Bad Dürkheim

Landkreis Bad Dürkheim, Rheinland-Pfalz, Deutschland

Land:
Gemeinde:
Bad Dürkheim
Bevölkerung:
18 222

Über Bad Dürkheim

Bad Dürkheim (deutsche Aussprache: [ˌbaːt ˈdyːɐ̯khaɪm]) ist eine Kurstadt im Ballungsraum Rhein-Neckar und der Sitz des rheinland-pfälzischen Landkreises Bad Dürkheim.

Erdkunde

Ort

Bad Dürkheim liegt am Rande des Pfälzer Waldes an der Deutschen Weinstraße, etwa 30 km östlich von Kaiserslautern und knapp 20 km westlich von Ludwigshafen und Mannheim. Etwa 15 km südlich liegt Neustadt an der Weinstraße. In Bad Dürkheim kreuzen sich die Bundesstraßen 37 und 271. Durch die Stadt fließt von Westen nach Osten der Fluss Isenach.

Konstituierende Gemeinschaften

Bad Dürkheims Ortsteile sind Grethen, Hardenburg, Hausen, Leistadt, Seebach und Ungstein mit Pfeffingen.

Klima

Der jährliche Niederschlag in Bad Dürkheim beträgt 574 mm, was niedrig ist und in das niedrigste Viertel der Niederschlagscharts für ganz Deutschland fällt. Geringere Zahlen verzeichneten nur 16% der Wetterstationen des Deutschen Wetterdienstes. Der trockenste Monat ist der Februar. Der meiste Regen fällt im Mai. In diesem Monat ist der Niederschlag 1,6-mal so hoch wie im Februar. Niederschlag variiert wenig. Nur 1% der Wetterstationen weisen geringere saisonale Schwankungen auf.

Geschichte

Das Gebiet um das östliche Ende des Isenachtals wurde zwischen 1200 und 500 v. Chr. Von Kelten besiedelt, die auch die Heidenmauer, eine keltische Ringmauer, errichteten.

Das früheste dokumentierte Erscheinungsbild des Ortsnamens ist im Lorsch-Kodex vom 1. Juni 778 als Turnesheim zu finden. In einem Brief des Bischofs von Speyer aus dem Jahr 946 wird Thuringeheim erwähnt. Um 1025 wurde mit dem Bau des Klosters Limburg begonnen, das heute nur noch als Ruinen erhalten geblieben ist.

Die Stadtrechte wurden am 1. Januar 1360 erteilt, wurden aber 1471 wieder zurückgezogen, nachdem Kurfürst Friedrich der Siegreiche der Pfalz die Stadt erobert und erhebliche Zerstörungen angerichtet hatte. Nach dem langsamen Wiederaufbau ging Dürkheim 1554 an die Grafen von Leiningen über.

1689 wurde die Stadt fast vollständig zerstört, als französische Truppen im Neunjährigen Krieg (Pfälzischer Erbfolgekrieg) im Kurfürstentum der Pfalz einen Feldzug mit verbrannter Erde durchführten. Diesmal war der Wiederaufbau jedoch schneller, und Graf Johann Friedrich von Leiningen erteilte Dürkheim bereits 1700 erneut Stadtrechte.

Als sich die Französische Revolution im späten 18. Jahrhundert in Südwestdeutschland ausbreitete, wurde Dürkheim, als der Kanton Durkheim (ohne Umlaute) Teil der Abteilung Mont-Tonnerre (oder Donnersberg) wurde. Nach den Napoleonischen Kriegen endete es zusammen mit dem Rest des Kurfürstentums der Pfalz auf dem linken Rheinufer des Königreichs Bayern.

Für seine sieben Mineralquellen erhielt Dürkheim den Beinamen Solbad ("Solebad"), und 1904 wurde die Erlaubnis erhalten, seinen Namen in Bad Dürkheim zu ändern (Bad steht für "Bad"), und ein Ort darf nur diesen Beinamen tragen zur staatlichen Anerkennung seines Status als Kurort). 1913 wurde die Rhein-Haardtbahn (Schmalspurbahn) eröffnet, die Bad Dürkheim mit Ludwigshafen und Mannheim verband.

Im Jahr 1935 wurden Grethen, Hausen und Seebach zusammengelegt.

Nach 1933 sank die Zahl der Juden in Bad Dürkheim aufgrund des wirtschaftlichen Boykotts, der zunehmenden Repression und Entmenschlichung (1933: 184, 1937: 98, 1938: 40) drastisch. Während der Nacht des zerbrochenen Glases 1938 wurde die Synagoge geplündert. Die 19 noch hier lebenden 19 Juden wurden im Oktober desselben Jahres in das Konzentrationslager Gurs deportiert.

Am 18. März 1945 wurde Bad Dürkheim von einem Luftangriff der Alliierten schwer getroffen, bei dem mehr als 300 Menschen umkamen.

In der rheinland-pfälzischen Verwaltungsreform wurden Hardenburg und Leistadt am 7. Juni 1969 mit Bad Dürkheim zusammengelegt, ebenso wie Ungstein zusammen mit dem abgelegenen Weiler Pfeffingen am 22. April 1972. Außerdem gehörte die Stadt zum alten Stadtteil Neustadt an der Weinstraße wurde Kreisstadt des neu gebildeten Bezirks Bad Dürkheim und lag ebenfalls im ebenfalls neu gebildeten Regierungsbezirk Rheinhessen-Pfalz, der später im Jahr 2000 abgeschafft wurde. [Zitat nötig]

Demografie

Religion

2007 waren 42,8% der Einwohner evangelisch, 25,3% katholisch und 12% gaben an, keine Religion zu sein. Der Rest gehörte anderen Glaubensrichtungen an.

Politik

Stadtrat

Dem Rat gehören 32 Ehrenmitglieder an, die zuletzt bei den Kommunalwahlen am 25. Mai 2014 gewählt wurden, sowie den hauptamtlichen Bürgermeister als Vorsitzenden.

Die Kommunalwahl am 25. Mai 2014 brachte folgende Ergebnisse:

Im Stadtrat bilden CDU, FDP und Grüne eine Koalition. Damit ist Bad Dürkheim die einzige Stadt Deutschlands, die von einer sogenannten Jamaika-Koalition regiert wird. Diese Sonderregelung wurde 1999 geschlossen, als die SPD ihre Mehrheit verlor. Es wurde zweimal um fünf Jahre nach den Kommunalwahlen 2004 und 2009 verlängert.

Bürgermeister

Quelle: Wikipedia
Weiterlesen: en.wikipedia.org/wiki/Bad_D%C3%BCrkheim

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