Bautzen

Landkreis Bautzen, Sachsen, Deutschland

Land:
Staat:
Gemeinde:
Bautzen
Bevölkerung:
39 743

Über Bautzen

Bautzen (ausgesprochen (zuhören); Obersorbisch: Budyšin (zuhören); Ostsachsen, Deutschland und Verwaltungszentrum des gleichnamigen Bezirks. Es liegt an der Spree. Ab 2013 ist die Bevölkerung 39.607. Asteroid 11580 Bautzen ist zu Ehren der Stadt benannt.

Bautzen wird oft als inoffizielle, aber historische Hauptstadt der Oberlausitz betrachtet und ist das wichtigste Kulturzentrum der Sorben, eines slawischen Volkes.

Erdkunde

Geografische Situation

Die Stadt an der Spree liegt etwa 50 km östlich von Dresden zwischen dem Lausitzer Hochland und dem Tiefland im Norden inmitten der Oberlausitz. Im Norden erstreckt sich der 1974 überflutete Bautzen-Stausee. Hier befinden sich die Dörfer Malsitz (Małšecy) und Nimschütz (Hněwsecy).

Erweiterung des Stadtgebiets

Der alte Teil von Bautzen liegt auf dem Plateau oberhalb der Spree, dessen Spitze von der Ortenburg (de) markiert ist. Es ist von der Stadtmauer begrenzt. Die später gebauten, neueren Viertel im Osten wurden von den Stadtmauern umschlossen. Nach ihrer Entfernung dehnte sich die Stadt weiter nach Osten und zum linken Ufer aus. Westlich der Spree gab es bis heute nur ein kleines Stadtgebiet. In den 70er Jahren wurden die Entwicklungsgebiete "Gesundbrunnen" und "Allendeviertel" errichtet. Nach 1990 wurden mehrere Nachbardörfer eingemeindet.

Angrenzende Gemeinden

Die Stadt grenzt im Norden an Radibor, Großdubrau und Malschwitz, im Osten an Kubschütz, im Süden an Großpostwitz, Obergurig und Doberschau-Gaußig sowie im Westen an Göda. Alle diese gehören zum Bezirk Bautzen.

Unterteilung

Die 15 Stadtbezirke sind:

Geschichte

Im 3. Jahrhundert nach Christus existierte hier eine ostgermanische Siedlung, aber Ausgrabungen haben gezeigt, dass die Region bereits in der späten Steinzeit besiedelt war. Während der Völkerwanderungszeit im sechsten Jahrhundert nach Christus kamen Sorben in das Gebiet.

Der erste schriftliche Nachweis über die Existenz der Stadt wurde im Jahr 1002 veröffentlicht. Im Jahr 1018 wurde der Frieden von Bautzen zwischen dem deutschen König Heinrich II. Und dem späteren polnischen König Bolesław I. dem Tapferen unterzeichnet. Der Vertrag verließ Bautzen (im modernen polnischen Budziszyn) unter polnischer Herrschaft. 1032 ging die Stadt an das Heilige Römische Reich, 1319 an die böhmische Krone und 1635 an Sachsen über.

Im Mittelalter war sie Mitglied der Sechs Städte-Allianz der oberlausitzer Städte Görlitz, Zittau, Löbau, Kamenz, Lauban und Bautzen.

Hier befand sich 1813 eines der Schlachtfelder der napoleonischen Kriegsschlacht von Bautzen.

1839 wurde in der Stadt die sorbische Studentenorganisation Societas Slavica Budissenensis gegründet. Das sorbische Haus (Obersorbisch: Serbski Dom), ein sorbisches Kulturzentrum, wurde 1904 in der Stadt eröffnet.

Während des Zweiten Weltkriegs und der NS-Zeit gab es in Bautzen ein Außenlager des Konzentrationslagers Groß-Rosen. Ernst Thälmann wurde dort inhaftiert, bevor er nach Buchenwald deportiert wurde. Zwischen dem 21. und 30. April 1945 wurde die Schlacht von Bautzen ausgetragen.

Darüber hinaus war Bautzen in ganz Ostdeutschland wegen seiner Strafvollzugsanstalten berüchtigt. Bautzen I wurde als offizielles Gefängnis eingesetzt und wurde bald Gelgel Elend ("Gelbes Elend") genannt, während das geheime Bautzen II als Gefängnis für gewaltlose politische Gefangene verwendet wurde. Bautzen I wird immer noch als Gefängnis benutzt und Bautzen II dient seit 1993 als Denkmal.

Im Jahr 2002 feierte die Stadt ihren 1000. Geburtstag.

Bevölkerungsentwicklung

(Stand 31. Dezember, sofern nicht anders angegeben)

1849–10518

1868–12.623

1875–14709

1890–21,516

1933 - 41,951

1950 - 41.592 (Stand 31. August)

1960 - 41,613

1984 - 51,208

1995 - 44.763

2000 - 43.353

2005 - 42.150

2010 - 40.573

2015 - 40.501

Bürgermeister

Konrad Johannes Kaeubler, Oberbürgermeister (1890-1918)

Gottfried Franz Hermann Niedner (1872–1945), Bürgermeister 1918–1933

Christian Schramm (* 1952), (CDU), (Lord) Bürgermeister 1990–2015

Alexander Ahrens (* 1966), (unabhängig), seit 2015 Bürgermeister

Hauptsehenswürdigkeiten

Bautzen besitzt einen sehr kompakten und gut erhaltenen mittelalterlichen Stadtkern mit zahlreichen Kirchen und Türmen sowie einer Stadtmauer am steilen Ufer der Spree mit einem der ältesten erhaltenen Wasserwerke in Mitteleuropa (erbaut 1558).

Interessante Orte sind:

Der Reichenturm, einer der steilsten und noch begehbaren Türme nördlich der Alpen

Ortenburg Schloss

Das alte Wasserwerk, ein architektonisches Denkmal und ein Museum

Der Petersdom, Deutschlands einziges historisches interkonfessionelles Kirchengebäude

Hexenhaus, ältestes erhaltenes Wohngebäude (erbaut 1604)

Es gibt vier Museen, darunter das Stadtmuseum Bautzen (Bautzen) und das Sorbische Museum (Sorbisch Museum, Sorbisch: Serbski muzej).

Bemerkenswerte Bürger der Stadt

Quelle: Wikipedia
Weiterlesen: en.wikipedia.org/wiki/Bautzen

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