Bad Schlema

Erzgebirgskreis, Sachsen, Deutschland

Land:
Staat:
Gemeinde:
Bad Schlema
Bevölkerung:
4 991

Über Bad Schlema

Bad Schlema ist eine Gemeinde im sächsischen Erzgebirgskreis im Freistaat Sachsen und gehört zum Städtebund Silberberg. Die Silberstraße führt durch die Stadt. Die Gemeinde entwickelt ihre Tourismusbranche, vor allem ihre Kureinrichtungen.

Erdkunde

Die Gemeinden von Bad Schlema sind Oberschlema, Niederschlema und Wildbach.

Geschichte

Die heutige Gemeinde Bad Schlema ist eine Verschmelzung der beiden ehemals getrennten Gemeinden Niederschlema und Oberschlema, die 1958 stattfand. Seit 1994 ist auch die Gemeinde Wildbach mit dieser neueren Gemeinde vereint.

Diese beiden rund 800 Jahre alten Gemeinden im Schlema-Tal wurden im Laufe der Jahrhunderte für den Eisen-, Kupfer-, Silber- und Uranbergbau bekannt. Zur Zeit der Industrialisierung waren die Werke Toelle, Ehrler, Leonhardt, Rostosky und Philipp in Niederschlema und die Firmen Wilisch, Leonhardt, Kenzler und Müller in Oberschlema in ganz Deutschland ein Begriff. Nachdem von Christoph Schürer ein Verfahren zur Herstellung von blauem Kobaltfarbstoff entdeckt worden war, entwickelte sich in Oberschlema das mit 42 Gebäuden größte kobaltblaue Färberei der Welt. Nachdem 1908 bis 1912 in der Marx-Semmler-Stolln (Bergwerkmine) in Oberschlema reiche Radonquellen erschlossen wurden, entwickelte sich das reichste Radiumbad der Welt nach 1918. Nur 10 Jahre später zählte es zu den bedeutendsten Heilbädern Deutschlands 1943 gab es mehr als 17.000 Kurgäste).

Nachdem der Uranabbau von den sowjetischen Besatzungsmächten übernommen worden war, waren der Kurort, das Radiumbad Oberschlema Hotel und die Innenstadt von Oberschlema völlig ausgelöscht. Bis 1990 hatte die Sowjetisch-Deutsche Aktiengesellschaft Wismut (SDAG Wismut) im Schlema-Tal und im benachbarten Mulde-Tal mehr als 80 000 t Uran abgebaut.

Nach dem Ende des Bergbaus organisierte der Bürgermeister Konrad Barth die Wiederbelebung Schlemas als Kurort, die 1998 mit der Eröffnung des neuen Kurhauses realisiert wurde. Die neu eröffneten Radonquellen ermöglichen ein ausgiebiges Bad, das täglich von 1200 Gästen im Badehaus "Actinon" genutzt wird.

Die sächsische Landesregierung verlieh der Gemeinde am 18. Januar 2005 die offizielle Bezeichnung Bad (wörtlich „Bad“), nachdem sie bereits seit dem 29. Oktober 2004 als Radon-Spa anerkannt wurde. Damit erhielt Bad Schlema als erste Gemeinde die Bezeichnung Bad seit 1990.

Im Jahr 2016 empfahl der Bürgermeister von Bad Schlema den Bürgern, dass ihre Töchter "nicht in diesen Gebieten spazieren gehen sollten " und sich auf Straßen beziehen, in denen minderjährige Mädchen in Bad Schlema von illegalen Migranten belästigt werden können.

Bevölkerungsentwicklung

Alle folgenden Zahlen beziehen sich auf den 31. Dezember des jeweiligen Jahres.

Politik

Kommunale Partnerschaft

Bad Schlema unterhält eine Partnerschaft mit Rechberghausen in Baden-Württemberg.

Kultur und Sehenswürdigkeiten

Museen

Traditionsstätte des Sächsisch-Thüringischen Uranerzbergbaus (sächsisch-thüringische historische Stätte für Uranbergbau)

Musik

Silberbach-Chor

Berühmte Menschen

Karsten Speck (1960-), Entertainer und Schauspieler

Ricco Groß (1970-), Biathlet

Johannes Unger (1976-), Organist

Lesen Sie weiter

Oliver Titzmann: Uranbergbau gegen Radiumbad, Selbstverlag, 2002

Oliver Titzmann: Radiumbad Oberschlema. Die Geschichte eines Kurortes, Selbstverlag 1995

Quelle: Wikipedia
Weiterlesen: en.wikipedia.org/wiki/Bad_Schlema

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