Berchtesgaden, Markt

Landkreis Berchtesgadener Land, Oberbayern, Bayern, Deutschland

Land:
Staat:
Region:
Gemeinde:
Berchtesgaden, Markt
Bevölkerung:
7 684

Über Berchtesgaden, Markt

Berchtesgaden (deutsch Aussprache: ) ist eine Gemeinde in den bayerischen Alpen im Südosten Deutschlands. Es liegt im südlichen Landkreis Berchtesgadener Land in Bayern, nahe der Grenze zu Österreich, etwa 30 km südlich von Salzburg und 180 km südöstlich von München. Im Süden der Stadt erstreckt sich der Nationalpark Berchtesgaden durch drei parallele Täler.

Berchtesgaden ist oft mit dem Watzmann verbunden, der mit 2.713 m der dritthöchste Berg Deutschlands (nach Zugspitze und Hochwanner), der in der Klettergemeinde für seine Ostwand und einen tiefen Gletschersee bekannt ist mit dem Namen Königssee (5,2 km2). Ein weiterer bemerkenswerter Gipfel ist der Kehlstein (1.835 m) mit seinem Kehlsteinhaus.

Erdkunde

Berchtesgadens Nachbarorte sind Bischofswiesen, Marktschellenberg, Ramsau und Schönau am Königssee.

Die Gemeinde zählt folgende Ortsteile (Ortsteil): Am Etzerschlößl, Anzenbach, Hintergern, Metzenleiten, Mitterbach, Oberau, Obergern, Obersalzberg, Resten, Unterau, Untersalzberg I, Untersalzberg II und Vordergern.

Etymologie

Berchtesgaden, Oberbayern (Achental), früher Perchterscadmen, Perhtersgadem, Berchirchsgadem, Berchtoldesgadem; das Wort erfuhr eine lateinische Verzerrung des althochdeutschen Fallschirms, die romanische Bareca 'Heuschuppen'. Nachdem die Grundbedeutung vergessen war, fügten sie [wem?] Ein abweichendes Wort des althochdeutschen Gadems "Raum, Einraumhütte" hinzu, was dieselbe Bedeutung impliziert: "Heuhaufen". Vgl. Althochdeutsches muosgadem „Gewürzraum“.

Es gab eine Folk-Etymologie, die eine Ableitung auf der legendären Figur von Frau Perchta (Berchta) stützte, einer Frau (Holle

Geschichte

Die erste historische Notiz stammt aus dem Jahr 1102 und erwähnt das Gebiet aufgrund seiner reichen Salzvorkommen. Berchtesgadens Reichtum stammt zu einem großen Teil aus seinen Salzbergwerken, von denen die erste 1517 ihren Betrieb aufnahm. Die Stadt diente bis zum Reichsdeputationshauptschluss im Jahre 1803 als eigenständige Fürstpropstei. Während der napoleonischen Kriege wechselte Berchtesgaden einige Male den Besitzer, etwa 1805 durch den Vertrag von Pressburg, als das Gebiet an Österreich abgetreten wurde. Salzburg war immer an Berchtesgaden interessiert, und französische Truppen besiedelten das Gebiet kurze Zeit.

Berchtesgaden kam 1810 unter bayerische Herrschaft und wurde sofort populär bei der bayerischen Königsfamilie Wittelsbach, die oft Königssee besuchte und im ehemaligen Augustinerkloster (noch heute von Franz, Herzog von Bayern genutzt) ein königliches Jagdschloss unterhielt. Der aufkommende Tourismus begann sich zu entwickeln und eine Reihe von Künstlern kamen in die Gegend, woraus angeblich Malereck ("Malerecke") am Ufer des Königssees in der Nähe von Ramsau bei Berchtesgaden entstanden ist. Der berühmteste Schriftsteller, der in Berchtesgaden lebte, war Ludwig Ganghofer.

Nazi-Ära

Adolf Hitler hatte seit den 1920er Jahren im Berchtesgadener Gebiet Urlaub gemacht. Er kaufte sich ein Haus am Obersalzberg oberhalb der Stadt an der Flanke des Hohen Golls und begann in den folgenden Jahren mit umfangreichen Renovierungsarbeiten an seinem Berghof. Als andere Spitzenfiguren des Dritten Reiches, wie Hermann Göring, Joseph Goebbels, Martin Bormann, Heinrich Himmler und Albert Speer, begannen sie, das Gebiet zu besuchen, in dem die Partei anfing, Land auf dem Obersalzberg zu kaufen und zu beschaffen.

Um als Außenposten der deutschen Reichskanzlei dienen zu können, wurden in Berchtesgaden und Umgebung (Stanggass) die Büros, Sicherheits- und Unterstützungsdienste vor allem auf dem Obersalzberg erheblich ausgebaut. In der Stadt befanden sich ein neuer Bahnhof mit einem Empfangsbereich für Hitler und seine Gäste sowie ein angrenzendes Postamt. Das Berchtesgadener Hof Hotel, in dem berühmte Besucher wie Neville Chamberlain und David Lloyd George übernachtet haben, wurde erheblich aufgewertet. Das Kehlsteinhaus (unter den Alliierten als "Adlernest" bekannt) auf dem Kehlsteiner Untergipfel des Hohen Golls wurde 1939 zum 50. Geburtstag Hitlers als Geschenk errichtet.

Auch wenn eine gefürchtete "nationale Schanze" des NS-Regimes in den Alpen Ende des Zweiten Weltkrieges nicht zum Tragen kam, starteten die Alliierten im Frühjahr 1945 einen verheerenden Luftangriff auf das Berchtesgadener Gebiet. Im April konzentrierten sie sich auf den Obersalzberg 25 Bombenanschläge haben der Stadt wenig Schaden zugefügt. Am 4. Mai kamen vorwärts gerichtete Elemente des 7. Infanterieregiments der 3. Infanteriedivision an und erhielten die Kapitulation der Stadt.

Nach dem Zweiten Weltkrieg

Quelle: Wikipedia
Weiterlesen: en.wikipedia.org/wiki/Berchtesgaden

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