Bischofswerda

Landkreis Bautzen, Sachsen, Deutschland

Land:
Staat:
Gemeinde:
Bischofswerda
Bevölkerung:
11 685

Über Bischofswerda

Bischofswerda (deutsche Aussprache: ; Obersorbisch: Biskupicy, Polnisch: Biskupice ) ist eine Kleinstadt in Deutschland am westlichen Rand der Oberlausitz in Sachsen.

Erdkunde

Die Stadt liegt 33 km östlich von Dresden am Rande des Oberlausitzer Berglandes. Die Stadt ist als "Tor zur Oberlausitz" bekannt. Es liegt im Ortsteil Bautzen. Die Stadt liegt 18 km westlich von Bautzen. Großdrebnitz gehört zu seinen Stadtteilen. Der Fluss Wesenitz fließt durch Bischofswerda.

Geschichte

Die ersten Belege für die Existenz von Bischofswerda stammen aus dem Jahr 1227. Nominell wurde die Stadt von den Bischöfen von Meißen gegründet, obwohl sie vor diesem Zeitpunkt schon existiert haben könnte. Im Jahr 1288 wurden Stadtmauern errichtet. Die erste Erwähnung von Bischofswerda als Stadt ist in einer Urkunde aus dem Jahr 1361 enthalten. Die Stadt unterstand den Bischöfen von Meißen bis 1559, als die Macht an den Kurfürsten Augustus übergeben wurde, der den Protestantismus einführte. Das Wappen der Stadt basiert auf einem Siegel aus dem 14. Jahrhundert und besteht aus zwei gekreuzten Bischofskellern und vier Sternen. Die Bedeutung der Sterne ist nicht bekannt.

Wie viele spätmittelalterliche Städte litt Bischofswerda unter regelmäßigen Bränden, die die Stadt beschädigten. Brände wurden in den Jahren 1429, 1469, 1528, 1583, 1596, 1641, 1671 und 1813 aufgezeichnet. Das letzte Feuer war das schlimmste. Während des Krieges der Sechsten Koalition hatten die napoleonischen Streitkräfte Bischofswerda besetzt, als am 12. Mai 1813 innerhalb der Stadtmauern ein Feuer ausbrach und der größte Teil der mittelalterlichen Stadt zerstört wurde. Die Stadt wurde jedoch im Auftrag von Friedrich August I. von Sachsen in Anlehnung an die frühere Anlage umgebaut, und das ist bis heute geblieben.

Während der wachsenden Spannungen zwischen den westlichen Demokratien und dem östlichen kommunistischen Block der 1980er Jahre wurde Bischofswerda zu einer Basis für sowjetische SS-12-Atomraketen. Ein Depot für die Raketen und ihre Trägerraketen wurde außerhalb der Stadt errichtet. Die Raketen wurden 1988 zurückgezogen.

Die folgende Tabelle zeigt die Bevölkerung von Bischofwerda zu verschiedenen Zeiten:

Sehenswürdigkeiten

Zu den eindrucksvollsten Gebäuden gehören das Rathaus und die Christuskirche. Beides sind Beispiele neoklassischer Architektur und wurden von Gottlob Friedrich Thormeyer entworfen. Das Rathaus wurde 1818 erbaut, direkt am Altmarkt, dem Zentrum der Stadt. Der Eingang zur Christuskirche ist mit einem Mosaik von Josef Goller geschmückt. Im Inneren befindet sich ein Gemälde von Osmar Schindler, der in der Stadt aufgewachsen ist. Die katholische Kirche ist nach dem Heiligen Benno von Meißen benannt, der Bischofswerda im 11. Jahrhundert gegründet haben soll.

Historisches Fronfeste (erbaut 1286), Eingang an der mittelalterlichen Stadtmauer

Christuskirche von Gottlob Friedrich Thormeyer

Mosaik am Eingang der Christuskirche (von Josef Goller und Villeroy & Boch)

Katholische Kirche St. Benno

Wirtschaft und Verkehr

Vor der Wiedervereinigung Deutschlands im Jahr 1990 war Bischofswerda ein bedeutender Industriestandort. Die Firma Fortschritt stellte landwirtschaftliche Maschinen her. Diese Manufaktur sowie die Glasherstellung sind geschlossen. [Wann?] [Warum?] Die Textilindustrie hatte eine jahrhundertealte Tradition in der Stadt, endete aber auch im Jahr 2012.

In Bischofswerda siedelten sich in den letzten Jahren neue Industrien an. Roth Industries, ein deutsches Unternehmen aus der Umwelttechnologie, hat hier eine Tochtergesellschaft. Der kanadische Hersteller von Solarzellen, ARISE Technologies, kam in die Stadt, hat aber geschlossen.

Textilindustrie in der G.D.R.

Brücke "Hazel Dormouse" über die Umgehungsstraße im Südwesten der Stadt

Die Stadt liegt an der Bundesstraße 6, die an der polnischen Grenze Dresden und Görlitz verbindet. Die Bundesautobahn 4 umgeht die Stadt 6 km nördlich und bietet so eine gute Anbindung an den Flughafen Dresden. Der Straßenverkehr umgeht die Stadt im Westen. [Klarstellung erforderlich] Über den Bahnhof Bischofswerda ist eine direkte Verbindung mit der Bahn nach Dresden, Görlitz, Zittau sowie nach Tschechien Liberec möglich.

Kultur und Sport

Die kleine Stadt wurde national bekannt, als der örtliche Fußballverein BSG Fortschritt Bischofswerda, gesponsert von Fortschritt, zweimal die DDR-Oberliga, die höchste Fußballliga der DDR, erreichte. Heute ist ein modernes Freibad und der kleinste Zoo Sachsens zu sehen. Regelmäßig werden das örtliche Festival Schiebocker Tage und ein Karl-May-Festival organisiert.

DDR-Oberliga-Team von Bischofswerda

Freiluftbad

Karl May Festival

Partnerschaft

Bischofswerda ist Partnerstadt von:

Geislingen an der Steige

Gryfów Śląski

Raspenava

Quelle: Wikipedia
Weiterlesen: en.wikipedia.org/wiki/Bischofswerda

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