Bad Driburg

Kreis Höxter, Regierungsbezirk Detmold, Nordrhein-Westfalen, Deutschland

Land:
Kreis:
Gemeinde:
Bad Driburg
Bevölkerung:
18 431

Über Bad Driburg

Bad Driburg ist eine Stadt und ein Kurort im Bezirk Höxter in Nordrhein-Westfalen. Sie wohnen in angenehmer Lage an der Aa und der historischen Eisenbahnlinie Soest-Höxter-Berlin.

Erdkunde

Bad Driburg liegt an den Osthängen des Eggegebirges, etwa 20 km östlich von Paderborn.

Konstituierende Gemeinschaften

Bad Driburg besteht aus 10 Bezirken:

Alhausen

Driburg

Dringenberg mit Siebenstern

Erpentrup

Herste

Kühlsen

Langeland

Neuenheerse

Pömbsen mit Bad Hermannsborn

Reelsen

Geschichte

Vorgeschichte

Archäologische Funde zeugen von Besiedlung im Gebiet Driburg zwischen 3000 und 1800 v. Chr. In der Mittel- und Neusteinzeit.

Weitere wichtige Funde aus der Bronzezeit zeugen von einer ziemlich hohen Kultur, die in der Gegend zwischen 1800 und 600 v. Chr. Lebte.

Antike

Funde von Tonherden und vor allem Münzen bis 15 n. Chr. Zeigen zumindest, dass zwischen den Römern und den Cherusken, einem germanischen Stamm, der in der Antike lebte, ein friedlicher Handel herrschte.

Mittelalter

772 begann Karl der Große militärische Operationen gegen die Sachsen. Kurz darauf wurde auf der Iburg eine der heiligen Petrus geweihten Kirchen errichtet. Dies ist eine der ältesten Kirchen im historischen Sachsen.

Im Jahre 868 gründete der Bischof von Paderborn das Kloster in Neuenheerse, einer heutigen Gemeinde von Bad Driburg. Die Klosterkirche wurde viel später im frühen 12. Jahrhundert erbaut.

Nach der Umstrukturierung des Bistums Paderborn im Jahr 1231 wurde Driburg Sitz eines Archidiakonats. Der Driburger Pfennig begann zu dieser Zeit geprägt zu werden und ist mittlerweile eine sehr seltene Münze geworden (siehe Wappen unten). Etwa zu dieser Zeit oder vielleicht auch etwas später erhielt Driburg die Stadtrechte. Das Dokument, das sie gewährte, war jedoch längst verloren. Ein Dokument aus dem Jahr 1290 macht jedoch deutlich, dass Driburg zu diesem Zeitpunkt Stadtrechte besitzt.

Im 14. Jahrhundert wurde das Schloss Dringenberg errichtet. Im Jahr 1323 erhielt Dringenberg, heute eine Teilgemeinde von Bad Driburg, die Stadtrechte und war bis 1765 Sitz des freien Gerichts. Am 10. April 1345 erneuerte Bischof Balduin von Paderborn die Stadtrechte von Driburg.

Im Jahr 1444 zerstörte Otto Herzog von Braunschweig (Braunschweig) das Schloss Iburg und ließ es zerstören.

Moderne Ära

Um 1500 entstanden die Anfänge der Glashütte um Driburg. 1593 wurden die Driburger Heilquellen wieder nutzbar gemacht.

Im nächsten Jahrhundert brannten zwei Stadtbrände in relativ kurzer Zeit - 1680 und erneut 1683 - die Stadt nieder.

Das 18. Jahrhundert brachte den Siebenjährigen Krieg zwischen 1756 und 1763, der Tod und Zerstörung hinterließ. Der Franzosengrab in der Brunnenstraße erinnert an die vielen Opfer der Kämpfe und Epidemien.

Am 9. Mai 1781 oder am 5. April 1782 gründete der Braunschweiger Oberjägermeister Caspar Heinrich von Sierstorpff den Driburger Kurort, der noch heute seinen Nachfahren, den Grafen von Oeynhausen-Sierstorpff, gehört.

1803 ging Driburg nach Preußen über, und seine alte Verbindung zum Fürstbistum Paderborn wurde aufgelöst. Im selben Jahr wurde das Kloster Neuenheerse zu einer Unterkunft für bedürftige Adelige aller Konfessionen.

1809 hatte die jüdische Gemeinde in Driburg eine eigene kleine Synagoge, 1905 folgte eine eigene Privatschule.

Nach fast tausend Jahren wurde das Kloster Neuenheerse 1810 endlich aufgelöst.

Der Arzt, Dichter und Politiker Friedrich Wilhelm Weber, der das Epos Dreizehnlinden schrieb, wurde 1813 in Alhausen geboren (er starb 1894 in Nieheim).

1864 wurde Driburg an das Schienennetz angeschlossen. Im Jahr 1919 erhielt Driburg die Auszeichnung "Bad" in Anerkennung seiner Kurstadt.

1938 wurde die Synagoge zerstört, und die jüdischen Bürger sahen sich unter den Nazis in einer Zeit der Not und der Verfolgung konfrontiert.

Gegen Ende des Zweiten Weltkriegs, am 5. April 1945, wurde die Stadt von amerikanischen Truppen übernommen. Bad Driburg blieb großen Kriegsschäden weitgehend erspart. Zwischen 1945 und 1950 wurde der Kurort von den britischen Besatzungsbehörden befehligt. Die erste Nachkriegssaison fand erst 1951 statt.

1970 kam es zu einer Verschmelzung mit den bisher unabhängigen Gemeinden Alhausen, Erpentrup, Herste, Langeland, Pömbsen und Reelsen. 1974 wurde die Regierung als Kurort anerkannt, obwohl sich die Stadt seit vielen Jahren als Bad Driburg bezeichnet hatte. 1975 kam es zu weiteren Zusammenschlüssen, als die Stadt Dringenberg und die Gemeinden Kühlsen und Neuenheerse mit Bad Driburg verschmolzen wurden.

Am 9. Mai 1981 feierte der Kurort sein zweihundertjähriges Bestehen. Sechs Jahre später, am 5. Mai 1987, wurde das Thermalbohren erfolgreich abgeschlossen. Am 1. Juli 1990 feierte Bad Driburg sein 700-jähriges Stadtjubiläum.

Am 27. März 1994 wurde das Thermalbad "Driburg Therme" eröffnet.

Neuenheerse

Quelle: Wikipedia
Weiterlesen: en.wikipedia.org/wiki/Bad_Driburg

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