Bitterfeld-Wolfen

Anhalt-Bitterfeld, Sachsen-Anhalt, Deutschland

Land:
Gemeinde:
Bitterfeld-Wolfen
Bevölkerung:
41 816

Über Bitterfeld-Wolfen

Wolfen ist eine Stadt im Landkreis Anhalt-Bitterfeld in Sachsen-Anhalt. Seit 1. Juli 2007 gehört es zur Stadt Bitterfeld-Wolfen. Es liegt etwa 6 Kilometer nordwestlich von Bitterfeld und 20 Kilometer südlich von Dessau.

Geschichte

Die erste urkundliche Erwähnung von Wolfen erfolgte als Wulffen um 1400 in einer Gebühr (Feudalzeit). Der Ortsname wurde nach einem Gründer benannt, dessen Name mit Wolf begann. Im Jahr 1846 wurde Braunkohle in der Region gefunden, die abgebaut wurde. Aus dieser Mine wurde der heutige Silbersee entwickelt. Später wurde das Gebiet zu einem Zentrum der deutschen chemischen Industrie.

In den frühen 1930er Jahren wurde von Agfa eine frühe fotografische Platte in Wolfen hergestellt. 1936 kommerzialisierte das gleiche Unternehmen den technisch weiterentwickelten Agfacolor Neu-Farbtransparenzfilm, der in Wolfen entwickelt worden war.

Während des Zweiten Weltkriegs mussten hunderte Frauen, Kinder und Männer aus Ländern, die unter der Herrschaft der Nazis standen, in den IG-Farben-Fabriken arbeiten. Nach dem Krieg gingen die Rechte an dem Markennamen Agfa für das westdeutsche Unternehmen verloren, und die Produkte der Wolfen-Firma wurden in ORWO (ORiginal WOlfen) umbenannt. ORWO war das einzige weltweite Warenzeichen der DDR. In den Jahren der DDR wurde Wolfen zu einer Wohnheimgemeinschaft für Menschen, die in den Industrieanlagen Bitterfeld und Wolfen (Filmfabrik Wolfen, Chemiekombinat Bitterfeld (einschließlich der früheren Farbenfabrik der IG Farben, Farbenfabrik, Wolfen)) tätig sind, und des Braunkohlenbergwerks BKK Bitterfeld (heute: MIBRAG).

Historische Bevölkerung

Stand 31. Dezember, sofern nicht anders angegeben

Industrie

Nach der deutschen Wiedervereinigung litt das gesamte Gebiet unter Desinvestitionen, Deindustrialisierung und Entvölkerung. Die Arbeitslosigkeit wurde zu einem ernsthaften Problem. Infolgedessen ging die Bevölkerung um ungefähr 50% zurück. Seit den 1990er Jahren erholte sich die Beschäftigung in der Industrie mit Investitionen von Bayer (Hauptsitz von Viverso befindet sich in der Stadt), Hereaus, Q-Cells und Guardian Industries. Zu den bedeutenden lokalen Unternehmen zählt die Organica Feinchemie GmbH Wolfen.

Söhne und Töchter Wolfens

Roger Pyttel (* 1957), Schwimmer

Bernhard Hoff (* 1959), Athlet und Olympiasieger

René Tretschok (* 1968), Fußballprofi und Trainer (Hallescher FC, Borussia Dortmund, Hertha BSC, FC Grün-Weiß Wolfen)

Christian Gille (* 1976), Kanufahrer

Yvonne Schuring (* 1978), Kanufahrerin

Oliver Hampel (* 1985), Fußballspieler

Franziska Hentke (* 1989), Schwimmerin

Thomas Konietzco (* 1963), Präsident, Deutscher Kanusverband, Vizepräsident von ICF

Koordinaten: 51 ° 39′48 ″ N 12 ° 16′32 ″ E / 51.66333 ° N 12.27556 ° E / 51.66333; 12.27556

Quelle: Wikipedia
Weiterlesen: en.wikipedia.org/wiki/Wolfen%2C_Germany

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