Bad Fallingbostel

Landkreis Heidekreis, Niedersachsen, Deutschland

Land:
Staat:
Gemeinde:
Bad Fallingbostel
Bevölkerung:
10 682

Über Bad Fallingbostel

Bad Fallingbostel ist die Kreisstadt des Heidekreises in Niedersachsen. Seit 1976 verfügt die Stadt über ein staatlich anerkanntes Kneipp-Heilbad und trägt seit 2002 den Titel Bad. Sie ist eng mit Walsrode verbunden, ein paar Kilometer westlich. Bis 2015 gab es einen Stützpunkt der britischen Armee in Bad Fallingbostel. Die Stadt hat rund 11.000 Einwohner.

Erdkunde

Ort

Bad Fallingbostel liegt an der Böhme in der südlichen Lüneburger Heide zwischen Soltau und Walsrode in der Heidmark.

Unterabteilungen

Der Verwaltungsbezirk Bad Fallingbostel ist auch für die Dörfer Dorfmark, Riepe, Vierde, Jettebruch und Mengebostel sowie für die Stadt selbst zuständig.

Geschichte

Bad Fallingbostel wurde 993 erstmals als „Vastulingeburstalle“ erwähnt und hat somit eine über 1.000-jährige Geschichte. Ursprünglich war es eine rein landwirtschaftliche Siedlung, da die Landwirtschaft die Lebensgrundlage der Bewohner des altsächsischen Löingau war. Der Name "Vastulingeburstalle" bedeutet entweder "Haus der Vastulo" oder "Haus der Vastulingians". Otto III. Zeichnete in dieser Zeit die Grenzen zwischen den Diözesen Hildesheim und Minden.

Die Vogtei Fallingbostel wurde um 1300 gegründet. Sie wurde später auch als Amt Fallingbostel bezeichnet und bestand bis zum 19. Jahrhundert. 1838 gründete Heinrich von Quintus-Icilius, der Gutachter der Vogtei, die „Sparcasse für die Amtsvogtei Fallingbostel“, eine der ersten ländlichen Sparkassen im Königreich Hannover. 1866 wurde die preußische Provinz Hannover in Verwaltungsbezirke aufgeteilt, einer davon war der Landkreis Fallingbostel. Fallingbostel wurde 1949 als Stadt anerkannt.

Während des Zweiten Weltkriegs war Fallingbostel der Standort von zwei Kriegsgefangenenlagern (Stalag XI-B und Stalag XI-D / 357).

Demografie

Religion

Die Mehrheit der christlichen Bewohner der Stadt gehört der lutherischen Kirche an. Innerhalb der Gemeinde gibt es zwei Kirchengemeinden:

Fallingbostel: Die Kirche des Hl. Dionysius mit 5.598 Gemeindemitgliedern und die Friedenskirche in Bommelsen (Gemeinde Bomlitz) mit 625 Mitgliedern

Dorfmark Gemeinde: St. Martin's Church mit 2.848 Mitgliedern

Sie werden von drei Pastoren bedient.

Beide Gemeinden gehören zum Kirchenbezirk Walsrode in der Diözese Lüneburg, die zur evangelisch-lutherischen Kirche von Hannover gehört.

Die katholischen Christen in Bad Fallingbostel gehören der im August 2004 gegründeten katholischen Pfarrgemeinde St. Maria vom Heiligen Rosenkranz an. Diese verschmolz mit der bisher unabhängigen katholischen Pfarrgemeinde St. Mary in Bad Fallingbostel die Nachbargemeinden der Marienkirche in Walsrode und die Heiliggeistkirche in Bomlitz-Benefeld sowie die Herz-Jesu-Kirche in Visselhövede. Die Gemeinde liegt im Kirchenviertel von Verden in der römisch-katholischen Diözese Hildesheim.

Regierung

"Angenommene Stadt"

1963 übernahm Bad Fallingbostel die Stadt Miastko (deutsch: Rummelsburg) in Pommern, Polen. Alle zwei Jahre treffen sie sich in Bad Fallingbostel.

Städtepartnerschaften

Bad Fallingbostel hat heute eine Städtepartnerschaft mit der polnischen Stadt Miastko (siehe oben) und der französischen Stadt Périers in der Basse-Normandie.

Vorgeschlagene Fusion in die Stadt Böhmetal

Eine Fusion von Bad Fallingbostel mit der Stadt Walsrode und der Gemeinde Bomlitz war für 2011 geplant, um die Stadt Böhmetal zu gründen. Nach einem Referendum am 2. November 2008 wurde dieser Plan von den Bürgern in Bad Fallingbostel mit klarer Mehrheit abgelehnt. Es fanden sich knapp 62% der Wähler, von denen 80% gegen die Fusion waren. In Walsrode und Bomlitz sprach sich eine kleine Mehrheit für eine Fusion aus (56,4% in Bomlitz und 53,8% in Walsrode). Am 10. November 2008 stimmte der Stadtrat von Bad Fallingbostel gegen die Fusion.

Kunst und Kultur

Veranstaltungen

Zwischen 1997 und 2002 fanden in Bad Fallingbostel Demoparties für die Computerwelt unter dem Namen "Mekka & Symposium" statt.

Sehenswürdigkeiten

In Bad Fallingbostel befindet sich das Museum der Archäologischen Arbeitsgemeinschaft.

Im Osterberg Megalith Park werden große Steine ausgestellt, die während der Eiszeiten aus Skandinavien in die Region um Bad Fallingbostel transportiert wurden.

Weitere archäologische Sehenswürdigkeiten in der Nähe sind der Sieben Steinhäuser, eine neolithische Grabstätte mit fünf Dolmen. Sie befinden sich im militärischen Sperrgebiet des Trainingsbereichs Bergen-Hohne (in der Nähe von Ostenholz). In der Nähe des Dorfes Vierde gibt es auch eine Grabstätte aus der Bronzezeit.

der Kurpark

der Hof der Heidmark mit seinem Gehöft Rummelsburg, ein niederdeutsches Haus im Liethwald

die evangelische Kirche St. Dionysius im Stadtzentrum

das Quintus-Denkmal in der St. Dionysius-Kirche

die evangelische Martinskirche in Dorfmark

das Dorf gut in Dorfmark

Quelle: Wikipedia
Weiterlesen: en.wikipedia.org/wiki/Bad_Fallingbostel

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