Blaustein

Alb-Donau-Kreis, Tübingen Region, Baden-Württemberg, Deutschland

Land:
Gemeinde:
Blaustein
Bevölkerung:
15 059

Über Blaustein

Blaustein (deutsche Aussprache: ) ist eine Stadt im Landkreis Alb-Donau Baden-Württemberg in Deutschland. Es liegt am Fluss Blau, 6 km westlich von Ulm und hat etwa 15.000 Einwohner.

Es wurde 1968 nach der Vereinigung von Ehrenstein und Klingenstein gegründet. In den 1970er Jahren wurden die Gemeinden Arnegg, Bermaringen, Dietingen, Herrlingen, Lautern, Markbronn, Weidach und Wippingen Teil der neuen Gemeinde Blaustein. In Herrlingen befand sich das 1926 gegründete Internat von Anna Essinger, Landschulheim Herrlingen. 1933 verlegte Essinger mit dem Aufstieg des Nationalsozialismus die Schule und brachte mit Erlaubnis der Eltern die 66 jüdischen Schüler der Schule nach England.

Erdkunde

Geografische Position

Blaustein liegt westlich von Ulm, eingebettet zwischen Hochsträß, Blautal Lautertal und der Hochebene der Schwäbischen Alb. Die Stadt liegt auf einer Höhe von 490 bis 690 Metern. Durch die Stadt fließen die Flüsse Blau und Lauter, die in Blaustein (Lautern) entstehen.

Nachbargemeinden

Blaustein grenzt im Nordosten an Dornstadt, im Südosten an die Stadt Ulm, im Westen an die Stadt Blaubeuren und im Nordwesten an die Berghülen.

Gemeindeverordnung

Die Stadt Blaustein besteht aus den 10 Ortsteilen Arnegg, Bermaringen, Dietingen, Ehrenstein, Herrlingen, Klingenstein, Lautern, Markbronn, Weidach und Wippingen.

Geschichte

Blaustein ist seit der Jungsteinzeit bewohnt. In der Nähe von Ehrenstein befand sich ein neolithisches zeitliches Dorf. Diese wurde 2011 in die UNESCO-Welterbestätte aufgenommen. Die Gemeinde und spätere Stadt Blaustein entstand jedoch erst am 1. September 1968 durch den Zusammenschluss der Gemeinden Ehrenstein und Klingenstein. Im Zuge der Kommunalreform wurde Markbronn-Dietingen in dieser Zeit zunächst am 1. Juli 1971 in Arnegg eingegliedert. Am 1. Oktober 1974 erfolgte die Eingemeindung von Bermaringen und Wippingen nach Blaustein. Die Gemeinde Blaustein erhielt am 1. Januar 1975 die derzeitige Form des Vereins der Gemeinden Arnegg, Blaustein und Herrlingen.

Am 1. Oktober 2014 wurde Blaustein eine Stadt.

Bezirke

Arnegg

Der Ort wurde erstmals im Jahr 1292 erwähnt. Nach dem Wechsel mehrerer lokaler Herrschaften wurde die weitere Entwicklung seit 1700 vom Deutschen Orden Altshausen bestimmt.

Heute ist die Zehnenscheune aus dem 17. Jahrhundert zu sehen, die 1737 errichtete Marienkirche und das 1783 errichtete Amtshaus, das bis heute als Rathaus dient.

Bermaringen

Um 1750 ließen sich die Alemannen in der Gegend nieder. Das Dorf wurde 1225 erstmals urkundlich erwähnt.

Ehrenstein

Aus dem Löwenfelsen (Schlossberg) stammen Funde aus der frühen Bronzezeit. 1983 wurde das alte Schulhaus / Rathaus abgerissen und durch moderne Büro- und Wohngebäude ersetzt.

Herrrlingen

→ Hauptartikel: Herrlingen

Klingenstein

Der Stadtteil Klingenstein ist durch das Schloss Klingenstein und die ihn umgebende Ruine der Burg Klingenstein deutlich geprägt. Das Schloss wurde 1215 erstmals erwähnt. Es gehörte den Familien von Stain / Klingenstein. Schloss und Ruinen gingen 1860 in den Besitz der Ulmer Apotheker- und Erfinderfamilie Leube. Es ist jetzt im Besitz der Leube Foundation. Die evangelische Kreuzkirche von 1931 ist neben der nahe gelegenen Josephskirche eines der wenigen expressionistischen Kirchengebäude in Baden-Württemberg.

Markbronn-Dietingen

→ Hauptartikel: Markbronn

Weidach

Weidach hat zwei katholische Kirchen. St. Wendelin hat einen kleinen Glockenturm, die Kirche von Nicholas of Flue hat keinen Glockenturm.

Wippingen

Wippingen wurde 1085 erstmals urkundlich erwähnt. 1611 brannte der Ort fast vollständig aus. Siehe auch: Schloss Lauterstein (de).

Erwin Rommel

Blaustein ist auch die letzte Ruhestätte von Feldmarschall Erwin Rommel.

Erwin Rommel war ua Kommandeur des Afrika-Korps und für die Verteidigung der Atlantikwall-Heeresgruppe B zuständig. Er lebte ab Mitte 1943 mit seiner Familie im Bezirk Herrlingen (damals Wippinger Steige, heute: Erwin-Rommel- Steige; das Haus gehörte ursprünglich zum Komplex des jüdischen Landschulheims). Nach schweren Verwundungen wurde er am 14. Oktober 1944 im Erholungsurlaub von den Generälen Ernst Maisel und Wilhelm Burgdorf abgeholt. Sie zwangen ihn, in ihrem Auto zu sitzen, und fuhren dann zu einem Ort zwischen Herrlingen und Wippingen. Dort musste Rommel mit Kaliumcyanid Selbstmord begehen. Der ehemalige "Generalfavorit des Führers" war bei Hitler in Ungnade gefallen, weil er kritisch über die Lage an der Westfront gesprochen hatte. Er wurde ebenfalls verdächtigt, an dem Attentat auf Hitler am 20. Juli beteiligt gewesen zu sein. An der Stelle steht ein Gedenkstein, an dem er Selbstmord begangen hat. Rommels Asche liegt auf dem Herrlinger Friedhof begraben. Vor einiger Zeit wurde in der Villa Herrlingen Lindenhof ein Museum eingerichtet.

Manfred Rommel, Sohn von Erwin Rommel, und später Oberbürgermeister von Stuttgart (1974-1996) lebte in seiner Jugend in diesem Haus.

Quelle: Wikipedia
Weiterlesen: en.wikipedia.org/wiki/Blaustein

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