Berkatal

Werra-Meißner-Kreis, Regierungsbezirk Kassel, Hessen, Deutschland

Land:
Staat:
Gemeinde:
Berkatal
Bevölkerung:
1 637

Über Berkatal

Berkatal ist eine Gemeinde im hessischen Werra-Meißner-Kreis.

Erdkunde

Ort

Berkatal liegt im Naturpark Meißner-Kaufunger Wald am Fuße des Hohen Meißner-Massivs. Der Fluss Berka entspringt innerhalb der Gemeindegrenzen.

Nachbargemeinden

Berkatal grenzt im Westen und Norden an die Stadt Bad Sooden-Allendorf, im Osten an die Stadt Eschwege, im Süden an die Gemeinde Meißner und im Südwesten an die Städte Hessisch Lichtenau und Großalmerode (alle in der Werra -Meißner-Kreis).

Konstituierende Gemeinschaften

Die drei Ortsteile von Berkatal sind Frankenhain, Frankershausen (Verwaltungssitz) und Hitzerode. Die nächst größere Stadt ist der Bezirkssitz von Eschwege. Berkatal liegt etwa 40 km südlich von Göttingen und 45 km östlich von Kassel.

Geschichte

Frankershausen

Die konstituierende Gemeinde Frankershausen, die 876 erstmals urkundlich erwähnt wurde, ist eine der ältesten Siedlungen der Region. Zunächst befand sich Frankershausen im Besitz der Grafen von Bilstein, die das Dorf 1301 an die Landgrafen von Hessen verkauften. Die Landgrafen haben im Laufe ihrer Geschichte verschiedenen Adelsfamilien die Rechte an Frankershausen zugesprochen. Ursprünglich erstreckte sich der Dorfkern um die im klassizistischen Stil erweiterte Dorfkirche. Mit dem Beginn des Salzhandels im 16. Jahrhundert wurde das Tal an der Berka angesiedelt. Mit der Zeit entstanden große Gutshäuser mit stattlichen Häusern mit Kellern, in denen Wein aus dem Rheinland zum Verkauf gehalten wurde. Noch heute zeugen vom Reichtum Frankershausens Salz- und Weinhändler die erhaltenen Häuser aus dem späten 18. Jahrhundert entlang der Berkastraße und von Am Wasser. In Frankershausen sind heute viele Handwerksbetriebe und Handelsbetriebe sowie ein kleiner metallverarbeitender Betrieb tätig. 1976 wurde das 1200-jährige Jubiläum der Gemeinde gefeiert.

Frankenhain

Die konstituierende Gemeinde Frankenhain, die 1360 erstmals urkundlich erwähnt wurde, ist der drittälteste Ort der Gemeinde. Die Gemeinde erlangte während des Booms im Salz- und Weinhandel, dem sich die Bewohner des gesamten Meißnervorlandes seit dem 16. Jahrhundert verschrieben haben, einen wirtschaftlichen Aufschwung. Die ansässigen Waggonfahrer bauten entlang der heutigen Meißnerstraße ausgedehnte Landgüter mit den typischen großen Weinkellern auf. Im 19. Jahrhundert wurde der Bergbau und der Schmelztiegelbau zu einer wichtigen Lebensgrundlage für die Einwohner Frankenhains. Noch heute gibt es in Frankenhain ein Geschäft, das Schmelztiegel herstellt und seine Produkte weltweit verkauft.

Hitzerode

Die konstituierende Gemeinde von Hitzerode wurde 1195 erstmals in einem Dokument von Papst Celestine III. Erwähnt, in dem er die Herrschaft des Klosters Germerode bestätigte. Um 1300 ging Hitzerode an die Landgrafen von Hessen über. 1498 gehörte die eine Hälfte zur hessischen Landgrafschaft, die andere Hälfte wurde den Herren von Völkershausen und später dem Apel Appe zu Aue und den Herren von Eschwege zugesprochen. Die Geschichte des Dorfes wurde wie in den anderen Zentren der Gemeinde vom Salz- und Weinhandel geprägt. Zu Beginn der Dorfgeschichte beschränkte sich der Bau auf den Kirchberg und den Verlauf der Albunger Straße. Zu Beginn des Salzhandels wurde also auch die Lange Straße aufgebaut. Dieser führte von Dohlsbach nach Frankershausen, über den Meißner nach Spangenberg. Hier entstanden die Repräsentanzen der Kaufleute, die die Siedlung noch heute prägen. 1995 wurde das 800-jährige Jubiläum der Siedlung markiert.

Verschmelzung

1971 wurde die Gemeinde durch die Zusammenlegung der Zentren Frankenhain und Frankershausen gegründet. Ein Jahr später wurde auch Hitzerode zusammengelegt. Da bis dahin unklar war, ob Hitzerode mit Bad Sooden-Allendorf verschmolzen würde, hat sie heute noch die Telefonvorwahl 05652 (Bad Sooden-Allendorf), während die beiden anderen Zentren die Vorwahl 05657 (Meißner) haben.

Politik

Gemeinderat

Die Kommunalwahl am 26. März 2006 brachte folgende Ergebnisse:

Bürgermeister

Bürgermeister der Gemeinde ist seit 1997 Friedel Lenze (SPD). Seine Vorgänger waren Willi Hildebrandt (SPD) von 1971 bis 1979, Ferdinand Nieland (CDU) von 1979 bis 1991 und Hansjörg Haas (CDU) von 1991 bis 1996.

Exekutive der Gemeinschaft

Nach hessischem Recht hat die Gemeinde Berkatal einen Gemeindevorstand als kollektiven Führungskreis der Gemeinde. In diesem Gremium sind neben Bürgermeister Friedel Lenze je zwei Mitglieder der CDU, der SPD und der ÜWG. Das Rankingmitglied und damit der stellvertretende Bürgermeister ist Lutz Bergner (CDU). Vorsitzender der Geschäftsführung ist Manfred Zindel (ÜWG).

Die Exekutive hat zwei Ausschüsse mit jeweils fünf Mitgliedern: einen Haupt-, Finanz- und Sozialausschuss sowie einen Gebäude- und Planungsausschuss. Der ehemalige Vorsitzende ist Bernd Fink (ÜWG) und letzterer Wolfgang Friederich (CDU).

Quelle: Wikipedia
Weiterlesen: en.wikipedia.org/wiki/Berkatal

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