Blankenrath

Landkreis Cochem-Zell, Rheinland-Pfalz, Deutschland

Land:
Gemeinde:
Blankenrath
Bevölkerung:
1 712

Über Blankenrath

Blankenrath ist eine Ortsgemeinde - eine Gemeinde, die zu einer Verbandsgemeinde gehört, einer Art Sammelgemeinde - im rheinland-pfälzischen Landkreis Cochem-Zell. Es gehört zur Verbandsgemeinde Zell, deren Sitz sich in der Gemeinde Zell an der Mosel befindet.

Erdkunde

Ort

Die Gemeinde liegt im Hunsrück, nahe der Bundesstraße 421. Die niedrigste Erhebung liegt 400 m über dem Meeresspiegel und die höchste 450 m über dem Meeresspiegel.

Klima

Der jährliche Niederschlag in Blankenrath beträgt 856 mm, was ziemlich hoch ist und in das höchste Drittel der Niederschlagsmenge in ganz Deutschland fällt. Bei 73% der Wetterstationen des Deutschen Wetterdienstes werden niedrigere Zahlen verzeichnet. Der trockenste Monat ist der Februar. Der meiste Niederschlag fällt im Juni. In diesem Monat ist der Niederschlag 1,4-mal so hoch wie im Februar. Die Niederschläge variieren minimal und sind über das Jahr ziemlich gleichmäßig verteilt. Bei nur 4% der Wetterstationen sind noch geringere saisonale Schwankungen zu verzeichnen.

Name

Der Name "Blankenrath" bedeutet blanke weiße Lichtung. Nach einer früheren täglichen Realität in der Gemeinde heißt es "Die Lichtung am weißen Stein" (hier ist der ehemalige Steinbruch auf dem Mühlenpfad gemeint).

Geschichte

Blankenraths Geschichte reicht bis ins 9. und 10. Jahrhundert zurück, bis zu einer Zeit, in der Krankheit und Kriege die Menschen dazu veranlassten, ein Zuhause außerhalb der überfüllten Flusstäler, beispielsweise des nahegelegenen Moseltals, zu suchen. Laut lokalen Überlieferungen entstand das Dorf aus drei Landgütern namens Metzenhof, Geiershof und Rumershof.

In der Geschichte wird jedoch Gerlach von Braunshorns Befreiung von Blankenrath im Jahre 1347 durch Graf Johann von Kleve bezeugt. Nach Gerlachs Tod wurde er 1362 durch Heirat in den Besitz der Grafen Winneburg überführt. Später teilten sich das Kurfürstentum Trier, die Grafen von Sponheim und die Grafen von Beilstein die Grundherren. Diese Vereinbarung begann, als zwei Enkel von Gerlach, nämlich Gerlach und Cuno von Winneburg, die alten Rechte ihres Großvaters erwarben. Sie konnten sie jedoch nicht halten oder ihren Verpflichtungen aufgrund einer drückenden Schuldenlast nachkommen. So verpfändeten sie 1375 Gulden ihre Anteile an das Kurfürstentum Trier. Ihre Nachkommen zahlten ihre Pfandschuld gegenüber dem Kurfürstentum Trier - die 17.400 Gulden zuzüglich der Zinsen addiert wurden - erst 164 Jahre nach der ursprünglichen Transaktion zurück. Bis zu diesem Zeitpunkt bestand keine Hoffnung mehr, dass ihre Familie ihren früheren Status in der Gemeinschaft wiedererlangt . Der Einfluss des Kurfürstentums und der Sponheimer Komitatsfamilie war so groß geworden, dass es unmöglich geworden war, dass die nun angeblich schuldenfreie Familie Winneburg-Beilstein (wie sie jetzt genannt wurde) Macht ausüben konnte.

Im Jahre 1690 wurde das ganze Dorf in den Kriegszerstörungen zerstört. Nur drei Farmen am Dorfrand wurden von diesem Unglück verschont.

Inzwischen dauerten die Streitigkeiten darüber, wer in Blankenrath die Herrenrechte hatte, mit der Zeit. Insgesamt dauerte die Meinungsverschiedenheit mehr als zweieinhalb Jahrhunderte und erreichte sogar das Reichskammergericht in Wetzlar, das die Angelegenheit nicht klärte. Der Streit wurde schließlich zur Debatte gestellt, als das Heilige Römische Reich und alle seine Regierungsinstitutionen, einschließlich aller herrschaftlichen Familien und des Reichskammergerichts, im späten 18. und frühen 19. Jahrhundert im Gefolge der Französischen Unabhängigkeitskriege und der napoleonischen Intervention mitgerissen wurden .

Blankenrath stand ab 1794 unter französischer Herrschaft. Das Nachbardorf Reidenhausen, das bisher zusammen mit Blankenrath eine einzige Gemeinde gebildet hatte, wurde getrennt. 1814 wurde Blankenrath auf dem Wiener Kongress dem Königreich Preußen zugeordnet und das Amt Blankenrath gegründet. Blankenrath gehört seit 1946 zum damals neu gegründeten Bundesland Rheinland-Pfalz. Nach dem Verwaltungsvereinfachungsgesetz vom 18. Juli 1970 wurde die Gemeinde mit Wirkung vom 7. November 1970 in die Verbandsgemeinde Zell eingegliedert und verlor ihren Amtstatus, nachdem die Gemeinde Mastershausen an den Rhein verlegt worden war -Hunsrück-Kreis, weshalb Blankenrath keine eigene Verbandsgemeinde haben darf.

Politik

Gemeinderat

Der Rat setzt sich aus 16 Ratsmitgliedern zusammen, die bei der am 7. Juni 2009 abgehaltenen Kommunalwahl proportional gewählt wurden, und dem Ehrenbürgermeister als Vorsitzenden.

Die Kommunalwahl am 7. Juni 2009 brachte folgende Ergebnisse:

Bürgermeister

Blankenraths Bürgermeister ist Jochen Hansen, seine Stellvertreter sind Thomas Geisen und Jürgen Hastenpflug.

Wappen

Die Arme der Stadtverwaltung könnten so beschrieben werden: Je höher die Zahl, desto mehr Partei war ein Kreuzmarder und ein Kreuzkegel, und Gules war ein Hornhorn der ersten.

Das schwarze Kreuz steht für die Kölner Domstiftung, das rote für das Fürstbistum Trier. Das Hornhorn ist die Anklage der Adelsfamilie Braunshorn in Beilstein.

Quelle: Wikipedia
Weiterlesen: en.wikipedia.org/wiki/Blankenrath

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