Barsinghausen

Region Hannover, Niedersachsen, Deutschland

Land:
Staat:
Gemeinde:
Barsinghausen
Bevölkerung:
33 090

Über Barsinghausen

Barsinghausen (niederdeutsch Basche ) ist eine Stadt und selbständige Gemeinde nach niedersächsischem Kommunalrecht in der Region Hannover.

Geografie

Lage

Barsinghausen liegt am Höhenzug im Übergangsgebiet zwischen den deutschen Mittelgebirgen und dem norddeutschen Tiefland. Die Stadt gehört administrativ zur Region Hannover und liegt im Calenberger Land. Der Deister ist ein Naherholungsgebiet, das an das Weserbergland grenzt. 200 Meter entfernt. Der Ort liegt innerhalb der Calenberger Lössbörde mit fruchtbaren Ackerböden.

Das Stadtgebiet weist zwischen Groß Munzel und dem Deisterkamm einen Höhenunterschied von mehr als 300 Metern auf. Die SGB Stadtentwicklungsgesellschaft Barsinghausen mbH greift im Logo die Zahl „142 üNN“ und zeigt damit auf die Höhenunterschiede (Reliefenergie) im Stadtgebiet.

Nachbargemeinden

Barsinghausen grenzt an Wunstorf, Seelze, Gehrden, Bad Nenndorf, Wennigsen (Deister), Springe, Lauenau und Bad Münder am Deister und somit an Teile der Landkreise Hameln-Pyrmont und Schaumburg.

Stadtgliederung

Die Stadt besteht aus den folgenden Ortsteilen (Einwohnerzahlen in Klammern):

Geschichte

Frühere Ortsnamen von Barsinghausen waren in den Jahren 1193 Berkingehusen, 1200–1204 Berzinghusen, 1203 Berchingehusen, 1213 Berscyngehusen, 1216 Berchsihusen, 1223–1225 Berkenhusen, 1228 Berkingehusen und 1229 Bercingehusen. Anscheinend besteht eine Verbindung zum Familiennamen „Berico“, „von Bero“, „Bern“ und „Bär“, „Held“, „Krieger“ bedeutet. Daher bedeutet Barsinghausen sinngemäß „bei den Häusern der Sippe des Beriko“.

Besiedlung der Deistermulde und Klostergründung

Werkzeugfunde belegen den Aufenthalt von Menschen im Gebiet Barsinghausen Zur Zeit der Völkerwanderung um 400 n. Chr. sind die Cherusker im Deister-Leine-Raum nachweisbar. Nach 500 n. Chr. erschließen Sachsen die Deistermulde. Im Frühmittelalter zählte das Siedlungsgebiet zum Marstemgau. Im späten 10. und frühen 11. Jahrhundert entstand die Isenburg als Wallburg bei Landringhausen. Ihre kaum noch sichtbaren Reste wurden 1982–1983 untersucht. Im 11. Jahrhundert wurde die „Kokemühle“, eine Wassermühle zwischen den späteren Barsinghäusern und Barrigsen und Landringhausen,

Barsinghausen wurde erstmals urkundlich im Hochmittelalter (1193) genannt, damals noch unter dem Namen „Berkingehusen“. Andere Ortsteile sind urkundlich wie etwa Kirchdorf, das in einer karolingischen Urkunde 892 genannt wird. Die älteste urkundliche Erwähnung des Ortes Goltern datiert auf das Jahr 1158 (Urkunde zur Abführung des Zehnten an Herzog Heinrich des Jüngeren von Bayern und Sachsen). 1225 wird der Ort Barrigsen erstmals urkundlich erwähnt.

Im Hochmittelalter bildeten die Lössböden und zahlreiche Zuflüsse zur Südaue für die Landwirtschaft und zahlreiche Mühlenbetriebe. Erstmals urkundlich erwähnt werden drei Mühlen in Egestorf im Jahr 1231. Außerdem entstand im Barsinghäuser Raum in dieser Zeit Rittergüter und Grundherrengüter als eigene Wirtschaftseinheiten.

Reformation, Bergbau und Industrialisierung

Die Reformation führte 1543 zu einer kirchlichen Neuordnung im Kloster Barsinghausen. Steinhauer, die den Deistersandstein abbauten, eine gesellschaftliche Bedeutung. Der Barsinghäuser Bergbau erfährt eine weitere Aufschwung ab 1817, als zu den Abnehmern der Wealdensteinkohle der frühen Industriebetriebe um Hannover (zB in Linden) hinzukamen.

Im Jahr 1828 wurde die bisher selbstständige Gemeinde Altenhof eingemeindet. Einige Gebäude aus dieser Zeit in der heutigen Altenhofstraße noch erhalten. 1872 erhielt Barsinghausen durch die Strecke Hasten – Weetzen (Deisterbahn) einen Eisenbahnanschluss an das Netz der Hannover-Altenbekener Eisenbahn, der hauptsächlich der Steinkohle-Bergbau im Deister diente. Im Jahr 1910 waren bereits 50 Prozent aller Erwerbstätigen in den Bergwerken beschäftigt.

Aufgrund des Bevölkerungswachstums in Barsinghausen aufgrund der Flüchtlingsströme ein. Nachdem die Preußische Bergwerks- und Hütten AG (heute: TUI) 1956/57 den Abbau der Steinkohle einstellte, siedelten sich andere Industriezweige in Barsinghausen an. Im Gespräch war 1954 auch die Ansiedlung des VW-Zweigwerks für den Bau des Transporters, der unter anderem durch den niedersächsischen Wirtschaftsminister Hermann Ahrens unterstützt wurde. Den Zuschlag erhalten allerdings Hannover-Stöcken. Im Jahr 1969 erlangte Barsinghausen den Stadtstatus. Bis zu dessen Auflösung im Jahr 2004 gehörte Barsinghausen zum Regierungsbezirk Hannover.

Eingemeindungen

Quelle: Wikipedia
Weiterlesen: de.wikipedia.org/wiki/Barsinghausen

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