Blieskastel

Saarpfalz-Kreis, Saarland, Deutschland

Land:
Staat:
Gemeinde:
Blieskastel
Bevölkerung:
21 022

Über Blieskastel

Blieskastel (deutsche Aussprache: [ˈbliːsˌkast (ɘ) l]) ist eine Stadt in der Saarpfalz (Saarpfalz) im Saarland, die in mehrere Dörfer unterteilt ist. Wolfersheim ist eine der größten Städte. Es liegt am Fluss Blies, etwa 10 km südwestlich von Homburg (Saar), 8 km westlich von Zweibrücken und 20 km östlich von Saarbrücken.

Erdkunde

Blieskastel ist die Hauptstadt des Bliesgaus und liegt im Zentrum des Bliesgauer Biosphärenreservats. Die Stadt grenzt an die Städte Homburg, St. Ingbert, Zweibrücken und Hornbach sowie an die Gemeinden Gersheim, Kirkel und Mandelbachtal. Die Blies fließt durch Blieskastel. Die Ortsteile Niederwürzbach, Lautzkirchen und Alschbach liegen im Waldgebiet Sankt Ingbert-Kirkeler.

Klima

Der jährliche Niederschlag beträgt 835 mm und liegt im oberen Drittel. 70% geben niedrige Werte an. Der trockenste Monat ist der April. Am meisten regnet es im Dezember.

Organisation

Die Stadt Blieskastel besteht aus Blieskastel-Mitte und 14 Bezirken. Alphabetisch sind dies Altheim, Aßweiler, Ballweiler, Bierbach an der Blies, Biesingen, Blickweiler, Böckweiler, Breitfurt, Brenschelbach, Mimbach, Niederwürzbach, Pinningen, Webenheim und Wolfersheim.

Blieskastel-Mitte ist in die Innenstadt von Blieskastel, Alschbach und Lautzkirchen unterteilt. Der Bezirk Brenschelbach ist in Brenschelbach, Brenschelbach-Bahnhof und Riesweiler unterteilt. Zum Stadtteil Wecklingen gehören Teile von Ballweiler und Seelbach von Niederwürzbach.

Einwohnerzahl zum 31. Dezember 2017:

Geschichte

Die ehemalige Burg von Blieskastel war der Sitz der Grafen von Blieskastel, deren Linie 1237 ausgestorben war. Die Tochter des letzten Grafen Elisabeth, gestiftet, hat das Kloster Gräfinthal in Gräfinthal im Jahre 1234 gestiftet. In den Besitz der Grafen von Salm kam die Burg , dann 1284 Bischof Burkhard von Metz, der von Finstingen dorthin übersiedelte. Nach 1337 gehörte Blieskastel zum Kurfürstentum Trier. Die Grafen von Veldenz zählen ebenfalls zu den Beamten von

Trier. 1440 übergab Kurfürst Jakob I. die Hälfte der Grafschaft und das "Hungericht" an den Ritter Friedrich von Löwenstein. 1522 wurde das Schloss von Franz von Sickingen in seiner Fehde mit dem Kurfürsten von Trier zerstört. 1553 wurde die Herrschaft von Blieskastel an die Grafen von Nassau-Saarbrücken verpfändet. Im Dreißigjährigen Krieg wurde Blieskastel entvölkert.

Um 1660 erwarb der kaiserliche Freiherr von der Leyen, der seit 1456 Besitzungen in Blieskastel besaß, die Verwaltung von Blieskastel von Trier und errichtete 1661–1676 an dem alten Standort ein neues Schloss. Im 18. Jahrhundert erlebte Blieskastel unter den Grafen von der Leyen eine neue Blüte, als sie 1773 ihren Wohnsitz von Koblenz nach Blieskastel verlegten und Blieskastel als Sitz errichteten. Unter der Gräfin Marianne von der Leyen, geborene Gräfin von Dalberg, entstand in Blieskastel ein Kulturzentrum. Es folgte eine rege Bautätigkeit. Das Schloss wurde weiter ausgebaut und auf dem Schlossberg befanden sich eine Reihe herausragender Schlösser und Herrenhäuser für die Gerichtsbeamten des kleinen Hofes, darunter das sogenannte "Schlößchen", das dem Zweibrücker Bauleiter und Architekten Christian Ludwig Hautt zugeschrieben wird. Daneben waren auch andere Baumeister tätig, darunter A. G. F. Guillemard, Matthias Weysser, Peter Reheis und der Schreinermeister Franz Schmitt. In dieser Zeit entstanden die ehemalige Franziskanerklosterkirche, das ehemalige Waisenhaus und das Regierungsgebäude.

Mit der Französischen Revolution wurden die von der Leyen 1793 vertrieben, ihr Palast geplündert und anschließend zerstört. Die Ruinen wurden 1802 entfernt. 1795 kam Blieskastel wie das gesamte linke Rheinufer unter französische Herrschaft und 1798 war die Hauptstadt des Kantons Blieskastel im Departement Sarre.

Mit der Niederlage Frankreichs im Jahre 1814 kam das zu Frankreich westlich des Rheins gehörende Gebiet zunächst zum Generalgouvernement Mittelrhein. Der Kanton Blieskastel wurde nach 1814 der gemeinsamen österreichisch-bayerischen Staatsverwaltungskommission unterstellt. 1816 schlossen Österreich und Bayern einen Austauschvertrag, wonach der Rheinkreis, der spätere bayerische Pfalz, dem Königreich Bayern zugewiesen wurde. Der Kanton Blieskastel war der Bezirksverwaltung in Zweibrücken unterstellt und kam 1818 zum Landkommissariat Zweibrücken und 1902 zum neu gebildeten Bezirksamt Sankt Ingbert.

Quelle: Wikipedia
Weiterlesen: en.wikipedia.org/wiki/Blieskastel

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