Büdingen

Wetteraukreis, Regierungsbezirk Darmstadt, Hessen, Deutschland

Land:
Staat:
Kreis:
Gemeinde:
Büdingen
Bevölkerung:
21 014

Über Büdingen

Büdingen ist eine Stadt im Wetteraukreis in Hessen. Es ist vor allem für seine gut erhaltene, stark befestigte mittelalterliche Stadtmauer und Fachwerkhäuser bekannt.

Erdkunde

Ort

Büdingen liegt im Süden der Wetterau unterhalb der Vogelsberge in einer Höhe von ca. 160 Meter. Die Stadt liegt 15 km nordwestlich von Gelnhausen und etwa 40 km östlich von Frankfurt am Main. Historisch gehört die Stadt zu Oberhessen.

Geologie

Büdingen liegt in einem feuchten und sumpfigen Tal. Das Schloss und die Altstadt ruhen daher auf jahrhundertealten Eichenbrettern, die horizontal über senkrechten Buchenpfählen (Pfählen) angeordnet sind. Der Wasserstand muss hoch genug gehalten werden, damit keine Luft diese Fundamente erreichen kann.

Bezirke

Zur Gemeinde gehören seit 1972 folgende ehemals selbständige Dörfer: Aulendiebach, Büches, Büdingen (Kern oder Zentrum), Calbach, Diebach am Haag, Düdelsheim (größte Gemeinde), Dudenrod, Eckartshausen, Lorbach, Michelau, Orleshausen, Rinderbügen, Rohrbach, Vonhausen, Wolf und Wolferborn.

Im selben Jahr wurde der Landkreis Büdingen aufgelöst, und Büdingen und der Landkreis Friedberg bildeten den Wetteraukreis. Mit Friedberg wurde die neue Bezirkshauptstadt.

Geschichte

Um 700 wurde die Holzkirche des Heiligen Remigius von einem unbekannten Herrn erbaut. Im Jahr 847 wurde erstmals ein "Büdingen" in einem Dokument benannt, aber es ist nicht klar, welches Büdingen gemeint war, da es in Deutschland und Lothringen einige andere kleinere Städte mit demselben Namen gibt. Um 1050 wurde der St. Remigius-Kirche eine zusätzliche Etage hinzugefügt, und das Gebäude ist seitdem im Wesentlichen unverändert geblieben.

Im Jahr 1131 wurde das Haus Büdingen zum ersten Mal erwähnt. Sie wurden 1155 Burggrafen von Gelnhausen. Die Villa (lat. Stadt) Büdingen wurde 1206 offiziell erwähnt. Das Herrscherhaus von Büdingen starb vor 1247 mit Gerlach II aus.

Ihre Erben waren die Häuser von Hohenlohe-Brauneck, von Isenburg-Kempenich, von Trimberg, von Hohenlohe und von Isenburg. Am 26. Juli 1330 erteilte der Kaiser Ludwig IV. Den Status eines Marktes an Luther von Büdingen.

Mit seinem Erlass der Freiheit im Jahre 1353 gewährte Burggraf Heinrich II. Den Büdinger Bürgern Freiheit und etwas Unabhängigkeit. Im Gegenzug mussten die Menschen die Stadt verteidigen, so dass die Marksmen's Society gegründet wurde. Diese Gesellschaft existiert noch heute als einer der ältesten Gewehrverbände Deutschlands.

Seit 1442 sind die Herren von Büdingen als Grafen von Isenburg-Büdingen bekannt. Graf Ludwig II. Errichtete zwischen 1480 und 1510 nach einem Bürgerkrieg eine enorme neue Verteidigungsmauer mit 22 Türmen um die alte Festung. Diese Mauern sind fast vollständig erhalten und eine der wichtigsten mittelalterlichen Festungen Deutschlands.

1521 soll Martin Luther durchgegangen sein. Im selben Jahr wurde die Stadt evangelisch, später calvinistisch.

1576 tötete der Schwarze Tod, wie schon 1632, viele Einwohner.

Im Jahre 1590 zerstörte ein großes Feuer viele Gebäude.

Zwischen 1633 und 1634 wurden 114 Menschen Opfer der Hexenjagd, obwohl die ersten Anklagen 1567 stattfanden. Während des Dreißigjährigen Krieges 1634 wurde die Stadt von kaiserlichen Truppen besetzt, die die schwedischen Besatzer besiegten.

1578 belohnte Kaiser Rudolf II. Die Grafen / Grafen von Büdingen mit dem "Jubilate" -Markt (aus dem lateinischen Wort "Jubilate": "Lobpreis"); eine Gelegenheit zum Schlemmen. 1806 wurde die Grafschaft Ysenburg-Büdingen dem Fürstentum Isenburg-Birstein angegliedert. Nach dem Wiener Kongress wurde das Fürstentum Isenburg 1816 zwischen dem Großherzogtum Hessen-Darmstadt und dem Kurfürstentum Hessen aufgeteilt; Büdingen ging nach Hessen-Darmstadt. Graf Ernst Casimir III. Wurde 1840 durch Erlass des Großherzogs zum Erbprinzen befördert.

1601 gründete Graf Wolfgang Ernst die Lateinschule, die heute als Wolfgang-Ernst-Gymnasium bekannt ist. Im Jahre 1712 erließ Graf Ernst Casimir I. ein Toleranzedikt, das es religiösen Abweichlern erlaubte, sich in Büdingen niederzulassen. 1724 gab es am Unteren Tor (Jerusalemer Tor) einen Vorort, in dem Hugenotten, Waldenser, Sektierer und andere Separationisten lebten.

1822 wurden Verwaltung und Justiz im Großherzogtum Hessen-Darmstadt aufgeteilt. Büdingen wurde Sitz des Bezirksgerichts Büdingen, dem 1852 die Errichtung des Landkreises Büdingen folgte. Im Jahr 1839 wurde die Arbeiterschule (später Handelsschule genannt) gegründet. Das Mathildenhospital wurde zwischen 1867 und 1868 erbaut. 1879 wurde eine Kreditgenossenschaft (heute Volksbank) gegründet. 1936 wurde Büdingen Garnisonsstadt; US-Truppen waren seit 1945 dort stationiert. Die letzten amerikanischen Truppen (1. Geschwader, 1. Kavallerie-Regiment) verließen Büdingen am 15. August 2007 und beendeten ihre 71-jährige Geschichte als Militärgarnison.

Quelle: Wikipedia
Weiterlesen: en.wikipedia.org/wiki/B%C3%BCdingen

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