Bad Berleburg

Kreis Siegen-Wittgenstein, Regierungsbezirk Arnsberg, Nordrhein-Westfalen, Deutschland

Land:
Gemeinde:
Bad Berleburg
Bevölkerung:
19 472

Über Bad Berleburg

Bad Berleburg ((Hilfe · Info), früher auch Berleburg) ist eine Stadt im Bezirk Siegen-Wittgenstein in Nordrhein-Westfalen. Sie ist eine der größten Städte Deutschlands nach Land. Es liegt etwa 30 km nordöstlich von Siegen und 35 km nordwestlich von Marburg an der Lahn.

Erdkunde

Ort

Bad Berleburg liegt im Nordosten von Siegen-Wittgenstein mitten im Rothaargebirge, einem Mittelgebirge. Die westliche Stadtgrenze ist auch die Grenze zum benachbarten Stadtteil Olpe. Die Stadt grenzt im Norden auch an das Hochsauerland. Die östliche Grenze der Stadt bildet ebenfalls die Grenze zum Bundesland Hessen. Die Stadt Bad Laasphe grenzt im Süden an Bad Berleburg und im Südwesten an die Gemeinde Erndtebrück.

Der kleine Fluss Odeborn fließt durch Berleburg und mündet weiter südlich in die Eder.

Konstituierende Gemeinschaften

Seit 1975 gehören folgende Dörfer zu Bad Berleburg:

Population

(jeweils zum 31. Dezember)

1998 - 21,177

1999 - 21.190

2000 - 21.219

2001 - 21.135

2002 - 21.022

2003 - 20.884

2004 - 20.794

2010 - 19.929

2017 - 21.281

Geschichte

Archäologische Funde belegen, dass das Gebiet des heutigen Stadtgebiets bereits im 7. Jahrhundert v. Chr. Besiedelt war. Auf den Burghügeln von Aue, Dotzlar und Wemlighausen sind Spuren runder Festungen aus dieser Zeit zu sehen. Bis zum 8. Jahrhundert gibt es jedoch keine Hinweise auf eine Besiedlung in der Region.

Die konstituierenden Gemeinschaften von Arfeld und Raumland wurden 800 bzw. 802 in Dokumenten erwähnt. Es gibt auch Dokumente aus dem Jahr 1059, die die Existenz von Alertshausen, Beddelhausen, Elsoff und Schwarzenau bestätigen. 1174 wurde der Name "Widechinstein" zum ersten Mal erwähnt. Das Dorf Berleburg wird 1258 zum ersten Mal in Dokumenten des Stiftes Grafschaft erwähnt (in diesem Fall ist Grafschaft eher ein Ort als das deutsche Wort für "Grafschaft"), unter dem Namen Berneborg. Die Burg ging am 30. März 1258 an Graf Siegfried I. und den "Klostervogt" Adolf von Grafschaft über. Diese Doppelherrschaft in Berleburg wurde 1322 von Widekind von Grafschaft beendet, als er seine Rechte zugunsten von Siegfried II. Aufgab. Siegfried war der letzte seiner Adelslinie, und als er starb, ging das Erbe an seinen Schwiegersohn Salentin von Sayn über. Er gründete das Haus von Sayn-Wittgenstein.

Im Jahr 1488 und erneut im Jahr 1522 brannten große Feuer durch die Stadt.

Bis zum Tod des Grafen Ludwig des Älteren im Jahre 1605 entwickelte sich Berleburg zu einer Hauptstadt und Residenzstadt der Grafschaft Sayn-Wittgenstein-Berleburg, die im 18. Jahrhundert ein Zentrum der aus radikaler Bewegung gewachsenen Inspirationsbewegung in Deutschland war Pietismus. Zwischen 1726 und 1742 wurde hier die bekannte Berleburger Bibel gedruckt. Christoph Sauer (1695–1758) lebte einige Jahre in der Nähe von Laasphe, bevor er 1724 nach Pennsylvania emigrierte. Dort druckte er 1743 die erste deutschsprachige Bibel in Nordamerika mit einer Presse und einem Fraktur-Typ, die möglicherweise aus Berleburg stammen das ist unsicher. Die amerikanische "Church of the Brethren" wurde von Alexander Maack gegründet, der auch einige Jahre im Dorf Schwarzenau lebte. Die Toleranz religiöser Andersdenkender verebbte nach dem Tod von Graf Casimir im Jahre 1741.

Wittgenstein wurde 1806 dem Großherzogtum Hessen-Darmstadt unterstellt. Nach den Bestimmungen des Wiener Kongresses wurde es 1816 an die preußische Provinz Westfalen abgetreten.

Mit dem Bau der Rothaarbahn nach Berleburg im Jahr 1911 brach die Industrialisierung ein, obwohl sie zunächst auf Waldprodukte beschränkt war. Andere Formen der Industrie kamen erst nach dem Zweiten Weltkrieg in die Stadt.

Die Stadt wurde bereits 1935 wegen ihres milden und angenehm milden Klimas als Luftkurort anerkannt. Nach 1949 wurde die Klinik Wittgenstein als psychosomatische Klinik errichtet.

1951 wurde auf private Initiative ein Kneipp-Kurverein gegründet, der Vorläufer der Wittgensteiner Kuranstalt (WKA). Im ersten Jahr, in dem die WKA-Kneipp-Werke geöffnet waren, gab es 11.000 Übernachtungen. Nach und nach wurde Berleburg Deutschlands zweitgrößter Kneipp-Kurort.

Nachdem die Stadt 1971 staatlich als Kneipp-Heilbad anerkannt worden war, durfte Berleburg die Vorbezeichnung Bad (wörtlich "Bad") mit seinem Namen verwenden und wurde so zu der seit jeher bekannten Stadt Bad Berleburg . 1974 kam auch die Anerkennung als Heilbad zustande.

Quelle: Wikipedia
Weiterlesen: en.wikipedia.org/wiki/Bad_Berleburg

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