Bärenbach

Rhein-Hunsrück-Kreis, Rheinland-Pfalz, Deutschland

Land:
Gemeinde:
Bärenbach
Bevölkerung:
442

Über Bärenbach

Bärenbach ist eine Ortsgemeinde - eine Gemeinde, die zu einer Verbandsgemeinde gehört - einer Art Sammelgemeinde - im Rhein-Hunsrück-Kreis in Rheinland-Pfalz. Es gehört zur Verbandsgemeinde Kirchberg, deren Sitz sich in der gleichnamigen Stadt befindet.

Erdkunde

Ort

Die Gemeinde liegt im Hunsrück etwa 1 km östlich der Nahe.

Der geografische Mittelpunkt von Rheinland-Pfalz liegt innerhalb der Stadtgrenzen von Bärenbach. Ein Stein markiert den Fleck genau bei 49 ° 57'18,5 ″ N 7 ° 18′37,5 ″ E / 49,955139 ° N 7,310417 ° E / 49,955139; 7.310417 wo der Mittelpunkt liegt.

Geschichte

Mittelalter und frühe Neuzeit

Im Jahr 1103 wurde Bärenbach erstmals urkundlich erwähnt. Bärenbach gehörte zwischen 1234 und 1437 zum Oberrheinischen Kreis, der Markgrafschaft Baden, der "weiteren" Grafschaft Sponheim und dem Oberamt von Kirchberg. In dieser Zeit teilten die Grafen von Sponheim ihre Anteile in einem weiteren Bezirk und einem „Hinder“. Zum Oberamt von Kirchberg im Oberland gehörten Altlay, Bärenbach, Belg, Büchenbeuren, Hahn, Niedersöhren, Niederweiler, Rödelhausen, Sohren, Wahlenau und Würrich.

1437 erlosch das Komitatshaus Sponheim in männlicher Linie, und danach gehörte Bärenbach zur Markgrafschaft Baden, Kurpfalz (Kreuznach). In den folgenden 355 Jahren von 1437 bis 1792 änderten sich die Titel der Grafen häufig: Markgraf von Baden, Pfalzgraf, Graf von Beldenz. Die Grafenherrschaft wurde jedoch 1813 nach den Französischen Unabhängigkeitskriegen endgültig mitgerissen. 1816 ging das Gebiet auf dem Wiener Kongress in das Königreich Preußen über.

Erster Weltkrieg

56 Männer aus Bärenbach wurden im Ersten Weltkrieg zum Militär einberufen. In den späteren Jahren des Krieges wurden russische Kriegsgefangene detailliert beschrieben, um bei der landwirtschaftlichen Arbeit zu helfen, die dringend erforderlich war, da so viele einheimische Männer an den Kämpfen teilgenommen hatten. Mit dem Rückzug der deutschen Armee zwischen dem 16. und 30. November 1917 wurden Militärangehörige aller Art tagelang in großer Zahl in dem Dorf untergebracht. Anfang Dezember marschierten die Franzosen ein und besetzten das Gebiet. In Bärenbach gab es keine dauerhafte Besetzung. Die französischen Truppen waren acht Tage lang im Dorf und die amerikanischen Truppen nur für ein einziges Viertel. Die Sperrstunde war neun Uhr abends, und Reisen ohne Lichtbildausweis waren verboten.

14 Männer aus Bärenbach fielen im Krieg, einer in Frankreich wurde vermisst.

Drittes Reich und Zweiter Weltkrieg

Als Adolf Hitler 1933 an die Macht kam, wurden in Bärenbach wie in anderen Teilen Deutschlands NS-Organisationen gegründet. Mit dabei waren ua die Hitlerjugend (HJ), der Bund Deutscher Mädel (BDM) und die Nationalsozialistische Volkswohlfahrt (NSV). Der Ortsgruppenleiter der Partei war Reinhold Barth. Der Führer der Hitlerjugend war zuerst Rudolf Bolz und später Walter Schuch, gefolgt von Ernst Müller und dann Kurt Bonn. Der deutsche Jungvolk-Anführer war Hans Weckmann und der BDM-Anführer war Else Litz (oder Else Bonn nach ihrer Heirat). Die NS-Frauenschaftsführerin war Emma Spehr und später Emilie Barth. Der NSV-Führer war Reinhold Barth und später Johann Weckmann.

Im Mai 1938 wurde das alte Schulhaus in ein Partyhaus umgewandelt. Außerdem wurde der vor Ort als Kaisergarten bekannte Garten als Adolf Hitler Garten bezeichnet. Zu diesem Anlass wurde eine Eiche gepflanzt und eine Fackelparade abgehalten. Später gruben die Franzosen die Eiche aus und entfernten das Dokument und die darunterliegenden Münzen als Kriegsbeute. Im April 1939 wurde im Dorf ein Kindergarten der NSV gegründet.

Im September 1939 kam es zum Krieg. In der handschriftlichen Dorfchronik heißt es eigentlich: "Polen hat uns zuerst den Krieg erklärt" (Zuerst einmal uns Polen den Krieg). Dies war natürlich eine Lüge. Während des 18-tägigen polnischen Feldzugs fanden in Bärenbach die ersten deutschen Truppen statt.

Am 24. Mai 1940 fiel eine große Bombe auf das Stadtgebiet von Sohren und verursachte erhebliche Schäden. In Kirchberg wurde ein Flugplatz eingerichtet. Abfliegende Flugzeuge flogen nach Westen über Bärenbach. Ältere Menschen waren von allen Flugzeugen verunsichert, aber die Jugendlichen winkten ihnen zu. Alliierte Flieger ließen in der Nacht Flugblätter fallen, um die deutsche Bevölkerung zu verunsichern.

1941 begann die RAF, kleine Brandgeräte, die den Deutschen als Brandplättchen bekannt waren, abzuwerfen. Ein solcher Fall fand in der Nacht vom 24. Juli 1941 statt. Darauf folgte eine Jagd auf diejenigen, die sich nicht entzündet hatten. Einige wurden gefunden. Die Bedeutung des Blackouts wurde von den Menschen beeindruckt.

Im Jahr 1943 kamen auch Angehörige der lokalen Bevölkerung und nicht verwandte Personen aus größeren Zentren nach Bärenbach, um Schutz vor Luftangriffen zu suchen. Einige waren obdachlos geblieben.

Quelle: Wikipedia
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