Attendorn

Kreis Olpe, Regierungsbezirk Arnsberg, Nordrhein-Westfalen, Deutschland

Land:
Kreis:
Gemeinde:
Attendorn
Bevölkerung:
24 399

Über Attendorn

Attendorn ((Hilfe · Info)) ist eine deutsche Stadt im Bezirk Olpe in Nordrhein-Westfalen.

Ab 2008 hatte es eine Bevölkerung von 24.801.

Geschichte

Die Lage der Stadt wurde durch das gute Klima im Attendorn-Elsper-Kalkdoppelmulde (Attendorn-Elsper-Kalkdoppelmulde), den fruchtbaren Boden und das günstige Transportpotenzial begünstigt und zog bereits in vorgeschichtlicher Zeit Menschen an. Schwerere Siedlungen lassen sich jedoch erst im Mittelalter nachweisen.

Die Stadt liegt an der Kreuzung zweier früherer Fernstraßen, der Heidenstraße und der sogenannten Königsstraße. Zur Zeit Karls des Großen entstand hier eine Gemeinde. Unter der St.-Johannes-Kirche befinden sich die Fundamente einer alten Missionskirche. 1072 stiftete der Erzbischof Anno von Köln das Stift Grafschaft und gewährte ihm unter anderem Rechte an einem Gut in Attendorn. In der Tat gilt das Stiftungsdokument des Klosters als die erste urkundliche Erwähnung der Stadt.

Im Jahr 1222 erhielt das Stadtrecht nach dem Modell von Soest die Stadt unter Engelbert II. Von Berg. Das um 1200 erbaute Schloss Schnellenberg und der Erwerb der Waldenburg im Jahr 1248 dienten der Wahrung der Kölner Interessen in der Region.

Attendorns Blütezeit wurde nicht nur durch seine neun Gilden, sondern vor allem auch durch Woll- und Leinenweber hervorgerufen. Der politische und kirchliche Status der Stadt als Bollwerk gegen die Grafschaft Mark und als Sitz eines Dekanats im alten Erzbistum Köln brachte ihr Wohlstand und Wohlstand. Als einzige Stadt des Sauerlandes trat Attendorn 1255 der Rheinischen Stadtsiedlung bei. Attendorn war nur ein indirektes Mitglied der Hanse und wurde daher auf den großen Versammlungen der Hanse durch die Stadt Soest vertreten.

Um 1200 war Attendorn bereits Sitz einer der Stätten des Erzbistums. Mittelalterliche Münzen aus Attendorn wurden bis nach Brüssel, Lubnice (Polen) und die Insel Gotland gefunden.

Vom frühen 14. Jahrhundert bis heute gab es ein Krankenhaus mit einer Kirche und einem Friedhof außerhalb der Stadtmauern. Im Jahr 1420 stiftete Heinrich Weke das Kloster Ewig. 1429 fügte er auch ein Krankenhaus für die Armen hinzu. Der Stadt ging es zeitweise so gut, dass sie sogar dem Kölner Erzbischof selbst Kredit schenken konnte. Darüber hinaus unterstützte ihn die Stadt auch während seines Streits mit der Stadt Soest. In den Jahren 1444 und 1445 half die Stadt dem Erzbischof, die Burg und das Land Bilstein in der sogenannten Soest-Fehde zu erobern.

Viermal, 1464, 1597, 1598 und 1613, belagerte die Pest die Stadt. Große Brände verwüsteten die Stadt 1613, 1623, 1656, 1710, 1732, 1742 und 1783. Die 1656 zerstörte die Hälfte der Stadt. Attendorn litt auch unter Krieg, Plünderungen und Besetzungen. Beispiele sind der Nachfolgekrieg Limburg-Hohenlimburg 1280, die Soest-Fehde von 1444 bis 1449, der Truchsess-Krieg 1583 und 1584 und der Dreißigjährige Krieg von 1618 bis 1648. Nur in Napoleons Zeiten erreichte Attendorn seine tiefste wirtschaftliche Verzweiflung erholte sich von dem Abschwung in der Mitte des 19. Jahrhunderts.

Der Aufstieg der Nazis und der Zweite Weltkrieg beeinflussten Attendorn genauso wie der Rest Deutschlands. Ein Attendorn-Lehrer und -Historiker, der von der Regierung unterstützt wurde, dokumentierte die Verfolgung von Attendorn-jüdischen Familien unter Naziherrschaft. Dazu gehörten, wie an vielen Orten, die Zerstörung von Eigentum, der Boykott jüdischer Geschäfte, die Aneignung von Fabriken und der Transport von Juden in Konzentrationslager. Attendorn verlor während des Krieges viele Bürger und wurde am 28. März 1945 sowie am 15. Juni desselben Jahres durch Bombenangriffe infolge einer Munitionsexplosion schwer zerstört.

Erdkunde

Die Stadt Attendorn liegt im Naturpark Ebbegebirge, direkt am Biggesee im Nordwesten des Landkreises. Der höchste Punkt der Stadt ist der Rüenhardt (636 m), während der Ahauser Stausee nur 248 m hoch ist. Das Gemeindegebiet umfasst 97 km², wovon etwa die Hälfte bewaldet ist. Es ist ein Teil von Südwestfalen.

Konstituierende Gemeinschaften

Quelle: Wikipedia
Weiterlesen: en.wikipedia.org/wiki/Attendorn

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