Beselich

Landkreis Limburg-Weilburg, Regierungsbezirk Gießen, Hessen, Deutschland

Land:
Staat:
Gemeinde:
Beselich
Bevölkerung:
5 541

Über Beselich

Beselich ist eine Gemeinde im Landkreis Limburg-Weilburg in Hessen.

Erdkunde

Ort

Beselich liegt am nordöstlichen Rand des Limburger Beckens am Rande des Lahntals, am Südosthang des Westerwaldes auf 220 m Seehöhe. Weithin sichtbar ist der Beselicher Kopf (296 m). Die Bäche Tiefenbach, Kerkerbach und Brandbach durchfließen das Stadtgebiet. Beselich ist zu zweiundzwanzig Prozent bewaldet.

Geologie

Die Landschaft ist teilweise bewaldet und mit Marmor-, Ton-, Basalt- und Eisenerzlagerstätten unterlegt. Noch heute wird in Obertiefenbach Ton abgebaut. Der schwarze Marmor aus der Region Schupbach wird weltweit verwendet. Es wurde unter anderem im Empire State Building in New York eingesetzt.

Nachbargemeinden

Die Gemeinde Beselich grenzt im Norden an die Gemeinden Merenberg und Waldbrunn, im Osten an die Stadt Weilburg, im Süden an die Stadt Runkel und die Kreisstadt Limburg, ebenfalls eine Stadt, und im Westen an der Stadt Hadamar.

Konstituierende Gemeinschaften

Beselichs Ortsteile sind Heckholzhausen, Niedertiefenbach, Obertiefenbach (Gemeindeverwaltungssitz) und Schupbach.

Geschichte

Die Gemeinde Beselich entstand am 30. Dezember 1970 im Rahmen der Verwaltungsreform in Hessen durch die Zusammenlegung der ehemals autonomen Gemeinden Heckholzhausen, Niedertiefenbach, Obertiefenbach und Schupbach. Ihren Namen verdankt sie dem ländlichen Ortsnamen Beselicher Kopf (296 m) inmitten der neuen Kollektivgemeinde. Der Name der Gemeinde ist also eine Rückformation, die durch die Annahme des Wortes Beselicher bedingt ist, dass es ein bewohntes Zentrum namens „Beselich“ geben muss. Auf dem Beselicher Kopf befand sich einst ein Prämonstratenserkloster, das erstmals 1197 erwähnt wurde. Zwischen 1170 und 1230 wurde die dreischiffige Basilika des Klosters errichtet, von der heute nur noch wenige Mauerreste übrig sind. 1588 wurde das Kloster reformiert. Das ehemalige Klostergelände, das noch heute für die Landwirtschaft genutzt wird, ging 1656 in Privatbesitz über. In der Nähe wurde die katholische Wallfahrtskapelle Maria Hilf im späten 18. Jahrhundert errichtet.

Am 1. Juli 1974 wurde Beselich durch die Fusion der beiden ehemaligen Bezirke Oberlahnkreis und Limburg dem neuen Bezirk Limburg-Weilburg zugeteilt.

Religion

In der Gemeinde Beselich gibt es zwei katholische Gemeinden, St. Ägidius Obertiefenbach und St. Marien Niedertiefenbach sowie zwei evangelische in Schupbach und in Heckholzhausen. Auf dem Beselicher Kopf, einer Erhebung inmitten der Gemeinde, steht die katholische Wallfahrtskapelle von Beselich.

Politik

Gemeinderat

Die Kommunalwahl am 26. März 2006 brachte folgende Ergebnisse:

Bürgermeister

Roth, Alfred (1971–1986)

Wahl, Hans-Peter (1986–1998)

Rudersdorf, Martin (seit 1998)

Gebäude

Beselich Klosterruinen

Auf dem Beselicher Kopf befinden sich die restaurierten Ruinen der Basilika eines ehemaligen Prämonstratenser-Klosters, das Hillin von Falmagne, Erzbischof von Trier, im Jahr 1163 gegründet hatte, nachdem Gottfried von Beselich dort bereits eine kleine Kirche zusammen mit einem zehnenfreien Anwesen errichtet hatte. Das Kloster war etwa 400 Jahre lang der kulturelle und religiöse Mittelpunkt der umliegenden Gemeinden, bis es Anfang des 17. Jahrhunderts fiel. Mit einer jährlichen Messe am 15. Juli, die erst 1545 zum ersten Mal stattfand, spielte das Kloster auch eine wichtige wirtschaftliche Rolle. Die Basilika-Ruinen sind auch Ausgangspunkt für malerische Wanderwege.

Obertiefenbach

Um 1200 wurde die erste Steinkirche errichtet. Die barocke Kirche, die 1733 am Kirchberg erbaut wurde, wurde in den Jahren 1884 bis 1886 gründlich umgebaut und 1888 eingeweiht. Von der alten Kirche blieb nur der 47 m hohe Kirchturm erhalten. Das Kirchenschiff war um 90 ° gedreht worden. Die Kirche ist Saint Giles geweiht und wird von der katholischen Pfarrgemeinde St. Ägidius genutzt.

Das alte Schulgebäude wurde 1872 und 1873 in der Mitte der Gemeinde errichtet und am 15. Oktober 1873 in Betrieb genommen. Nach der Beselich-Grundschule in der Schupbacher Straße im Jahr 1983 wurde die katholische Gemeinde Saint Giles (St. Ägidus) gegründet ) konnte das Gebäude von der Gemeinde Beselich übernehmen und als Gemeindezentrum nutzen.

Quelle: Wikipedia
Weiterlesen: en.wikipedia.org/wiki/Beselich

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