Börgerende-Rethwisch

Landkreis Rostock, Mecklenburg-Vorpommern, Deutschland

Land:
Gemeinde:
Börgerende-Rethwisch
Bevölkerung:
1 642

Über Börgerende-Rethwisch

Börgerende-Rethwisch ist eine Gemeinde im Landkreis Rostock in Mecklenburg-Vorpommern.

Erdkunde

Die Gemeinde verläuft von der Ostseeküste fast 5 km südöstlich ins Landesinnere. Auf seinem Territorium befindet sich der Conventer See, eine alte Bucht, deren Abfluss an die Ostsee zu einem See geworden ist. Der See ist ein Naturschutzgebiet, das für seine Vielfalt an Watvögeln und Wasservögeln bekannt ist. Westlich von Börgerende liegt Deutschlands ältester Badeort, Heiligendamm.

Neben Börgerende und Rethwisch gehören auch die Dörfer Bahrenhorst und Neu Rethwisch zur Gemeinde.

Geschichte

Das Dorf Rethwisch wurde 1297 erstmals urkundlich erwähnt. Im Jahr 1299 wurde in Rabenhorst ein Pfarrer aus der Abtei Doberan aufgestellt. In der Kriegsschadenbewertung von 1312 des Schadens, der durch den Konflikt zwischen Rostocks Bürgern unter Nicholas und den Truppen von Heinrich dem Löwen verursacht wurde, wurden ein Verwalter (magister curie) der Abtei Doberan, ein Friedhof und ein Küster in Verbindung mit dem Ort erwähnt. Neben dem Verwalter befanden sich zu dieser Zeit etwa zwanzig Haushalte im Dorf, die alle deutsche Namen hatten. 1353 kommt die erste Aufzeichnung einer Capella Redwisch (Rethwischkapelle) und ein Jahr später eine Ecclesia Redewisch (Rethwischkirche). Es wird darauf hingewiesen, dass sich die Kirche zuvor in Rabenhorst befand, ihren Sitz jedoch nach Rethwisch verlegt hatte. Nach der Reformation wurde der Besitz der Abtei 1552 an den Domanialverband der Ortsherren übertragen.

Die selbständigen Gemeinden Börgerende und Rethwisch wurden am 20. Juni 1957 zusammengelegt und gleichzeitig aus dem Rostocker Land in das neu gebildete Bad Doberan verlegt.

Das größte Hotel der DDR war das Ferienhaus FDGB, das Hotel Waterkant. Es wurde am 11. August 1976 eröffnet und verfügte über 462 Betten, ein Restaurant mit 240 Sitzplätzen, einen Swimmingpool und mehrere medizinische Einrichtungen. Das Gebäude stand bald nach der Wende leer und die Ruinen wurden 2008 abgerissen. Auf ihrem Gelände befindet sich ein neues Wohngebiet mit Einfamilienhäusern und Reihenhäusern.

Ein Relikt aus der DDR-Zeit ist der denkmalgeschützte Ostsee-Wachturm, einer der beiden noch bestehenden Küstenwachtürme an der Ostsee.

Künstler, die mit Keramik, Grafik und Bildkunst arbeiten, zeigen ihre Werke für Touristen in der Art Barn oder Kunst-Scheune.

Rethwisch Kirche

Die Kirche stammt aus dem frühen 14. Jahrhundert. Es ist dreischiffig und besteht aus Granit und Feldstein, der Westturm ist aus Holz. Die ältesten Teile des geschnitzten Altars stammen aus dem 15. Jahrhundert. Der Ambry hat die Form eines Turmrevolvers.

Quelle: Wikipedia
Weiterlesen: en.wikipedia.org/wiki/B%C3%B6rgerende-Rethwisch

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