Bebra

Landkreis Hersfeld-Rotenburg, Regierungsbezirk Kassel, Hessen, Deutschland

Land:
Staat:
Gemeinde:
Bebra
Bevölkerung:
13 651

Über Bebra

Bebra ist eine Kleinstadt im Landkreis Hersfeld-Rotenburg in Nordosthessen.

Erdkunde

Ort

Bebra liegt etwa 45 km südlich von Kassel an der Fulda. Die Stadt ist auf den meisten Karten dank ihrer prominenten Lage an der Fuldaknie ("Fulda-Knie") leicht zu finden. Um die Stadt herum liegen das Stölzinger Gebirge im Norden, die Richelsdorfer Berge im Osten, der Seulingswald im Südosten und die Knüllin im Südwesten. Die größten Nachbarorte sind Rotenburg und Bad Hersfeld. Frankfurt liegt etwa 150 km südwestlich von Bebra.

Innerhalb von Bebras Stadtgrenzen münden Bebra, Solz, Lüder und Ulfe in die Fulda, während die Iba in die Ulfe mündet.

Nachbargemeinden

Im Uhrzeigersinn von Norden her sind dies Cornberg, Nentershausen, Ronshausen, Ludwigsau und Rotenburg.

Konstituierende Gemeinschaften

Bebras 11 Stadtteile sind in alphabetischer Reihenfolge Asmushausen, Blankenheim, Braunhausen, Breitenbach, Gilfershausen, Iba, Imshausen, Lüdersdorf, Rautenhausen, Solz und Weiterode. Imshausen und Solz sind der Sitz der Familie Trott zu Solz.

Geschichte

Der Name Bebra stammte aus Biberaho ("Dorf am Beaver River"; Biber bedeutet heute noch "Beaver"). Später wurde dies erst Bibera und dann der heutige Name Bebra.

Im Jahr 786 wurde die Stadt erstmals in einem Nachlassverzeichnis der Abtei von Hersfeld urkundlich erwähnt, das 769 errichtet wurde. Der Grund für die Erwähnung war, dass Bebra der Abtei zur Deckung des Nahrungsmittelbedarfs gespendet wurde die Schlussfolgerung, dass das Verzeichnis selbst und damit auch die Existenz von Bebra einige Jahre weiter zurückreichen.

Für die nächsten Jahrhunderte war die Siedlung hauptsächlich ein großes Bauerndorf, obwohl sich an dieser Stelle schon früh wichtige, stark befahrene Straßen trafen. Zum einen gab es die Straße nach Osten, die über Eisenach nach Halle führte. Zum anderen gab es die Poststraße im Fuldatal, die die Region mit Süddeutschland verband. Zu dieser Zeit wurde das Gebiet jedoch von Rotenburg dominiert, das 6 km entfernt war und als kleine Residenzstadt gilt.

Ein Aufschwung kam Bebras Weg, als das Schienennetz in Deutschland ausgebaut wurde und bis Mitte des 19. Jahrhunderts sogar diese Region erreichte. Gegen Ende des Jahrhunderts war die Stadt einer der wichtigsten Eisenbahnknotenpunkte Deutschlands. Zum einen wuchs die Einwohnerzahl der Stadt in rund 70 Jahren von rund 1.300 bis 5.063 im Jahr 1946. Andererseits verlor die Stadt ihren ehemals ausschließlich ländlichen Charakter, indem sich in der Stadt Geschäfte und Geschäfte ansiedelten, zu denen die alte Deutsche Reichsbahn gehörte der größte arbeitgeber. Die Stadtrechte wurden am 20. September 1935 vom Obersten Präsidenten der Provinz Hessen-Nassau, Philipp, Prinz von Hessen, erteilt.

Das Wachstum der Stadt blieb - unterbrochen vom Zweiten Weltkrieg - bis in die 70er Jahre. Aufgrund der guten Verkehrsanbindung entstand in der Stadt ein großes Industriegebiet. Während der Teilung Deutschlands gab es in Bebra einen Grenzkontrollpunkt, um sowohl den Personen- als auch den Güterverkehr zwischen den Nachkriegsberufen und später zwischen West- und Ostdeutschland zu bewältigen. Vor dem Fall der Berliner Mauer war Bebra der größte Grenzkontrollpunkt für den Schienentransport im ostdeutschen Raum zwischen Westdeutschland und Berlin.

Mitte der achtziger Jahre verlor Bebra als Eisenbahnknotenpunkt zunehmend an Bedeutung, was zu einem spürbaren Rückgang des Güterverkehrs und damit zu weniger Arbeitsplätzen bei der Deutschen Bahn führte.

Religion

Im Hauptort von Bebra und seinen Außenbezirken befinden sich 12 evangelische Kirchen, eine katholische Kirche, eine evangelisch-methodistische Kirche und eine syrisch-orthodoxe Kirche. In der Stadt sind freie evangelische und staatliche Kirchengemeinden vertreten.

Verschmelzungen

Alle oben genannten Bevölkerungsgruppen wurden 1972 mit der Gemeindereform verschmolzen.

Bevölkerungsentwicklung

(¹ nach Verschmelzung von 11 abgelegenen Zentren)

Politik

Stadtrat

Die Kommunalwahl am 26. März 2006 brachte folgende Ergebnisse:

Der Stadtrat (Magistrat) besteht aus 8 Ratsherren mit 5 Sitzen für die CDU und drei für die SPD.

Bürgermeister

Bürgermeister Horst Groß (CDU) wurde am 14. Oktober 2001 mit 71,6% der Stimmen und am 14. Oktober 2007 mit 63,2% wiedergewählt.

Wappen

Die Arme der Stadt könnten so beschrieben werden: Gules ein Biber zügellos, in der Basis zwei Biegungen, darüber zwei Biegungen unheimlich, das Ganze argent.

Quelle: Wikipedia
Weiterlesen: en.wikipedia.org/wiki/Bebra

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