Bad Friedrichshall

Landkreis Heilbronn, Regierungsbezirk Stuttgart, Baden-Württemberg, Deutschland

Land:
Gemeinde:
Bad Friedrichshall
Bevölkerung:
18 274

Über Bad Friedrichshall

Bad Friedrichshall (help · info) ist eine Stadt im süddeutschen Landkreis Heilbronn in Baden-Württemberg. Es liegt am Zusammenfluss von Jagst und Kocher in den Neckar, 10 Kilometer nördlich von Heilbronn. Bad Friedrichshall entstand 1933 durch die Verbindung von Kochendorf und Jagstfeld und ist berühmt für seine Salzmine.

Erdkunde

Bad Friedrichshall ist eine Stadt im süddeutschen Landkreis Heilbronn in Baden-Württemberg. Es liegt am Zusammenfluss von Jagst und Kocher in den Neckar.

Nachbargemeinden

Benachbarte Städte und Dörfer von Bad Friedrichshall sind (im Uhrzeigersinn von Süden): Neckarsulm, Untereisesheim, Bad Wimpfen, Offenau, Gundelsheim, Neudenau, Neuenstadt am Kocher und Oedheim, die alle zum Bezirk Heilbronn gehören. Es liegt 10 Kilometer nördlich der Stadt Heilbronn. Bad Friedrichshall hat seine Verwaltung mit Oedheim und Offenau zusammengelegt.

Stadtstruktur

Bad Friedrichshall ist in die Dörfer Kochendorf, Jagstfeld, Hagenbach, Duttenberg, Untergriesheim und Plattenwald unterteilt. Ein Weiler namens Heuchlingen gehört zu Duttenberg. Die früher zu Hagenbach gehörenden Weiler Waldau und Hasenmühle sind Teile von Kochendorf.

Geschichte

Bad Friedrichshall entstand 1933 durch die Kombination von Kochendorf und Jagstfeld. [Name benötigt] Der Name Friedrichshall leitet sich von der Bezeichnung Bad für eine Salz- und Saline in Jagstfeld ab, benannt nach Friedrich I. von Württemberg im Jahre 1818. Die Bezeichnung Hall ist a gebräuchlicher Begriff im Bereich der Salzindustrie.

Kochendorf

Ein konsolidiertes Gut, um das sich die Menschen siedelten und aus dem das Dorf Kochendorf entstand, wurde 817 zum ersten Mal erwähnt. Es liegt am Zusammenfluss von Kocher und Neckar auf einem Hügel. Die St.-Sebastian-Kirche bestand wahrscheinlich bereits vor 1100.

Um 1200 wurde Kochendorf von einer Mauer aus Ziegeln umgeben. Im 13. Jahrhundert wird erstmals ein Adelsgeschlecht von Kochendorf erwähnt, das sich mit Ministerialien der Staufers in Wimpfen befasst. Im 15. und 16. Jahrhundert ließ der Adel drei Burgen bauen. 1672 kauften die Freiherrn von Saint-André ein Drittel des Dorfes und bauten ein neues Schloss auf einem der drei ehemaligen Burggelände.

Im Jahre 1762 konnte der Ritterkanton Odenwald das ganze Dorf von den ehemaligen Erben kaufen, machte Kochendorf zu seiner Kanzlei und führte ein Ritterhotel, das nicht mehr existiert.

1806 wurde Kochendorf als freie Gemeinde Teil von Württemberg.

Im Jahre 1899 wurden die Salzwerke der Salzwerke Heilbronn AG eröffnet.

Vom 16. Jahrhundert bis zum 19. Jahrhundert gab es eine große jüdische Gemeinde: Um 1740 wurde eine Synagoge erbaut, die 1806 durch einen Neubau ersetzt wurde. Bis 1854 wuchs die Gemeinde auf 154 Personen und machte fast 9% der Dorfbevölkerung aus. Migration und Emigration haben in der Folgezeit die Gemeinde jedoch stark verringert. Im Jahr 1880 waren nur 71 jüdische Einwohner und 1925 nur noch 7 Juden übrig. Die jüdische Gemeinde löste sich vor 1933 auf und verkaufte ihre Synagoge an die evangelische Gemeinde. Fünf von Kochendorfs letzten sieben Juden wurden zwischen 1940 und 1943 durch NS-Verfolgung getötet.

1933-45

1933 fusionierte Kochendorf mit dem benachbarten Jagstfeld nach Bad Friedrichshall. Zwei Jahre später wurde Hagenbach eingemeindet.

Im September 1944 errichtete die SS ein Unterlager des KZ Natzweiler-Struthof in Kochendorf. In dieser letzten Phase des Dritten Reichs wurden Konzentrationslager in der Nähe von Fabriken, Steinbrüchen oder Minen errichtet Arbeit "(Zerstörung durch Arbeit) Unternehmen mussten bei der Organisation Todt einen Umbau beantragen.

Beteiligt waren verschiedene Militärunternehmer und Baufirmen: Die Hochtief AG, eine führende Baufirma, die im Dritten Reich eine wichtige Rolle spielte, wurde beauftragt, die Hallen zu funktionsfähigen Produktionsstätten umzubauen. Geplant war eine großflächige Erweiterung auf 40 oder 50 Minenkammern. Ein weiteres Bauunternehmen war die Firma Koch & Mayer GmbH aus Heilbronn. Das Flugzeugunternehmen Ernst Heinkel AG hatte unter den Militärunternehmen in Kochendorf eine führende Position inne und beauftragte den Bau von Versuchseinheiten für die Turbine He S 011, die in das Jagdflugzeug Messerschmitt Me P 1101 eingebaut werden sollte. Für diese Turbine stellten die Robert Bosch GmbH und die Siemens-Schuckert-Werke AG Zündkerzen, Einspritzpumpen und Elektromaterial her. Die Motorenwerke Mannheim AG ließen im Bergwerk U-Boot-Motorkomponenten bauen. Nur die Produktion von Maschinengewehren konnte bisher noch keinem Unternehmen zugeordnet werden.

Eine detaillierte Dauerausstellung seit 2012 kann in der Salzmine Bad Friedrichshall Kochendorf besichtigt werden.

1945 bis heute

Am 17. Juni 1951 wurde Bad Friedrichshall zur Stadt erhoben. Am 15. März 1972 folgten Duttenberg und am 1. Januar 1975 Untergriesheim.

Quelle: Wikipedia
Weiterlesen: en.wikipedia.org/wiki/Bad_Friedrichshall