Ammerbuch

Landkreis Tübingen, Tübingen Region, Baden-Württemberg, Deutschland

Land:
Gemeinde:
Ammerbuch
Bevölkerung:
11 146

Über Ammerbuch

Ammerbuch ist eine Gemeinde im Landkreis Tübingen in Baden-Württemberg. Es liegt 7 km nordwestlich von Tübingen.

Geografische Position

Die Gemeinde Ammerbuch liegt 345–551 Meter über dem Meeresspiegel, teilweise am Rande des Naturparks Schönbuch und teilweise im Tal von Ammer im nördlichen Gäu.

Geologie

Ammerbuch liegt im Gäu, das von Keuper-, Gips- und Sandsteinschichten dominiert wird.

Seit 1750 wurde in Reusten Kalkstein gefördert, der letzte Steinbruch wurde 1970 geschlossen. In Breitenholz, Entringen, Poltringen und Altingen wurde Gips abgebaut, jetzt ist nur noch der Gipssteinbruch in Altingen in Betrieb. Im nördlichen Schönbuch, aber auch in Breitenholz wurde Sandstein seit 1383 gebrochen.

Nachbargemeinden

Die folgenden Städte und Gemeinden, die an die Gemeinde Ammerbuch grenzen, befinden sich im Uhrzeigersinn und beginnen im Norden und im Bezirk Tübingen¹ oder Böblingen²: Herrenberg², Altdorf², Tübingen¹, Rottenburg am Neckar¹ und Gäufelden².

Gemeindeverordnung

Die Gemeinde Ammerbuch besteht aus den sechs Stadtteilen (Teilorte):

Altingen (8,58 km²; 2549 Einwohner im März 2015,

Breitenholz (10,82 km²; 768)

Entringen (13,94 km²; 3700)

Pfäffingen (3, 70 km²; 1811)

Poltringen (4,84 km²; 1742)

Reusten (6,11 km²; 973).

Mit Ausnahme der Bezirke Entringen und Pfäffingen handelt es sich bei den Bezirken um Ortschaften im Sinne des Stadtgesetzes Baden-Württemberg, die jeweils einen Gemeinderat und einen Bürgermeister als Vorsitzenden haben. Die Burg Hohenentringen gehört zum Bezirk Entringen.

Klima

Ammerbuch ist durch ein angenehm mildes Klima geprägt, in einigen Orten bauen Teilzeit-Winzer Trauben an. Ammerbuch liegt in der Nähe der Erdbebenzone des Hohenzollerngrabens.

Geschichte

Die ältesten Zeugnisse einer Siedlung im Ammertal stammen aus der Jungsteinzeit. Auf dem Kirchberg in Reusten wurden Werkzeuge, Hütten und Gräber gefunden, deren Alter auf etwa 6000 Jahre geschätzt wird.

In Pfäffingen, Entringen und Poltringen gibt es Stiftungen römischer Güter. Eine römische Straße, die später als King Street oder Ammer Valley Road bezeichnet wurde, führte von Sumelocenna (heute Rottenburg am Neckar) über Unterjesingen, Poltringen, Reusten und Altingen nach Herrenberg und weiter nach Portus (heute Pforzheim). Von 84 bis 260 nach Christus wurde das Ammer-Tal von den Römern beherrscht, bevor sie von den Alemanni verdrängt wurden.

Im 3. Jahrhundert siedelten sich aus dem Norden Deutschlands stammende Alemanni im Ammertal und an den Schönbuchhängen an. Vermutlich im 5. oder 6. Jahrhundert entstanden die sechs Dörfer, die jetzt Ammerbuch bilden. Die Pfalzgrafschaft Tübingen verkaufte ihren Besitz 1293 an das Kloster Bebenhausen. Ihr Sitz war das Schloss Roseck oberhalb von Unterjesingen am Rande des Schönbuchs.

Nach der Auflösung des Klosters Bebenhausen 1534/35 kamen die Dörfer größtenteils in das Herzogtum Württemberg und wurden evangelisch. 1699 kam Pfäffingen nach Württemberg, die Hälfte von Altingen, zwei Drittel von Poltringen und ein Teil von Reusten in österreichischem Besitz und teilweise katholisch im Rahmen von Further Austria.

1806 belohnte Napoleon I. Württemberg für seine Treue. Die weiteren österreichischen Teile um Rottenburg fielen nach Württemberg. Die Dörfer wurden seit 1808 vom Oberamt Herrenberg verwaltet. Bei der Neuordnung durch die Nationalsozialisten 1938 fielen sie in den Bezirk Tübingen.

Ammerbuch wurde am 1. Dezember 1971 im Rahmen der Kommunalreform durch die Fusion der Gemeinden Altingen, Breitenholz, Entringen, Pfäffingen, Poltringen und Reusten gegründet.

Name

Der Name Ammerbuch ist historisch nicht gewachsen. Es ist ein Kunstwort, das sich auf die landschaftliche Lage zwischen Ammertal und Schönbuch bezieht.

Rat

Kommunalwahlen 2014:

Wahlbeteiligung: 57,3%

Bei den Kommunalwahlen vom 25. Mai 2014 ergab sich folgende Sitzverteilung:

GAL: 6 Sitze

CDU: 6 Sitze

FWV: 4 Sitze

BWV: 3 Sitze

SPD: 2 Sitze

Seit 2011 gibt es in Ammerbuch auch einen Jugendrat.

Bürgermeister

Bei der Bürgermeisterwahl am 16. Februar 2014 setzte sich die ehemalige Stadträtin Christel Halm (CDU) im zweiten Wahlgang mit 50,9% gegen vier Konkurrenten durch. In der ersten Runde am 2. Februar 2014 hatte sie mit 39,7% weit vor Andreas Steinacker (GAL) mit 29,4% geführt. Sie hat das Amt am 1. April 2014 übernommen und ist die erste Frau in diesem Büro.

Am 22. Juli 2013 teilte der Vorgänger Friedrich von Ow-Wachendorf dem Rat mit, dass er am 31. März 2014 aus persönlichen Gründen sein Amt niederlegen werde.

1971-2001: Hugo Dieter

2001-31. März 2014: Friedrich von Ow-Wachendorf (CDU)

seit 1. April 2014: Christel Halm (CDU)

Ehemaliger Wappen

Das Gemeindewappen zeigt in Gold (gelb) eine verwurzelte grüne Buche, die mit einem abgesenkten blauen Wellenstrahl bedeckt ist.

Quelle: Wikipedia
Weiterlesen: en.wikipedia.org/wiki/Ammerbuch

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