Bad Freienwalde (Oder)

Landkreis Märkisch-Oderland, Brandenburg, Deutschland

Land:
Staat:
Gemeinde:
Bad Freienwalde (Oder)
Bevölkerung:
12 491

Über Bad Freienwalde (Oder)

Bad Freienwalde ist eine Kurstadt im brandenburgischen Märkisch-Oderland.

Erdkunde

Die Stadt liegt an der Alten Oder, einem alten Zweig der Oder am nordwestlichen Rand des Oderbruchbeckens und dem steilen Anstieg des Barnim-Plateaus. Es liegt 15 km östlich von Eberswalde und 50 km nordöstlich von Berlin nahe der polnischen Grenze.

Bad Freienwalde hat eine evangelische und eine römisch-katholische Kirche sowie Hersteller von Möbeln und Maschinen. Die angrenzenden Wälder und ihre Heilquellen machen es zu einem beliebten Sommerferienort der Berliner. Ein neuer Turm bietet einen schönen Panoramablick über das Oder-Tal.

Das Gemeindegebiet umfasst folgende Ortschaften: Altranft, Altglietzen, Bralitz, Hohensaaten, Hohenwutzen, Neuenhagen und Schiffmühle.

Geschichte

Die Siedlung Vrienwalde in der Markgrafschaft Brandenburg wurde erstmals in einer Urkunde von 1316 erwähnt und erschien 1364 als Stadt. Ab 1618 wurde das Herrenhaus Freienwalde von den Kurfürsten direkt in Besitz.

Eine Mineralquelle wurde 1683 entdeckt. Der Alchemist Johann Kunckel machte den "Großen Kurfürsten" Friedrich Wilhelm von Brandenburg darauf aufmerksam, der im nächsten Jahr mit Gichtanfällen in Freienwalde ankam. Die Kurfürstenquelle wurde 1685 vom Arzt Bernhardus Albinus aufgenommen und wurde zum Grundstein für den Aufstieg Freienwaldes als Kurort. Friedrich Wilhelms Sohn, König Friedrich I. von Preußen, ließ vom Architekten Andreas Schlüter einen ersten Klageabend errichten.

Die Entwicklung wurde weiter vorangetrieben, als 1799 das kleine neoklassizistische Schloss Freienwalde nach Plänen von David Gilly als Sommerresidenz von Prinzessin Frederika Louisa von Hessen-Darmstadt, der Witwe von König Friedrich Wilhelm II. Von Preußen, errichtet wurde. Der Park wurde 1822 von Peter Joseph Lenné umgestaltet. 1909 erwarb der Industrielle und Politiker Walther Rathenau den Palast, der nach seiner Ermordung 1922 verstaatlicht wurde. Freienwalde erhielt 1925 den offiziellen Status der Kurstadt (Bad).

Bemerkenswerte Leute

Edith Andreae (1883–1952) Salonière und Schwester von Walter Rathenau.

Alfred Blaschko (1858–1922), Dermatologe

Hans Keilson (1909–2011), niederländischer Psychotherapeut, Schriftsteller

Kurt Kretschmann (1914-2007) Naturschützer

Erwin Wickert (1915–2008), deutscher Diplomat

Elisabeth Radziwill, (1803-1834), geliebt von Prinz Wilhelm I. von Preußen, starb in Freienwalde

Volkmar Sigusch (* 1940), Sexologe und Arzt

Hildegard und Siegfried Schumacher, Kinderbuchautoren

Ferdinand Friedrich Zimmermann (1898–1967), Journalist, Publizist und Sturmbannführer

Demographie

Bevölkerungsentwicklung seit 1875 innerhalb der derzeitigen Grenzen (Blaue Linie: Bevölkerung; Gepunktete Linie: Vergleich mit der Bevölkerungsentwicklung des Landes Brandenburg; Grauer Hintergrund: Zeit der Naziherrschaft; Roter Hintergrund: Zeit der Kommunistischen Herrschaft)

Jüngste Bevölkerungsentwicklung und Projektionen (Bevölkerungsentwicklung vor der Volkszählung 2011 (blaue Linie); aktuelle Bevölkerungsentwicklung nach der Volkszählung in Deutschland 2011 (blaue Grenzlinie); Projektion des Landes Brandenburg für 2005-2030 (gelbe Linie); Land Brandenburg für 2014-2030 (rote Linie); Projektion der Bertelsmann Stiftung für 2012-2030 (grüne Linie)

Internationale Beziehungen

Bad Freienwalde ist verbunden mit:

Bad Pyrmont, Deutschland

Międzyrzecz, Polen

Quelle: Wikipedia
Weiterlesen: en.wikipedia.org/wiki/Bad_Freienwalde

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