Aichelberg

Landkreis Göppingen, Regierungsbezirk Stuttgart, Baden-Württemberg, Deutschland

Land:
Gemeinde:
Aichelberg
Bevölkerung:
1 269

Über Aichelberg

Aichelberg ist eine Gemeinde im süddeutschen Landkreis Göppingen in Baden-Württemberg.

Aichelberg liegt zwischen Stuttgart und Ulm am Albaufstieg, dem Hang der Schwäbischen Alb, in 357–615 Metern Höhe. Charakteristisch für den Standort sind der Aichelberg (564 m ü. M.) und der Turmberg (609 m ü. NN).

Geologie

Der nördliche und westliche Teil des Bezirks liegt auf Black Jurassic, der andere auf Brown Jurassic. Zahlreiche Fossilien wurden hauptsächlich beim Bau der Autobahn gefunden. Sie sind im Naturkundemuseum Hauff in der Nachbargemeinde Holzmaden zu sehen. Die Gemeinde ist Teil des 1979 gegründeten Ausgrabungsreservats.

Nachbargemeinden

Nachbargemeinden sind: Bad Boll, Zell unter Aichelberg und Gruibingen, alle im Landkreis Göppingen, sowie Ohmden, Holzmaden und Weilheim an der Teck im Landkreis Esslingen.

Geschichte

Aichelberg war schon in der Antike eine Siedlungsstätte. So wurden im November 2012 bei Ausgrabungen vor dem Bau der Hochgeschwindigkeitsbahn Wendlingen-Ulm in der Nähe der A 8 eine römische Ziegelbrennerei und Tafelscherben aus dem 3. Jahrhundert gefunden.

Um 1220 wurde von den Grafen von Aichelberg eine Burg errichtet. 1330 gingen Burg und Dorf Aichelberg an die Grafen von Kirchheim. Die Grafen von Aichelberg verkauften Aichelberg im Jahre 1334 unter Ulrich III. An das Haus Württemberg. 1519 wurde Aichelberg von Soldaten der Schwäbischen Liga fast vollständig zerstört. 13 Häuser wurden niedergebrannt. Während des deutschen Bauernkrieges wurde das Schloss 1525 niedergebrannt.

1810 kam Aichelberg zum Oberamt Kirchheim unter Teck. Am 19. Mai 1876 wurde Aichelberg eine selbständige Gemeinde. Im Zuge der Verwaltungsreform kam Aichelberg 1938 in den Landkreis Göppingen.

Einwohnerzahl

Rat

Der Rat von Aichelberg hat acht Mitglieder. Bei den Kommunalwahlen am 7. Juni 2009 wurde es gewählt. Die Wahlbeteiligung lag bei 54,7% und damit 4,1 Prozentpunkte niedriger als bei den Kommunalwahlen 2004.

Bürgermeister

Der Bürgermeister von Aichelberg ist Martin Eisele.

Kamm

Das Wappenschild des Gemeindewappens von Aichelberg lautet wie folgt: In Rot über einem silbernen (weißen) Trimount drei (2: 1) aufsteigende Silbereicheln.

Weiß-Rot sind die Farben der Grafen von Aichelberg. Eine grüne Eichel auf silbernem Hintergrund repräsentierte die Gemeinde 1949. Das heutige Wappen wurde am 25. Januar 1958 eingeführt, um Aichelberg von der damals gleichnamigen gleichnamigen Gemeinde im Stadtteil Esslingen, der heute zu Aichwald gehört, zu unterscheiden.

Transport

Siehe auch Drackensteiner Hang

Die Bundesautobahn 8 passiert die Gemeinde Aichelberg mit der Ausfahrt Aichelberg. Der Abhang des Aichelbergs wurde für den Bau der Autobahn im Dritten Reich für den Albaufstieg genutzt, um die rund 380 Höhenmeter am Nordrand der Alb zu überwinden. Die Talsohle ist etwa halb so hoch zwischen Vorgebirge und Plateau. Der Anstieg konnte in zwei Teile geteilt werden, den Aichelberg und den Drackensteiner Hang.

Der Aufstieg neben dem Aichelberg wurde ursprünglich von einer langen, geschwungenen Brücke, dem Aichelberg-Viadukt, bewältigt. Bei der Erweiterung des Sortiments 1985-1990 wurde diese Brücke vollständig entfernt und durch einen dreispurigen Aufstieg ersetzt. Der Lärm und Staub der Erweiterung, damals das größte Autobahnbauprojekt in Europa, hat die Einwohner von Aichelberg mehrere Jahre lang getroffen.

Bildung

In Aichelberg gibt es einen Kindergarten, aber keine Schule. Aichelbergs Schüler besuchen die Grundschule in der Nachbargemeinde Zell unter Aichelberg.

Literatur

Gemeinde Aichelberg, Sportverein Aichelberg: 100 Jahre selbstständige Gemeinde Aichelberg. Aichelberg 1976.

Jens Glasser, Thomas Buchtzik: Bau und Geschichte der Reichsautobahn am Albaufstieg. Arnstadt 2008.

Quelle: Wikipedia
Weiterlesen: en.wikipedia.org/wiki/Aichelberg

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