Aichtal

Landkreis Esslingen, Regierungsbezirk Stuttgart, Baden-Württemberg, Deutschland

Land:
Gemeinde:
Aichtal
Bevölkerung:
9 614

Über Aichtal

Aichtal ((Hilfe · Info)) ist eine Stadt im süddeutschen Landkreis Esslingen in Baden-Württemberg. Es liegt 18 km südlich von Stuttgart.

Partnerstädte - Schwesterstädte

Aichtal ist verbunden mit:

Sümeg, Ungarn (1990)

Ligny-en-Barrois, Frankreich (1998)

Erdkunde

Aichtal liegt am Südrand des Filders. Die Stadt hat ihren Namen von dem gleichnamigen Tal des Aich, einem linken Nebenfluss des Neckars. Der Stadtteil Neuenhaus am Zusammenfluss der Flüsse Aich und Schaich gehört überwiegend zum Naturpark Schönbuch. Die bauchigen Mergelhänge des Aichtal sind mit Wiesen und Obstwaren bedeckt. Die Stadt erstreckt sich über eine Höhe von 295 Metern am Sewastwerk Grötzingen bis 498 Meter am Betzenberg in Schönbuch.

Erweiterung des Stadtgebiets

Die Stadt hat eine Fläche von 23,64 Quadratkilometern, von denen 3,48 Quadratkilometer bewohnt sind. Mit 10,49 Quadratkilometern nehmen Waldflächen fast die Hälfte des Bezirks ein, einschließlich des 8,12 Quadratkilometer großen Beitrags Schönbuch. Die Ausdehnung des Stadtgebiets beträgt 11,0 Kilometer entlang der Aich von Westen nach Osten und 3,4 km in Nord-Süd-Richtung.

Nachbargemeinden

Angrenzende Gemeinden sind Filderstadt im Norden, Wolfschlugen im Nordosten, Nürtingen im Osten, Neckartailfingen und Schlaitdorf im Süden, Walddorfhäslach (Bezirk Reutlingen) im Südwesten und Waldenbuch (Bezirk Böblingen) im Westen.

Bestandteil

Aichtal besteht aus den drei Ortsteilen Grötzingen (rund 4.300 Einwohner; 7,68 Quadratkilometer), Aich (rund 3.100 Einwohner; 6,11 Quadratkilometer) und Neuenhaus (etwa 2.200 Einwohner; 9,85 Quadratkilometer). Zu Aich gehört die räumlich getrennte Siedlung Rudolfshöhe. An den Stadtteil Grötzingen angeschlossen ist der Wohnraum Bergwirtshaus. Verlassene Dörfer sind Bombach und Mühlstetten in Aich und Forsthaus, Waldbruderhaus, Grünes Häusle und Brustelberg in Neuenhaus.

Geschichte

Bei der Verwaltungsreform bildeten am 1. Januar 1975 die Stadt Grötzingen und die unabhängigen Gemeinden Aich und Neuenhaus die neue Stadt Grötzingen mit Verwaltungssitz im Stadtteil Aich. Nach Protesten von Aich und Neuenhaus, wo sich Teile der Bevölkerung unter diesem Namen herabgestuft fühlten, wurde die Stadt am 1. August 1978 in Aichtal umbenannt.

Grötzingen

Menschen leben in dieser Gegend seit der Jungsteinzeit.

In einem Dokument von Heinrich IV. Wurde der heilige römische Kaiser von Worms "Gretzingen" 1075 zum ersten Mal "Gretzingan" erwähnt. Die alemannische Siedlung entstand erst im 7. Jahrhundert.

Wahrscheinlich in der ersten Hälfte des 13. Jahrhunderts errichtete einer der Grötzinger Männer im südlichen Teil der Stadt nahe dem kleinen Fluss Aich eine Wasserburg mit einem Hof. Die Gründung der Stadt erfolgte 1275 durch Grötzinger Ritter Diepold von Bernhausen, Rudolf I. von Deutschland unterstützte und etablierte die Stadt als Festung gegen den siegreichen Einfluss des württembergischen Nürtingen. 1304 Grötzingen wird erstmals urkundlich als Stadt bezeichnet, die Bewohner des ehemaligen Dorfes zogen in ihre Mauern ein, das ehemalige Dorf fiel. 1337 verkaufte Derpold's Sohn die Stadt Grötzingen an Württemberg.

Vom 14. bis zum 16. Jahrhundert war Grötzingen Amtssitz, darunter Aich, Neckartailfingen, Neckartenzlingen, Neuenhausen und Wolfschlugen.

Im Schmalkaldischen Krieg hatten die Bürger von Grötzingen 1546 ihre Waffen verkauft, weil sie nicht genug Geld hatten. Als sie marodierenden Soldaten näherten, gruben sie hölzerne Brunnenrohre aus und schoben sie in die Schlupflöcher der Wälle. Weil die herannahenden Soldaten sie für Waffen hielten, gingen sie weiter, ohne die Stadt anzugreifen.

In den Jahren 1634/1635 nahmen 243 Bürger aus Grötzingen und 194 Bürger aus Neckartailfingen nach der Zerstörung ihres Dorfes hier Zuflucht auf; Sie starben an der Pest. Nach dem Dreißigjährigen Krieg zählte die Stadt nur ein Drittel der Bevölkerung. Die Notlage zwang viele arme Einwohner im 18. Jahrhundert, hauptsächlich nach Nordamerika zu emigrieren.

Ein Großbrand zerstörte 1845 in dem Dorf 13 Gebäude, darunter das Rathaus und das Schulhaus.

Aich

Aich wurde 1312 in einer Urkunde der Brüder Wernher und Wolfram von Eichacha erwähnt. 1369 wurde es von den Reutlinger Sperwern für 550 Pfund Heller gekauft. Diese verkaufte dann 1382 mit der Herrschaft Herrenberg an Württemberg. Württemberg schlug Aich vor, nach der Auflösung im 16. Jahrhundert das Amt Grötzingen und danach das Amt Nürtingen zu errichten. 1383 hatte das Dorf 12 "Hüblin" (kleine Gehöfte).

Das älteste Dokument im Archiv von Esslingen bezeugte 1404 die Einsetzung von Heinz Stoll von Bernhausen mit der Bombachmühle, einem Ort für die Bevölkerung von Aich; Diese Mühle ist seit 1369 nachweisbar.

Im Ersten Markgrafenkrieg 1449 wurde das Dorf von den Reutlinger Soldaten verbrannt. 1586 wurde Aich durch einen Brand wieder fast vollständig zerstört und vom herzoglichen Architekten Heinrich Schickhardt wieder aufgebaut.

Quelle: Wikipedia
Weiterlesen: en.wikipedia.org/wiki/Aichtal