Aue

Erzgebirgskreis, Sachsen, Deutschland

Land:
Staat:
Gemeinde:
Aue
Bevölkerung:
16 879

Über Aue

Aue (deutsche Aussprache: (listen)) ist eine Kleinstadt in Deutschland am Auslauf des Schwarzwassers in die Mulde im Erzgebirge und hat etwa 18.000 Einwohner. Aue war Verwaltungssitz des ehemaligen Landkreises Aue-Schwarzenberg in Sachsen und gehört seit August 2008 zum Erzgebirgskreis. Er gehört zum Städtebund Silberberg.

Die Bergbaustadt ist bekannt für Kupfer, Titan und Kaolinit. Die Stadt war zu DDR-Zeiten ein Maschinenbau- und Besteckherstellungszentrum und entwickelt nun den Tourismus, da die Silberstraße (Silberstraße) durch die Stadt verläuft. Die Stadt ist auch für den Fußballverein FC Erzgebirge Aue bekannt, der es 2003, 2010 und 2016 in die zweite Bundesliga geschafft hat.

Aue war bis 1991 ein Zentrum der Sowjetisch-Deutschen Aktiengesellschaft Wismut (SDAG Wismut).

Erdkunde

Nachbargemeinden

Angrenzende Gemeinden sind Bad Schlema, Bernsbach, Bockau, Zschorlau, die Städte Lauter, Lößnitz und Schneeberg im Landkreis Aue-Schwarzenberg sowie die Stadt Hartenstein im Zwickauer Land.

Klima

Aues durchschnittliche Lufttemperatur beträgt 8,0 ° C und der jährliche Niederschlag 790 mm.

Geschichte

Die erste Erwähnung der Stadt erfolgte 1219, als sie in einem Dokument als Bertoldus prepositus de Owa benannt wurde. Owa, später auch Awe oder Aw, bezog sich auf die Wiese (obwohl Aue auf Deutsch eigentlich „Auengebiet“ bedeutet) an den Gabeln der Schwarzwasser- und Zwickauer-Mulde, wo die ersten Siedler neben dem kleinen Kloster Zelle, das 1173 gegründet wurde, ihre Häuser hatten Im Jahr 1479 begann der Zinn- und Silberbergbau, was zu einem Aufschwung der Stadt führte. Im Jahr 1526 wurde die Auerhammer (Eisenwerk), später Eisenwerk genannt und jetzt eine konstituierende Gemeinde von Aue, erstmals urkundlich erwähnt.

Die erste St.-Nikolaus-Kirche, über die keine Details weitergegeben wurden, befand sich am ehemaligen Kirchplatz (dem heutigen Neumarkt) und muss zwischen 1625 und 1628 durch ein neues Gebäude ersetzt worden sein. Am 4. August 1633 Dieses Gebäude wurde zusammen mit einem großen Teil der Stadt bei einem Überfall von kaiserlichen Truppen zerstört. Bis 1636 war die Kirche vorübergehend wieder aufgebaut worden.

1627 erhielt Aue am heiligen Bartholomäusstag (27. August) vom Kurfürsten Johann Georg I von Sachsen die Marktrechte und am 25. November 1632 einen zweiten, den Katharinenmarkt. 1635 gründete Veit Hans Schnorr in Niederpfannenstiel die erste blaue Färberei in Sachsen, die jetzt auch zu Aue gehört. Ab 1711 wurde Kaolin auch zur Herstellung von Porzellan nach Meißen geliefert. Seit Mitte des 18. Jahrhunderts wird Aue als Stadt bezeichnet. 1897 wurde Zelle mit Aue zusammengelegt, 1929 folgte Alberoda. Bereits 1901 hatte das königliche Amt seine Funktion in der Stadt aufgenommen.

Eines der ältesten Kunstwerke Sachsens ist das Gemälde von der Ostwand des Klosters, das Kaiser Friedrich I. Barbarossa, Maria und einen Bischof zeigt. In den 1930er Jahren wurde es aus Gründen der Restaurierung entfernt und befindet sich heute in der St.-Annen-Kapelle in der Nähe des Freiberger Doms. Eine Kopie von H. Beck befindet sich in der Friedenskirche Aue-Zelle.

Während des Zweiten Weltkriegs befand sich hier ein Außenlager des Konzentrationslagers Flossenbürg.

Wie Schwarzenberg blieb die Stadt nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges 1945 für einige Zeit unbesetzt.

Bis 1994 war die Stadt Verwaltungssitz des Bezirks Aue. Mit der Bezirksreform in Sachsen in diesem Jahr wurde Aue Verwaltungssitz des neu gebildeten Landkreises Aue-Schwarzenberg.

Seit 1996 gibt es einen Silberberger Städtebund, zu dem neben Aue auch Schneeberg, Schwarzenberg, Bad Schlema, Lauter und Lößnitz gehören. Im November 2006 hatten die Bürgermeister von Aue, Lößnitz, Schneeberg und Bad Schlema die Absicht geäußert, ihre jeweiligen Gemeinden zu einer vereinigten Stadt Silberberg zusammenzulegen.

Bevölkerungsentwicklung

Entwicklung der Bevölkerungszahlen (von 1960 bis 31. Dezember):

1. bis 29. Oktober

2 31. August

Politik

Bürgermeister

Die folgende Tabelle zeigt die Bürgermeister und die Amtszeiten.

Stadtrat

CDU / FDP: 7 Mitglieder

FBA / SPD: 5 Mitglieder

PDS: 5 Mitglieder

FWA: 3 Mitglieder

LdU: 2 Mitglieder

Wirtschaft und Infrastruktur

Die Stadt hat eine Station an der Kreuzung Zwickau – Schwarzenberg und wird von Regionalbahnzügen bedient, die von der Erzgebirgsbahn (einer Tochter der Deutschen Bahn) zwischen Zwickau und Johanngeorgenstadt betrieben werden.

Wappen

Das Wappen der Stadt zeigt zwei übereinanderliegende Holzbrücken in Gold auf Blau über einer gewellten, silbrigen Wasseroberfläche, wobei jede Brücke mit zwei kleinen Flaggen auf der Balustrade nach links fliegt.

Partnerstädte - Partnerstädte

Partnerschaften (Twinning) sind:

Solingen, seit 1990

Kadaň, Tschechische Republik, seit dem 30. November 2003

Guingamp, Frankreich, seit 2011

Berühmte Menschen

Ehrenbürger

Quelle: Wikipedia
Weiterlesen: en.wikipedia.org/wiki/Aue

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