Bad Harzburg

Landkreis Goslar, Niedersachsen, Deutschland

Land:
Staat:
Gemeinde:
Bad Harzburg
Bevölkerung:
21 904

Über Bad Harzburg

Bad Harzburg ist eine Stadt in Mitteldeutschland, im Landkreis Goslar in Niedersachsen. Es liegt am nördlichen Rand des Harzes und ist ein anerkannter Salzwasserheilbad und Luftkurort.

Erdkunde

Ort

Bad Harzburg liegt am nördlichen Fuße des Harzes am Rande des Nationalparks Harz. Im Osten des Bezirks befindet sich die Grenze zwischen den Bundesländern Niedersachsen und Sachsen-Anhalt, der ehemaligen innerdeutschen Grenze. Der kleine Fluss Radau, ein Nebenfluss des Oker, entspringt im Harz und fließt durch die Stadt. In der Nähe liegen die Städte Goslar im Westen, Vienenburg im Norden, Braunlage im Süden und Ilsenburg und Osterwieck im Osten.

Stadtbezirke

Die Bezirke im Bezirk Bad Harzburg mit ihrer Bevölkerung in Klammern sind:

Bad Harzburg (10.502)

Bettingerode (467)

Bündheim (5.746)

Eckertal (161)

Göttingerode (1.039)

Harlingerode (3.054)

Schlewecke (1.832)

Westerode (1,109)

Bevölkerung: zum 31. Dezember 2008

Klima

Klimatisch ist Bad Harzburg eine Übergangszone zu einer reinen Alpenregion mit ausgeprägtem lokalen Klima.

Geschichte

Mittelalterliche Zeiten

Der Legende nach ließ Kaiser Karl der Große nach der Eroberung des Gebiets im Zuge der Sächsischen Kriege um 780 eine Kapelle auf dem Burgberg, einem Hügel über der Stadt, errichten. Möglicherweise stand sie an der Stelle eines heiligen Hains, der einem sächsischen Gott namens Krodo gewidmet war, dessen Statue Karl der Große gestürzt hatte.

Es wird angenommen, dass König Konrad I. von Deutschland hier 916 ein Kanonenkolleg gegründet hat, um seine Herrschaft im Herzogtum Sachsen unter Heinrich dem Fowler zu verstärken. König Heinrich III. Ließ ihn 1039 in seine Kaiserpfalz nach Goslar überführen. Sein Sohn und Nachfolger Heinrich IV. Hatte sich zwischen den Jahren 1065 und 1068 noch in einem schlechten Zustand mit den Sachsen auf dem Burgberg eine ansehnliche Burg gebaut, um die Region zu kontrollieren 1073 wurde er während des großen sächsischen Aufstandes von den Truppen des Herzogs Otto von Nordheim belagert. Henry gelang die Flucht aus der Burg, die nach dem Frieden von Gerstungen von ihren Angreifern schwer beschädigt wurde. Kaiser Friedrich Barbarossa ließ es wiederaufbauen, nachdem er 1180 seinen Rivalen, den sächsischen Herzog Heinrich den Löwen, besiegt hatte. Heinrichs Sohn Otto IV., Der 1209 zum Heiligen Römischen Kaiser gekrönt wurde, starb am 19. Mai 1218 auf der Burg.

Die archäologischen Funde einer ersten, später verlassenen Siedlung unterhalb der Burg Schulenrode (Altsächsisch für "verborgene (vgl. Skulk) Clearing") stammen aus dem 10. Jahrhundert. Ein anderer Ort in der Nähe namens Hartesborch wurde erstmals 1314 von der Benediktinerabtei Ilsenburg erwähnt. Die heutige Stadt selbst, damals Neustadt genannt, wurde 1338 erstmals urkundlich erwähnt.

Neuzeit

Ab 1488 war die Harzburg mit ihren umliegenden Ständen Teil des Fürstentums Braunschweig-Wolfenbüttel, jedoch räumlich getrennt von der Residenz des Fürsten von Wolfenbüttel durch die benachbarten Fürstbischöfe Hildesheim und Halberstadt. Um 1569 förderte Herzog Julius von Braunschweig die Entwicklung einer Salzwasserquelle zur Gewinnung von Salz. Der Brunnen wurde Juliushall genannt und seit 1852 wird die Sole für Salzbäder sowie für andere medizinische Zwecke verwendet.

1892 änderten die Bürger die Stadt von Neustadt in Harzburg. Es erhielt den Titel "Bad" (Deutsch für "Bad", dh Spa), erhielt 1894 Stadtprivilegien und ist seitdem zu einer wichtigen Kurstadt und Touristenattraktion geworden.

20. Jahrhundert

Das Wahlergebnis der NSDAP im Landkreis Bad Harzburg war bislang unterdurchschnittlich.

Die Harzburger Front einer vereinten "nationalen Opposition" gegen die deutsche Regierung von Heinrich Brüning wurde von Alfred Hugenberg, der nationalkonservativen Deutschen Volkspartei (DNVP), der Führung der NSDAP (NSDAP), der Paramilitärischen Vereinigung Stahlhelm und initiiert der Alldeutschen Verband und bestand am 11. Oktober 1931. Seit 1930 waren sowohl die Volkspartei als auch die Nationalsozialisten an der Regierung des Freistaates Braunschweig beteiligt, ab September 1931 war der führende Nazi-Politiker Dietrich Klagges Innenminister.

Während des Zweiten Weltkriegs wurden in mehreren Hotels Militärkrankenhäuser eingerichtet. Die Stadt ergab sich am 11. April 1945 kampflos der 83. US-Infanteriedivision.

Nach dem Krieg gehörte Bad Harzburg mit den Ländern Braunschweig zur britischen Zone des von Alliierten besetzten Deutschland und gehörte ab 1949 zu Westdeutschland. Vor der Wiedervereinigung war der Bahnhof der östliche Endpunkt einer wichtigen Eisenbahnstrecke westlich der innerdeutschen Grenze.

Demografie

Sehenswürdigkeiten

Quelle: Wikipedia
Weiterlesen: en.wikipedia.org/wiki/Bad_Harzburg

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