Baunach

Landkreis Bamberg, Regierungsbezirk Oberfranken, Bayern, Deutschland

Land:
Staat:
Gemeinde:
Baunach
Bevölkerung:
4 023

Über Baunach

Baunach ist eine Stadt im oberfränkischen Landkreis Bamberg und Sitz der Verwaltungsgemeinschaft Baunach. Bis zur Verwaltungsreform im Jahr 1972 gehörte Baunach zum unterfränkischen Landkreis Ebern.

Baunach nennt sich "Fränkische Drei-Flüsse-Stadt", weil es an den Flüssen Baunach, Lauter und Main liegt. Diese drei Flüsse sind im Stadtwappen dargestellt, in dem ein goldener Hecht über den drei Flüssen liegt. Im Jahr 2002 feierte die Stadt ihr 1.200-jähriges Jubiläum. Außerdem fließt der Fluss Itz durch das Gemeindegebiet.

Der Name Baunach kommt vom indogermanischen Wort für Fluss: Bunahu. Dies kann als "Quellwasser" übersetzt werden. Seit Jahrtausenden ist die gesamte Region bei Baunach von Kelten und Franken besiedelt.

Erdkunde

Baunach liegt am rechten Mainufer, 11 km nördlich von Bamberg.

Kraiberg (365 Meter hoch) und Stiefenberg (396 Meter hoch) sind die wichtigsten Berge der Region. Baunach liegt innerhalb der Haßberge und ist somit Mitgliedstadt des Naturparks Haßberge.

Konstituierende Gemeinschaften

Baunachs Hauptort und Namensgeberzentrum ist mit 3.069 Einwohnern der mit Abstand größte Ortsteile. Die Stadt verfügt außerdem über diese abgelegenen Zentren, die jeweils mit einer eigenen Bevölkerungszahl angegeben sind:

Daschendorf 88

Dorgendorf 342

Godelhof 13

Godeldorf 56

Leucherhof 2

Priegendorf 345

Reckenneusig 227

In der Stadt gibt es auch diese traditionellen Landeinheiten, auch Gemarkungen genannt: Appendorf, Baunach, Daschendorf, Dorgendorf, Priegendorf, Reckenneusig, Stiefenberg, Derchendorfer Forst, Lußberger Forst.

Die letzten zwei sind bewaldete Gebiete ohne Einwohner. Traditionell wird eine Gemarkung nach einer Stadt oder einem Dorf benannt, die in der Nähe liegen.

Geschichte

Die ersten Quellen einer Stadt namens Baunach stammen aus dem Jahr 802. Dennoch ist die gesamte Region von Baunach bis zum Staffelberg seit Jahrtausenden besiedelt. Kaiser Ludwig der Bayer verlieh 1328 die Stadtrechte von Baunach. Die Stadt war sowohl ein Obervogtamt als auch Sitz eines berühmten Ritterkreises vor der Säkularisierung und gehörte zum Fürstbistum Bamberg. Im Jahr 1727 wurde die letzte Hinrichtung in Baunach ausgeführt. Im Jahre 1803 kam Baunach infolge des Reichsdeputationshauptschlusses nach Bayern. Nach dem Zweiten Weltkrieg kamen viele Flüchtlinge nach Baunach.

Bevölkerungsentwicklung

Im Stadtgebiet wurden im Jahr 1970 2.914 Einwohner gezählt, 1987 waren es 3174 und im Jahr 2000 waren es 3.807. Am 30. Juni 2007 waren es 3.933.

Politik

Der Bürgermeister ist Ekkehard Hojer (CBB). Er wurde 2002 Nachfolger von Georg Wild (CSU).

Stadtrat

Im Jahr 1999 beliefen sich die in Euro umgerechneten Steuereinnahmen der Stadt auf 1.791 Tsd. €, davon entfielen 414 Tsd. € auf Netto.

Wappen

Am 15. Juli 1447 verlieh der Bamberger Bischof Anton von Rotenhan der Marktgemeinde Baunach „ein Sigill und Panir“ („Siegel und Banner“). Er machte deutlich, dass die Anklagen (nicht die Farben - sie kamen erst später) in den Armen der Stadt auftauchten: „sullen steen drey wasserfluss. Und durch diesen drey wasserfluss soll ein gantzer hecht mit dem haupt von einem obern ecke des schilts .... geen. “(„ Soll drei flüsse stehen. Und durch die gleichen drei flüsse soll ein kopf mit dem kopf von dem einen gehen obere Ecke des Schildes “).

Die drei Flüsse sind die Baunach, die Lauter und der Main. Der Hecht symbolisiert den Fischreichtum der Stadt. Fürstbischof Johann Philipp von Gebsattel (1599–1609) vervollständigte die farbigen Arme mit folgenden Farben: Rot für das Feld, Silber für die Flüsse und Gold für den Hecht.

Öffentliche Einrichtungen

Sport- und Freizeiteinrichtungen

Fußballfeld

Tennisplatz

Hallenbad

Eislaufbahn

Badesee

Fischteich

Boarding- und Landungssteg für das Kanuerlebnis Obermain (geplant)

Kultur und Sehenswürdigkeiten

Museen

Das Heimatmuseum Baunach im Alten Rathaus zeigt Exponate aus der Vorgeschichte und Frühgeschichte der Stadt und der Gemeinde sowie aus dem Clubleben von Baunach. Es gibt auch landwirtschaftliche Geräte und andere aus dem historischen Handwerk sowie aus städtischen und ländlichen Haushalten. Im ehemaligen Sitzungssaal des Rathauses befindet sich eine umfassende Sammlung des Malers und Grafikers Max Schnös.

Gebäude

Der historische Marktplatz mit Fachwerkhäusern, darunter der Obleyhof, wurde erstmals 1385 urkundlich erwähnt und gehörte dem Bamberger Domkapitular. Jeder neue Domkapitel erhielt den Hof als Obley („Bonus“); Brunnen mit Statue des späten Überkums

Die dem heiligen Oswald geweihte Pfarrkirche mit Turm aus dem Jahr 1244 und dem Chor aus der Zeit um 1460. Neben der Kirche befindet sich ein ehemaliges zweigeschossiges Kadaverhaus. Die große Kirchenpfeifenorgel besteht aus den folgenden Orgelstopps (so weit wie möglich übersetzt):

Quelle: Wikipedia
Weiterlesen: en.wikipedia.org/wiki/Baunach

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