Bad Wurzach

Landkreis Ravensburg, Tübingen Region, Baden-Württemberg, Deutschland

Land:
Gemeinde:
Bad Wurzach
Bevölkerung:
14 167

Über Bad Wurzach

Bad Wurzach ist eine Kleinstadt im süddeutschen Bundesland Baden-Württemberg. Es ist ein bekannter Kurort und Heimat des ältesten Moorheilbads Baden-Württembergs sowie eines der größten zusammenhängenden Hochmoorgebiete Europas. Es liegt 25 km nordöstlich von Ravensburg und ist Teil des Landkreises Ravensburg in der Region Oberschwaben. Seit 1950 trägt die Stadt das Prädikat Bad (Kurort). Es ist die flächenmäßig drittgrößte Gemeinde in Baden-Württemberg, die nach Stuttgart, der Hauptstadt des Landes, und Baiersbronn an zweiter Stelle steht.

Geografische Position

Die Gemeinde Bad Wurzach (Kurort) liegt in einem weiten Tiefland zwischen den Regionen Allgäu und Oberschwaben. Schloss und Stadt grenzen an das sogenannte Wurzacher Ried an (Wurzacher Ried, Wurzach Reed Marsh). Der "Ried" ist ein sehr großer Sumpf. Es ist fast 18 km2 groß und ist das größte zusammenhängende, intakte Hochmoor in Mitteleuropa. Der Europarat hat dieses Naturschutzgebiet mit dem Europäischen Diplom für Naturschutzgebiete ausgezeichnet.

Die Höhe der Städte variiert zwischen 650 und 800 Metern.

Kommunale Untergliederungen

Die Gemeinde Bad Wurzach besteht aus folgenden Gemeinden:

Bad Wurzach (5399 Einwohner)

Arnach (1.436)

Dietmanns (791)

Eintürnen (735)

Gospoldshofen (619)

Haidgau (972)

Hauerz (1.128)

Seibranz (1.219)

Unterschwarzach (1.385)

Ziegelbach (925)

Nachbargemeinden

Die Stadt grenzt an zwei Gemeinden im Landkreis Biberach sowie an zwei Städte und vier Gemeinden im Landkreis Ravensburg. Die Gemeinden sind, beginnend im Norden und im Uhrzeigersinn, Eberhardzell und Rot an der Rot im Landkreis Biberach und Aitrach, Aichstetten, Leutkirch im Allgäu, Kißlegg, Wolfegg und Bad Waldsee im Landkreis Ravensburg.

Geschichte

Die Stadt wurde erstmals am 13. Juni 1273 als 'Oppidum Wurzun. Am 27. Mai 1333 erteilte "Kaiser Ludwig der Bayer" Hans, Truchsess von Waldburg, die Stadtrechte von Memmingen, einer weit größeren, 25 Kilometer entfernten Stadt, der Siedlung "Wurzun". Mit Stadtrechten erhielt Wurzach das Recht dazu eine niedrigere Gerichtsbarkeit ausüben, das Recht, Märkte zu halten, und das Recht und die Pflicht, eine umgebende Mauer zu errichten, um sich selbst zu schützen. 1514 wurde die Leinwandschau gegründet. 1515 begann der Bau des Klosters Maria Rosengarten Heute sind noch gut erhaltene Hauptgebäude erhalten: Am 14. April 1525 fand am Leprosenberg ("Leper Hill") vor den Toren der Stadt eine Schlacht zwischen den Bauern statt, als Teil des damals wütenden Bauernkrieges In der Stadt blieben aufgrund der Auswirkungen und Folgen des Dreißigjährigen Krieges und der Pest nur 19 Menschen. Im Jahr 1675 wurde die Regierung von Waldburg-Zeil-Wurzach gegründet und wurde der zugeteilt Oberamt Leutkirch (Verwaltungsbezirk Leutkirch), eine große Nachbarstadt. In den Jahren 1813 und 1814 wurden im Befreiungskrieg 35.301 Soldaten in Wurzach betreut. Das Leprosenhaus am Leprosenberg diente als Lazarett für 4 003 Männer. 1903 wurde der Landkreis Waldburg-Zeil-Wurzach aufgelöst.

Während der deutschen Besetzung der Kanalinseln im Zweiten Weltkrieg wurden viele Einwohner der in Großbritannien geborenen Inseln verhaftet und nach Bad Wurzach deportiert. Trotz der Entbehrungen während des Krieges wuchsen Freundschaften und es wurde schließlich eine formelle Partnerschaft mit Saint Helier, der Hauptstadt von Jersey, aufgenommen.

1904 wurde die Eisenbahnstrecke Rossberg-Wurzach eröffnet. Im Jahr 1936 wurden die ersten Moorbadbehandlungen im Kloster Maria Rosengarten angeboten. Durch die Auflösung des Regierungsbezirkes Leutkirch im Jahr 1938 wurde Wurzach Teil der Grafschaft Wangen. 1950 erhielt die Stadt den Titel "Bad" zusammen mit den Kurorten. Mit der Kommunalreform von 1972 wurden die oben genannten Gemeinden in den Stadtteilen Teil der Stadt Bad Wurzach. Seit 1996 wurden in der Stadt umfangreiche Sanierungs- und Reparaturarbeiten durchgeführt, und im Zuge eines Wiederaufbereitungsprogramms wurden moderne Gebäude hinzugefügt.

Annexion

Im Zuge der Gemeindegebietsreform in Baden-Württemberg (Landkreisreform von 1972 in Baden-Württemberg) wurden die bis dahin alleinstehenden Gemeinden suburbanisiert und gehörten zu Bad Wurzach:

1. Juni 1972: Arnach, Eintürnen und Ziegelbach

1. Juli 1972: Hauerz

1. Dezember 1972: Gospoldshofen

1. Januar 1973: Dietmanns und Haidgau

1. Januar 1975: Seibranz

Haidgau gehörte bereits vor der Landkreisreform zum Landkreis Ravensburg. Unterschwarzach und Dietmanns gehörten zum Landkreis Biberach. Die anderen Gemeinden gehörten zum Landkreis Wangen.

Geschichte der suburbanisierten Gemeinden

Quelle: Wikipedia
Weiterlesen: en.wikipedia.org/wiki/Bad_Wurzach