Antrifttal

Vogelsbergkreis, Regierungsbezirk Gießen, Hessen, Deutschland

Land:
Staat:
Gemeinde:
Antrifttal
Bevölkerung:
1 998

Über Antrifttal

Antrifttal ist eine Gemeinde im hessischen Vogelsbergkreis.

Erdkunde

Ort

Antrifttal liegt, wie der Name schon sagt, im Tal (Tal) eines Baches namens Antrift, einem Nebenfluss der Schwalm, zwischen dem Vogelsberg im Süden und dem Knüllgebirge im Nordosten (Mittelgebirge).

Das Gemeindegebiet von 26,59 km² ist zu 54% landwirtschaftlich (14,3 km²).

Nachbargemeinden

Das Antrifttal grenzt im Norden an die Gemeinde Willingshausen (Schwalm-Eder-Kreis), im Osten und Süden an die Stadt Alsfeld, im Westen an die Stadt Kirtorf und im Nordwesten an die Stadt Neustadt (Marburg- Biedenkopf).

Konstituierende Gemeinschaften

Hauptort: Ruhlkirchen

Konstituierende Gemeinschaften:

Bernsburg

Ohmes

Ruhlkirchen

Seibelsdorf

Vockenrod

Vermutlich beruht Ohmes auf einer Siedlung, die bereits zu römischen Zeiten existierte. Sie ist damit einer der ältesten Orte im Vogelsbergkreis und der älteste im Katzenberg, einem mittelalterlichen Gerichtsbezirk in dieser Gegend. Ohmes wurde 1240 erstmals unter dem Namen Omeza urkundlich erwähnt. Es hat seinen Namen von einem Gewässer namens Omena, das direkt unterhalb des Dorfes aufstieg.

Im Jahr 1240 ging ein Drittel des Dorfes in Besitz des Klosters Hersfeld über. Es gab eine Adelsfamilie, die Herren von Ohmes, die jedoch im 13. Jahrhundert ausstarben. Die anderen zwei Drittel des Dorfes gehörten zum Gerichtsbezirk Katzenberg unter den Grafen von Ziegenhain mit Sitz in Ruhlkirchen. Die einzige Konstante in Ohmes Geschichte während des Mittelalters war Veränderung, und im Dorf gab es eine ganze Reihe von Herrschern, von verschiedenen Herren, die den Katzenberg hielten, über die Ritter des Deutschen Ordens bis zu Hans von Dornberg, dem Landgrafen von Hessen und vor allem dem Erzbistum von Mainz.

Der deutsche Bauernkrieg und der Dreißigjährige Krieg forderten vom Dorf mit Raub, Plünderung, Vergewaltigung, Misshandlung und weitreichender Zerstörung seinen Tribut. Während das Dorf 1580 40 Haushalte hatte, waren es 1630 nur noch 33.

Anfang des 19. Jahrhunderts ging das Dorf vom Erzbistum Mainz in das Bistum Fulda über und blieb bis 1889 dabei. Am 1. Januar 1971 wurde die bis dahin selbständige Gemeinde Ohmes mit Antrifttal zusammengelegt

Um die Wende des 20. Jahrhunderts ließ Reverend Williges Kraiger eine Kirche mit einer Sakristei von J. Bensheimer aus Dieburg bauen. Es wurde geweiht "Zur Heiligen Familie von Nazareth", mit Williges als zweitem Patron. Es kostete 35.277 Mark.

Vockenrod wurde vermutlich im 12. Jahrhundert zusammen mit dem Erbe des Erbleihehofs Hermannshain gegründet und 1263 erstmals urkundlich erwähnt. 1283 gehörte es zum Gerichtsbezirk Katzenberg unter den Grafen von Ziegenhain. Im späten 14. Jahrhundert wurden Vockenrod und Hermannshain in einem Streit zwischen der hessischen Grafschaft und dem Mainzer Erzbistum zerstört. Es dauerte hundert Jahre, bis sich wieder jemand dort niederließ.

Vockenrod hatte die gleiche Prozession der mittelalterlichen Herrscher wie Ohmes (siehe oben). Dieselben Kriege führten auch zu schweren Zerstörungen auf Vockenrod, wodurch das Dorf 1530 von 20 Haushalten auf 1630 nur noch 12 schrumpfte. Auch Vockenrod ging Anfang des 19. Jahrhunderts an das Bistum von Fulda über, das bis 1889 bei ihm blieb und mit Antrifttal zusammengelegt wurde am selben Tag wie Ohmes.

Die heutige Kirche wurde erst 1908 unter der Leitung des Mainzer Architekten Greifzu (und mit erheblichen Bürgerbeiträgen) erbaut. Es wurde "Allerheiligsten Jungfrau Maria" geweiht, mit Saint Boniface als sekundärer Mäzen. Es kostete 40.568 Mark. Im Inneren sind Elemente des Jugendstils sowie ein bemerkenswerter Altar zu sehen, auf dem unter anderem Szenen aus dem Leben des Heiligen Boniface zu sehen sind.

Geschichte

Die Gemeinde entstand erst am 1. Januar 1972 durch die Zusammenlegung von vier Gemeinden in Katzenberg und Bernsburg.

Quelle: Wikipedia
Weiterlesen: en.wikipedia.org/wiki/Antrifttal

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