Alsfeld

Vogelsbergkreis, Regierungsbezirk Gießen, Hessen, Deutschland

Land:
Staat:
Gemeinde:
Alsfeld
Bevölkerung:
16 117

Über Alsfeld

Alsfeld (deutsche Aussprache: (listen)) ist eine Stadt in der Mitte von Hessen in Deutschland. Großstädte in der Nähe sind Bad Hersfeld etwa 33 Kilometer östlich, Fulda 36 Kilometer südöstlich, Gießen 47 Kilometer westlich und Marburg an der Lahn etwa 36 Kilometer. nach Nordwesten. Alsfeld liegt im oberen Teil der Schwalm im nördlichen Vogelsberg und südlich des Knüllgebirges am westlichen Rand des Alsfelder Beckens. 1961 war die Stadt Gastgeber des ersten Hessentag-Staatsfestivals, 1985 das 25..

Erdkunde

Nachbargemeinden

Alsfeld grenzt an folgende Städte, die hier im Uhrzeigersinn beginnen und im Norden beginnen: Willingshausen, Schrecksbach, Ottrau (alle Schwalm-Eder-Bezirk), Breitenbach (Landkreis Hersfeld-Rotenburg) und Grebenau, Schwalmtal, Romrod, Kirtorf und Antrifttal (alle Vogelsbergkreis).

Stadtbezirke

Neben Alsfeld (eigentliches Gebiet) umfasst die Stadt die folgenden Stadtbezirke: Altenburg, Angenrod, Berfa, Billertshausen, Eifa, Elbenrod, Eudorf, Fischbach, Hattendorf, Heidelbach, Leusel, Liederbach, Lingelbach, Münch-Leusel, Reibertenrod und Schwabenrod.

Geschichte

Alsfeld wurde Alsfeld erstmals im Jahr 1069 urkundlich erwähnt. Ausgrabungen in der Walpurgiskirche haben gezeigt, dass hier bereits im 9. und 10. Jahrhundert eine römische Kirche existierte. Es wird daher geschätzt, dass die Stadt in karolingischer Zeit gegründet wurde. Die Grafen von Thüringen errichteten zwischen 1180 und 1190 eine Burg entlang der historischen Handelsstraße des Kurze Hessen. Dieser Standort begünstigte die Entwicklung von Alsfeld und wurde bereits 1222 als Stadt dokumentiert.

Seit 1247 war Alsfeld ein Teil von Hessen und 1254 schloss sich die Stadt dem Rheinischen Städtebund an. Hermann II. Baute sich hier 1395 ein Schloss und machte die Stadt zeitweise zu seinem Amtssitz. Die Stadt erfreute sich aufgrund ihrer günstigen geografischen Lage und der Politik des Landgrafen von Hessen steigendem Wohlstand. Handwerk und Kunsthandwerk blühten und Alsfeld entwickelte sich zu einer wohlhabenden, fleißigen Gemeinde auf der „Straße durch das kurze Hessen“. Beweis dafür sind Kirche, Kloster, Türme, Rathaus und Wasserversorgung. Alsfeld war zeitweise die Residenz des Landgrafen Hermann II. Von Hessen, der hier um 1395 eine Burg errichtete. Von großer Bedeutung waren die Zünfte, die durch den sogenannten "Korebrief" (Verfassung) Einfluss auf die Kommunalverwaltung erlangten. . Ab 1567 gehörte Alsfeld zu Hessen-Marburg und ab 1604 zu Hessen-Darmstadt.

Im 16. Jahrhundert brachte die Kreativität des Bürgers ein „goldenes Zeitalter“ in Architektur und Design mit sich. Das Rathaus wurde errichtet (1512 - 1516), das Weinhaus (1538) und das Hochzeitshaus (1564 - 1571). Alle einzigartigen Gebäude. Die vielen heute noch bestehenden Fachwerkhäuser machen den Marktplatz so einzigartig. Zusammen mit den mittelalterlichen Straßen und ihrem typischen Charakter gilt die Stadt als Kronjuwel der oberhessischen Städte. Damals betrug die Einwohnerzahl von Alsfeld 2500 - 3000.

Ein wichtiges Gebäude in der Sackgasse der Altstadt ist das Minnigerode Haus. Das 1687 erbaute Gebäude besitzt eine imposante Fassade mit zwei historischen bemalten Medaillons, die den Ursprung des Hauses belegen, und Wasserspeiern, darunter ein Löwenkopf. Im Inneren befindet sich eine imposante Wendeltreppe, die aus dem Stamm eines einzelnen Baums erstellt wurde. Im späten 18. und 19. Jahrhundert wurde das Haus von der jüdischen Familie Wallach bewohnt, von der bekannt ist, dass sie die Brauerei Wallach und einen Holzhof gegründet hat. Ursprünglich im Jahr 1975 restauriert, befindet sich das Haus heute wieder in Restauration und wird nach 2020 als Stadtmuseum eröffnet. Im 19. Jahrhundert hatte die Stadt eine lebendige jüdische Gemeinde, in deren Zentrum sich eine große Synagoge befand, die 1938 von den Nationalsozialisten an der Kristallnacht zerstört wurde. Die Thora-Rolle, die hölzerne Arche, in der sie aufbewahrt wurde, und eine einzigartige Holzuhr Aufnahmezeiten jüdischer Gebetsgottesdienste wurden zum Zeitpunkt des Brandes gerettet und im Minnigerode Haus angezeigt. Ein gepflegter jüdischer Friedhof neben einem christlichen Friedhof liegt am Stadtrand.

Während die geographische Lage von Alsfeld zu seinem Vorteil gewesen war, führte dies auch zu seinem Ableben. Die Stadt konzentrierte sich auf wichtige Handelsstraßen. Im darauffolgenden 30-jährigen Krieg (1618–1648) kam es zu Plünderungen (1622), Hungern (1626), Pest (1635), Besetzung (1640 und 1643-1646) und der Zerstörung von 226 Bewohnern Gebäude und 80 Hütten (1646). Um 1648 lebten in der Stadt nur noch 1120 Menschen (hauptsächlich Frauen und Kinder). Der wirtschaftliche und soziale Niedergang der Stadt führte zu einer Bevölkerung kämpfender Kleinbauern, die in Handwerk und Gewerbe sowie in der Landwirtschaft tätig sind. Viele der schönen Gebäude verfielen.

Quelle: Wikipedia
Weiterlesen: en.wikipedia.org/wiki/Alsfeld

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