Albstadt

Zollernalbkreis, Tübingen Region, Baden-Württemberg, Deutschland

Land:
Gemeinde:
Albstadt
Bevölkerung:
43 980

Über Albstadt

Albstadt (deutsche Aussprache: (listen)) ist die größte Stadt des Zollernalbkreises in Baden-Württemberg. Es liegt in der Schwäbischen Alb, etwa auf halber Strecke zwischen Stuttgart und dem Bodensee.

Erdkunde

Albstadt erstreckt sich über eine Vielzahl von Hügeln und Tälern. Seine Höhe liegt zwischen 614 m über dem Meeresspiegel und 966 m über dem Meeresspiegel. Ein Tal ist der Fluss Schmiecha, ein linker Nebenfluss der Donau, ein zweites Tal ist der Fluss Oberachach, ein Nebenfluss des Neckars.

Zu Albstadt gehört auch der Raichberg im Norden, auf dem sich der Raichberg-Sender und ein Aussichtsturm befinden. Südlich von Albstadt befindet sich der Truppenübungsplatz Heuberg.

Geschichte

Die Besiedlung in der Region geht mindestens auf die Eisenzeit zurück. Ein Hallstatt-Friedhof in Albstadt wurde Ende des 19. Jahrhunderts von Amateurarchäologen ausgegraben und enthüllte ein breites Spektrum an Keramik- und Metallartefakten. Der Friedhof "Degerfeld Barrow" wurde vom örtlichen Antiquar Hyronimus Edelmann aufgebaut, der schließlich im British Museum abgelegt wurde.

Bergbau

Früher wurde Ironore in Albstadt hergestellt. Fidel Eppler war der Name des Mineninspektors. Das

Butressholz wurde in Truchtelfingen gekauft und von Lautlinger Knappen in der Region Hörnle verwendet. Aus einer 3,5 km alten Mine in einem Doggererzflöz in Weilheim ist Holz im Tuttlinger Fruchtkasten.

Stahl wurde in Tuttlingen von den Schwäbischen Hüttenwerken in Ludwigstal produziert, heute Eisenbremsen

Die Ortsteile Ebingen, Laufen, Lautlingen, Pfeffingen und Tailfingen wurden 793 in einer Urkunde der Abtei St. Gallen erstmals erwähnt. Die Stadtrechte erhielt Ebingen um 1250 von der Hohenberger Herzogsfamilie.

Albstadt besteht aus folgenden Stadtteilen, die eigenständige Städte waren und 1975 zu Albstadt verschmolzen waren:

Wirtschaft

Der größte Teil der Textilindustrie (darunter auch Hasana J. Hakenmüller) ist heute weg und hinterließ einige Monumente wie die Villa Haux. Groz-Beckert ist jedoch einer der weltweit größten Hersteller von Industrienadeln. Andere bekannte lokale Unternehmen sind Mey (Strickwaren), Mettler Toledo (Wägesysteme) und ein großer Teil der Sicherheitssysteme von Assa Abloy (Eff-Eff Brand). Ebingen beherbergt auch die technischen und Informatikfakultäten der Universität Albstadt-Sigmaringen mit rund 3.000 Studierenden (2014).

Einwohnerzahl

1975: 50,772

1987: 46.369

1995: 49,463

2005: 46.505

2015: 44,431

Oberbürgermeister von Albstadt

1975–1991: Hans Pfarr (CDU)

1991–1999: Hans-Martin Haller (SPD)

1999–2015: Jürgen Gneveckow (CDU)

seit 2015: Klaus Konzelmann (Freie Wähler Baden-Württemberg)

Söhne und Töchter der Stadt

Gregor Dorfmeister (auch bekannt als Manfred Gregor; geboren 1929), Journalist und Schriftsteller

Jürgen Gneveckow (* 1952 in Tailfingen), 1999-2015 Bürgermeister von Albstadt

Walther Groz (1903–2000), geboren in Ebingen, Produzent, Bürgermeister von Ebingen

Monika Herzig (* 1964), Jazzmusikerin und Musikwissenschaftlerin

Kurt Georg Kiesinger (1904–1988), Rechtsanwalt und Politiker (CDU), Ministerpräsident von Baden-Württemberg (1958–1966) und Kanzler (1966–1969)

Klaus Konzelmann (* 1963 in Truchtelfingen), Polizeibeamter und heutiger Bürgermeister von Albstadt

Persönlichkeiten, die am Boden gearbeitet haben

Ignaz Anton Demeter (1773–1842), 1802–1808 erster Gemeinderat in Lautlingen, 1836–1842, Erzbischof von Freiburg.

Otto Hahn (1879–1968), Chemiker, Nuklearwissenschaftler, Nobelpreisträger. Nachdem das Kaiser-Wilhelm-Institut im Frühjahr 1944 in Berlin bombardiert worden war, forschte er von Juni 1944 bis April 1945 in Tailfingen.

Philipp Matthäus Hahn (1739–1790), Pastor, Designer und Erfinder, lebte von 1764–1770 in Onstmettingen

Claus von Stauffenberg (1907–1944), Offizier, Mörder auf Adolf Hitler; verbrachte Teile seiner Jugend in Lautlingen

Berthold Schenk Graf von Stauffenberg (1905–1944), Jurist, Teilnehmer am Attentat auf Adolf Hitler; verbrachte Teile seiner Jugend in Lautlingen

Martin Schaudt (* 1958), Dressurreiter

Quelle: Wikipedia
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