Altenburg

Altenburger Land, Thüringen, Deutschland

Land:
Staat:
Gemeinde:
Altenburg
Bevölkerung:
33 343

Über Altenburg

Altenburg (listen (help · info)) ist eine Stadt in Thüringen (Deutschland), 40 Kilometer südlich von Leipzig, 90 Kilometer westlich von Dresden und 100 Kilometer östlich von Erfurt. Sie ist die Hauptstadt des Altenburger Landkreises und Teil einer polyzentrischen altindustriellen Textil- und Metallproduktionsregion zwischen Gera, Zwickau und Chemnitz mit mehr als 1 Million Einwohnern, während die Stadt selbst 33.000 Einwohner zählt. Heute gehört die Stadt und ihr Landkreis zur Metropolregion Mitteldeutschland.

Altenburg wurde 976 erstmals urkundlich erwähnt und wurde später eine der ersten deutschen Städte im ehemaligen slawischen Gebiet östlich der Saale (als Teil der mittelalterlichen Ostsiedlung). Kaiser Friedrich Barbarossa besuchte Altenburg zwischen 1165 und 1188 mehrmals, weshalb die Stadt heute Barbarossa-Stadt genannt wird. Altenburg war seit dem 17. Jahrhundert der Wohnsitz verschiedener Herzogtümer der Ernestiner, von denen die Sachsen-Altenburg bis zum Ende der Monarchie in Deutschland im Jahre 1918 fortbestanden. Die Industrialisierung erreichte Altenburg und die Region schon früh in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts und florierte bis Die Weltwirtschaftskrise um 1930. Während Altenburg in Ostdeutschland im Jahr 1990 wirtschaftliche Unwohlsein einsetzte, setzte sich die Wiedervereinigung 1990 fort, was sich in einem Bevölkerungsrückgang, hohen Arbeitslosenzahlen und Leerstandsraten von Häusern äußerte.

Die wichtigsten Sehenswürdigkeiten von Altenburg sind das Schloss, das Lindenau-Museum, das historische Stadtzentrum (die meisten Gebäude stammen aus der Zeit der Moderne) und die Gründerzeitarchitektur rund um das Zentrum. Das beliebte deutsche Kartenspiel Skat wurde in den 1810er Jahren in Altenburg entwickelt und der Gründer der berühmten Brockhaus Enzyklopädie, Friedrich Arnold Brockhaus, lebte und arbeitete zwischen 1810 und 1817 in Altenburg.

Altenburg liegt in der flachen und fruchtbaren Landschaft des Osterlandes an der Pleiße im Osten Thüringens neben dem benachbarten Bundesland Sachsen.

Geschichte

Mittelalter

Die Stadt (civitas Altenburg) wurde 976 zum ersten Mal in einer Urkunde an den Bischof von Zeitz erwähnt. Reste einer slawischen Burg auf dem Schloßberg zeigen, dass es sich bei der Stadt wahrscheinlich um eine slawische Stiftung, um die Hauptstadt des Auenlandes, handelte Plisni, während der Eroberung Meissens durch Henry I. übernommen. Wie die Ortsnamen zeigen, wurde die Umgebung (Osterland) hauptsächlich von Slawen besiedelt.

Die Lage der Stadt an der Kaiserstraße 'Via Imperii' zwischen Halle und Cheb in Böhmen gab Altenburg wirtschaftliche Bedeutung für den Salzhandel.

Die erste Burg, die sich unter der heutigen Kirche St. Bartholomäi befand, wurde nach der Schlacht von Hohenmölsen zwischen Heinrich IV. Und Rudolph von Schwaben zerstört. Es wurde auf dem Schloßberg außerhalb der Stadt wieder aufgebaut. Der Mantelturm aus dem 11. Jahrhundert ist noch erhalten. Die Burg wurde später Kaiserpfalz und spielte eine wichtige Rolle bei der deutschen Übernahme und Besiedlung des Gebiets zwischen Harz und Elbe.

Mitte des 12. Jahrhunderts gönnten sich die Hohenstaufener Kaiser Altenburg als eines ihrer Kaiserpfalzes, wodurch die Stadt zu einem Markt und einer Münzstätte wurde. Zusammen mit den königlichen Wäldern Leina, Pahna, Kammerforst und Luckauer Forst wurden die von Frederick Barbarossa erworbenen Ländereien der Familie Groitzsch, Altenburg, Colditz, Zwickau und Chemnitz in Terra Plisnensis umgewandelt. Altenburg und Chemnitz als Kaiserstädte sollten die Bedeutung des Markgrafen von Meißen in Leipzig verringern. Unter Friedrich Barbarossa fanden vor allem im Marktgebiet viele Gebäude statt, und die Stadt wuchs rasch. Ein Priorat von Kanonikern wurde gegründet und die Pfarrkirche wurde 1172 fertiggestellt. Die Zwillingstürme des Augustinerklosters aus dem 12. Jahrhundert (Rote Spitzen) sind noch erhalten. Eine Stadtmauer mit 5 Toren wurde Ende des 12. Jahrhunderts errichtet. Altenburg erhielt um 1200 seine Urkunde, die Wettins bestätigten es 1256 erneut. Die Gesetzesstruktur wurde vom Goslarer Stadtrecht übernommen.

Während des Interregnums wurde die Terra Plisnensis beschlagnahmt, aber von Rudolph I. von Deutschland zurückgekauft, der die Krone Thüringens begehrte. Zusammen mit Zwickau und Chemnitz gehörte Altenburg zur Anti-Meissen-Pleiße-Stadtvereinigung von 1290. Nach der Schlacht bei Lucka 1307 gegen Friedrich den Mutigen von Meißen und sein Bruder Diezmann, verloren König Albert I. und das Pleiße-Land daran die Wettiner Markgrafen von Meißen, die die Stadt bis 1918 hielten.

Im Jahr 1455 sah Altenburg die Teilung der Meißener Länder zwischen Kurfürst Friedrich II. Und Herzog Wilhelm, die nach einem gescheiterten Versöhnungsversuch (Hallescher Machtspruch) zu einem Krieg (1446–1451) zwischen den beiden führte Brüder (Bruderkrieg).

Quelle: Wikipedia
Weiterlesen: en.wikipedia.org/wiki/Altenburg

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