Aiterhofen

Landkreis Straubing-Bogen, Niederbayern, Bayern, Deutschland

Land:
Staat:
Region:
Gemeinde:
Aiterhofen
Bevölkerung:
3 228

Über Aiterhofen

Aiterhofen ist eine Gemeinde im bayerischen Landkreis Straubing-Bogen.

Es liegt etwa 5 km südöstlich von Straubing im Gäuboden.

Geschichte

Aiterhofen ist seit der Jungsteinzeit besiedelt, wie die Entdeckung des größten Friedhofs der linearen Töpferkultur in Deutschland (ca. 260 Gräber) zeigte.

Aiterhofen (Eitraha) wurde 773 als Wohnsitz eines der Agilolfing Herzöge dokumentiert. Um 973 eine weitere Dokumentation als Eitarahoue (Hof am Eiterach). Ein Annalist des 11. Jahrhunderts interpretierte den Namen fälschlicherweise als Gifthof (Gift = Eiter = Eiter). Die eigentliche Bedeutung kommt von den indogermanischen Quellen für Schwellungen und den alten hochdeutschen Aha für Wasser und Hof für den Hof. Daher kann die Bedeutung des Namens als Nachlass am Quellbach interpretiert werden, der den Bezug zur Aiterach zeigt.

Etwa im ersten Viertel des 13. Jahrhunderts wurde die romanische Pfarrkirche St. Margaretha errichtet. Darin befindet sich die älteste Glocke in Niederbayern (1325). Nur der Nordturm der ursprünglich geplanten Zwillingstürme wurde gebaut. Im Jahr 1883 wurden die Rokoko-Möbel aus dem 18. Jahrhundert entfernt. Die angrenzende Friedhofskapelle wurde wahrscheinlich im 17. Jahrhundert erbaut.

Im Jahr 1846 gründete Angela Fraundorfer das Kloster der Franziskaner von Aiterhofen, das unter anderem die Ausbildung von Mädchen zum Ziel hat und einen Kindergarten, eine ausschließlich für Frauen bestimmte Sekundarschule und mehrere andere Einrichtungen betreibt.

Bürgerentwicklung

In der Gemeinde wurden folgende Bürgerzahlen gezählt:

1970 2.424, 1987 2.749, 2000 3.178, 2005 3.466, 2008 3.422

Politik

Bürgermeister ist Manfred Krä (CSU).

Das Steueraufkommen der Gemeinden belief sich auf rund 2,5 Mio. €, 600.000 € aufgrund von Gewerbesteuern.

Gebäude

Kirchen

St. Margaretha wurde ungefähr im ersten Viertel des 13. Jahrhunderts erbaut. Das Innere der romanischen Kirche wurde im 18. Jahrhundert barockisiert und im 19. Jahrhundert zum Jugendstil umgebaut.

St. Peter und Paul in Geltolfing. Der jetzige Bau wurde 1715 von Jakob Ruesch begonnen, eine Kirche wurde jedoch bereits 1226 dokumentiert.

St. Johannes in Niederharthausen wurde in der Frühgotik erbaut, heute ist nur noch der Chor mit Rippengewölbe erhalten.

Klosterkirche Aiterhofen, die Kirche des Franziskanerklosters.

Wirtschaft und Infrastruktur

Wirtschaft, Land- und Forstwirtschaft

Im Jahr 1998 waren 31 in der Landwirtschaft Beschäftigte, 133 Handwerker und 62 Handwerker und Reisende unterwegs. 132 wurden in anderen Bereichen registriert. Insgesamt wurden 1.022 Mitarbeiter in Aiterhofen registriert.

Es gab keine sekundären Industrien und 4 Bau- und Bauindustrien. 1999 wurden 96 landwirtschaftliche Industrien mit einer Anbaufläche von 3,517 ha, bestehend aus 3.431 ha landwirtschaftlicher Anbaufläche und 82 ha Dauergrünflächen, erfasst.

Bildung

Im Jahr 2006 gab es folgende Einrichtungen:

Viergruppenkindergarten „Maria Schutz“

eine Grundschule

Angela Fraundorfer Gymnasium (nur für Frauen) mit angeschlossenem Internat (finanziert vom Kloster der Franziskaner von Aiterhofen)

Berufsschule für Altenpflege (finanziert vom Kloster der Franziskaner von Aiterhofen)

Quelle: Wikipedia
Weiterlesen: en.wikipedia.org/wiki/Aiterhofen

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