Bischoffen

Lahn-Dill-Kreis, Regierungsbezirk Gießen, Hessen, Deutschland

Land:
Staat:
Gemeinde:
Bischoffen
Bevölkerung:
3 349

Über Bischoffen

Bischoffen ist eine Gemeinde im hessischen Lahn-Dill-Kreis.

Erdkunde

Ort

Bischoffen liegt im Lahn-Dill-Hochland am Aar-Damm (Aartalsperre). Dieser Damm hält den Fluss Aar zurück, einen Zufluss zum Dill, der einen 57 ha großen See bildet, der hauptsächlich Hochwasserschutz dient, obwohl er natürlich auch Freizeitaktivitäten dient.

Oberweidbach, Roßbach, Mudersbach und Ahrdt liegen zwischen den Dörfern von Bischoffen (selbst eine konstituierende Gemeinde und zwar der Namensgeber der Gemeinde, aber nicht das größte Zentrum), direkt am Ufer des Aartalsee, dem künstlichen See erstellt vom Aar Damm. Sie liegt auch auf der Bundesstraße B 255 zwischen Herborn und Gladenbach.

q.v. Niederweidbachs Geschichte

Nachbargemeinden

Bischoffen grenzt im Norden an die Gemeinde Bad Endbach und die Stadt Gladenbach, im Osten an die Gemeinde Lohra (alle drei in Marburg-Biedenkopf), im Südosten an die Gemeinde Biebertal (Landkreis Gießen) im Süden bei der Gemeinde Hohenahr, im Südwesten bei der Gemeinde Mittenaar und im Westen bei der Gemeinde Siegbach (alle drei im Lahn-Dill-Kreis).

Konstituierende Gemeinschaften

Die Gemeinde besteht aus den Zentren Bischoffen, Niederweidbach, Oberweidbach, Roßbach und Wilsbach.

Niederweidbach ist Bischofens größte Gemeinde und Verwaltungssitz.

Geschichte

Niederweidbach und Oberweidbach wurden bereits 802 früh im Codex Eberhardi des Klosters Fulda erwähnt. Die ersten urkundlichen Erwähnungen der anderen Gemeinden folgten Ende des 13. oder Anfang des 14. Jahrhunderts. Die Dörfer gehörten verschiedenen kirchlichen und säkularen Machthabern, aber ein Großteil des heutigen Stadtgebiets wurde im Laufe der Zeit Teil der Grafschaft Solms, durch Nachlassteilung, Versprechen und Fehden.

Bei den vier lokalen Mächten, nämlich den Landgrafen von Hessen, den Kurfürsten von Mainz, der Freien Reichsstadt Wetzlar und den Grafen von Nassau, herrschte selten ein politisches Klima. Im Dreißigjährigen Krieg litten die Bewohner in Not, Elend und Zerstörung. Die Dörfer erholten sich nur langsam von all dem.

Das heutige Bischoffen war im Mittelalter in die beiden Gemeinden Oberbischoffen und Niederbischoffen (Ober– = Ober; Nieder– = Unter) aufgeteilt. Oberbischoffen starb während der Pest und anderen Epidemien aus und wurde verlassen. Niederbischoffen hieß damals in späteren Dokumenten einfach Bischoffen. Besondere Bedeutung erlangte Bischoffen mit dem Bau der Geschäftsstraße Köln-Leipzig, an deren Strecke später die Aar-Salzböde-Bahn und die Bundesstraße B 255 gebaut wurden.

Mit Beginn des 19. Jahrhunderts wurde das Gebiet erneut geteilt: Bischoffen, Niederweidbach und Roßbach gingen an das Großherzogtum Hessen und Ahrdt und Mudersbach an das Königreich Preußen. Bis zur Gemeindereform im Jahr 1972 gehörten die Außenbezirke der Gemeinde zum Stadtteil Biedenkopf, wurden jedoch aufgrund ihrer Lage und wirtschaftlichen Ausrichtung dem neuen Lahn-Dill-Kreis zugeordnet.

Niederweidbachs Geschichte

Nach seiner ersten urkundlichen Erwähnung im Codex Eberhardi im Jahr 802 als "Weidenbach" wurde das Dorf im 14. Jahrhundert in Oberweidbach und Niederweidbach unterteilt, ähnlich wie im benachbarten Bischoffen. Im Jahr 1432 wurden die Dörfer dem Haus von Solms-Hohensolms verliehen und 1606 an den Grafen von Solms-Hohensolms übergeben. Ab 1628 gehörten sie der Landgrafschaft Hessen-Darmstadt an.

Politik

Gemeinderat

Die Kommunalwahlen vom 26. März 2006 führten zu folgenden Ergebnissen:

Anmerkung: Die FWG ist eine Bürgerkoalition.

Wappen

Bischofens bürgerliches Wappen könnte man heraldisch so beschreiben: Ein kurviges gewinkeltes argent oben in Azur die Krümmung eines bischöflichen Croziers unheimlich Oder unten in einer umgekehrten Jakobsmuschel.

Die Wellenkurve steht für den Fluss Aar, der durch die Gemeinde fließt. Der Gauner steht für den Namen der Gemeinde (vom deutschen Bischofbischof). Die Muschelschale steht für St. James den Großen, den Schutzpatron von Niederweidbach, dessen traditionelles Symbol diese Schale ist.

Besichtigung

Marienkirche

Der Mauerturm in Niederweidbach, erbaut aus Teilen der Stadtmauer, selbst im 11. Jahrhundert erbaut, wurde - als Niederweidbach zur Pfarrei Altenkirchen gehörte - vom Reverend Hartong in eine Kapelle umgebaut und 1498 an der Westseite weiter ausgebaut ein richtiges Kirchenschiff.

Literatur

802–2002 - Weidbach 1200 Jahre - Ein Heimatbuch, herausgegeben von der Interessensgemeinschaft Weidbacher Vereine e.V. 2002 für das 1200-jährige Jubiläum von Niederweidbach und Oberweidbach.

Quelle: Wikipedia
Weiterlesen: en.wikipedia.org/wiki/Bischoffen