölkerung:
31 292

Über Ahrensburg

Ahrensburg (deutsche Aussprache: (listen)) ist eine Stadt im Bezirk Stormarn in Schleswig-Holstein. Es liegt nordöstlich von Hamburg und ist Teil der Metropolregion Hamburg. Die Bevölkerung beträgt rund 31.000. Schloss Ahrensburg, das Wahrzeichen der Stadt, ist ein Renaissanceschloss aus dem Jahr 1595.

Erdkunde

Ahrensburg liegt im Tunneltal, in dem Alfred Rust viele Gegenstände aus der Eiszeit ausgegraben hat.

Ahrensburg liegt an der Autobahn A1 und an der Bahnstrecke zwischen den Hansestädten Hamburg und Lübeck.

Geschichte

Frühe Geschichte

Das Ahrensburger Tunneltal ist ein Ort zahlreicher Ausgrabungen aus der oberpaläolithischen Kultur. Die Kultur wird von Archäologen als Ahrensburger Kultur bezeichnet.

Mittelalter

Die Stadt stammt aus dem 13. Jahrhundert, als die Grafen von Schauenburg das Dorf Woldenhorn (später Ahrensburg) und die benachbarten Dörfer Ahrensfelde, Meilsdorf und Beimoor gründeten. Woldenhorn wird erstmals im Jahre 1314 erwähnt. 1327 gelangte das Dorf in den Besitz der Zisterzienserabtei Reinfeld, und Woldenhorn war bis Mitte des 16. Jahrhunderts Sitz des Klostervereins.

Die "Arx Arnsburga", auch Arnesvelde Castle genannt, wurde um das Jahr 1200 erbaut. Im Süden der Stadt sind im Hagener Wald noch Ruinen der Burg zu sehen. Das Stadtwappen zeigt die Burg im oberen Feld. In den Jahren 1295 und 1304 wurden im Schloss Schloss reeves verzeichnet. Im Jahre 1326 hatte Graf Johann III. Von Schauenburg seinen Vater nach Trittau verlegt und das Schloss verlassen.

Neuzeit

Nach der Auflösung der Klöster durch die Reformation gelangte das gesamte Gebiet in den Besitz des Königs von Dänemark. Er belohnte seinen General Daniel Rantzau 1567 mit der Herrschaft über diese Dörfer. Sein Bruder und Erbe Peter Rantzau errichtete um 1595 das Renaissance-Schloss Ahrensburg in Form einer Wasserburg, die heute das Wahrzeichen der Stadt ist, und der Schlosskirche. Der Bau von Armenhäusern direkt an der Kirche war vorbildlich.

Das "Ahrensburger Gut" gehörte zu den sogenannten "Noble Estates", die viel Freiheit und Selbstverwaltung besaßen.

Das Gut Rantzaus war Mitte des 18. Jahrhunderts stark verschuldet und wurde 1759 von dem Kaufmann Heinrich Carl von Schimmelmann erworben. Schimmelmann hat das Schloss und das Dorf im Barockstil umgestaltet, und die aktuelle Gestaltung der Stadt spiegelt diese Pläne wider.

Am 7. Juni 1867 wurde das Nachbardorf Woldenhorn zu einer unabhängigen preußischen Landgemeinde und benannte sich nach Beschluss des Gemeinderates in Ahrensburg um. Es gehörte zum Amt Ahrensburg, von dem sich die amtsfreie Gemeinde 1912 erneut abtrennte.

Der Bau der Eisenbahnstrecke zwischen Hamburg und Lübeck im Jahr 1865 machte Ahrensburg zu einem beliebten Ausflugsziel außerhalb Hamburgs und die Einwohnerzahl stieg an. Bis 1910 hatte die Bevölkerung 2.750 erreicht. Die Eingemeindung verschiedener umliegender Gemeinden im Jahr 1928 führte zu einer Vergrößerung des Stadtgebiets auf etwa 5 km2.

Der Bau der Siedlungen "Daheim / Heimgarten" (teilweise auf dem Gebiet der heutigen Gemeinde Ammersbek) und "Am Hagen" (ursprünglich "Franz-Seldte-Siedlung") begann 1933. Die Ansiedlung von Siedlern aus der Umgebung von Hamburg führte zur Gründung des aktuellen Gehäuselayouts.

Als Ahrensburg 1949 Stadtrechte erhielt, hatte die Stadt 17.775 Einwohner - rund die Hälfte davon waren Flüchtlinge aus den ehemaligen ostdeutschen Regionen.

Erica Keck, die 1950 zur Bürgermeisterin gewählt wurde, wurde die erste weibliche Bürgermeisterin in Deutschland. [Zitat nötig]

Religion

Ahrensburg war von 1823 bis 1899 der Sitz des Stormarn-Provost der lutherischen Kirche.

Ahrensburg hatte bis Anfang der 1930er Jahre eine kleine jüdische Gemeinde. Die Synagoge wurde 1938 in der Zeit des Nationalsozialismus in der Kristallnacht niedergebrannt. Der jüdische Friedhof (1822 eröffnet) ist noch am Stadtrand (Ahrensburg-West) zu sehen.

Politik

Seit der Kommunalwahl am 26. Mai 2013 setzt sich der Stadtrat wie folgt zusammen:

Internationale Beziehungen

Ahrensburg ist verbunden mit:

Ehrenbürger

1965 - Alfred Rust (1900–1983), Archäologe, umstritten wegen seiner Mitgliedschaft in der NS-Gruppe Ahnenerbe

Söhne und Töchter der Stadt

Waldemar Bonsels (1880–1952), Autor von Maya the Bee und ihren Abenteuern

Jonathan Meese (* 1970), Künstler, aufgewachsen in Ahrensburg, besuchte die Stormarn School und lebt in Ahrensburg

Stacie Ahrens (* 1971), Künstlerin, Autorin

Christian Bass, (1978), Schriftsteller, Fotograf und Dichter.

Persönlichkeiten, die mit der Stadt verbunden sind

Dagmar Berghoff (* 1943), Fernsehmoderatorin und Schauspielerin

Wolfgang Kieling (1924–1987), Schauspieler

Hellmuth von Mücke (1881–1957), Marineoffizier, Politiker und Schriftsteller

Benedikt Pliquett, (1984), Torwart

Quelle: Wikipedia
Weiterlesen: en.wikipedia.org/wiki/Ahrensburg

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