Blumberg

Schwarzwald-Baar-Kreis, Regierungsbezirk Freiburg, Baden-Württemberg, Deutschland

Land:
Gemeinde:
Blumberg
Bevölkerung:
9 961

Über Blumberg

Blumberg ist eine Gemeinde in der Region Schwarzwald-Baar in Baden-Württemberg. Neunzehn Kilometer südlich von Donaueschingen liegt es zwischen dem südlichen Rand des Schwarzwalds, dem Schwarzwald, der Grenze zum Schweizer Kanton Schaffhausen und dem Bodensee.

Geschichte

Die Stadt Blumberg liegt in der Region, in der sich die alte Quelle der Donau befand, das ehemalige Gletschertal zwischen Eichberg und Buchberg, und seine offiziellen Ursprünge stammen aus dem 13. Jahrhundert, wobei die Meister von Blumberg 1260 erstmals erwähnt wurden.

Eine der ältesten Siedlungen, der Steppacher Hof, wurde jedoch bereits im 12. Jahrhundert dokumentiert, und die Stadt selbst soll lange vor dieser Zeit entstanden sein, da archäologische Funde gezeigt haben, dass das Gebiet während der Steinzeit besiedelt war.

Die Wutach ist ein 90 km langer Nebenfluss des Rheins, der im südlichen Schwarzwald zweimal umbenannt wird. Blumberg wurde im Wutachtal nahe der alten Wutachschlucht gegründet. Die spektakuläre "Wutach-Schlucht", heute ein Naturschutzgebiet und Grand Canyon des Schwarzwaldes.

Die im Mittelalter über der Stadt errichtete Burg Blumberg trug wesentlich zur Entwicklung der umliegenden Siedlungen bei, und ab 1559 wurde sie von der fürstlichen Fürstenberg-Familie regiert, die von 1283 bis 2004 auch Eigentümer einer Brauerei war. Blumberg hatte jedoch an Bedeutung gewonnen vom Städtle zur "Stadt" erhoben werden.

Während des Dreißigjährigen Krieges, 1618–1648, wurde die Burg zerstört, aber nach 1648 erlebte die Stadt dank ihrer Eisenerzreserven Doggererz eine kurzlebige Expansion.

Die Mine Doggererz wurde von 1934 bis 1942, der Zeit der Nationalsozialistischen Deutschen Arbeiterpartei (NSDeutschland), wiedereröffnet und erneut gefördert. Im nationalsozialistischen Deutschland selbst und im gesamten deutsch besetzten Europa war der Einsatz von Zwangsarbeit unter deutscher Herrschaft im Zweiten Weltkrieg weit verbreitet, und Blumberg hat ein Denkmal zu Ehren dieser Arbeiter, da auch in der Doggererz AG Zwangsarbeiter als Bergleute eingesetzt wurden.

Die Bevölkerung in der bis dahin überwiegend landwirtschaftlich geprägten Stadt nahm dramatisch zu. Bis 1945 war es von 700 auf 7000 gestiegen.

Nach dem Zweiten Weltkrieg im Jahr 1945 wurde die Stadt und das Umland von französischen Truppen innerhalb Südbadens besetzt, da die früheren Bundesländer Baden und Württemberg in US-amerikanische und französische Besatzungszonen aufgeteilt waren.

Blumberg expandierte in den 1950er-Jahren, als sich verschiedene Industrieanlagen im Bezirk etablierten, und hat heute etwa 10.800 Einwohner, während die Stadt auch ein florierendes Touristengebiet ist.

Trotzdem hat Blumberg ein Gefühl der Gemeinschaft und seines traditionellen Charakters in einer kleinen Stadt bewahrt, und mit der Zeit wurden saisonale Feste, Bräuche, Straßenfeste und Umzüge wie die schwäbisch-alemannische Fastnacht, der Karneval, gefeiert.

Es gibt immer noch kleine, lokale Spezialitätengeschäfte, und seit einigen Wochen gibt es bei Handwerksbäckern mehrfarbige, dekorierte und gefüllte Karnevalskrapfen, in denen täglich frisch gebackene handgemachte Brot-, Kuchen- und Keksspezialitäten serviert werden. In den frühen Morgenstunden des Metzgermeisters Metzger beginnt man mit der Herstellung der traditionell gewürzten Wurstwaren, Wurstwaren und Terrinen der Region sowie mit frischem Fleisch und schlesischen Spezialitäten aus dem heutigen Polen.

Tourismus

Blumberg liegt im Zentrum einer der landschaftlich schönsten Gegenden Deutschlands, von Schlössern, Naturparks, Wäldern, Seen und Bergen bis hin zu Skifahren, Segeln, Thermen und touristischen Routen. In unmittelbarer Nähe befinden sich historische Städte mit Kultur sowie endlose Einkaufsmöglichkeiten. Die Schweiz ist nur wenige Minuten entfernt.

Es ist auch der Ausgangspunkt für die legendäre Sauschwänzlebahn, die Zopfbahn, die Wutachtalbahn. Eine altmodische Dampflokomotive mit originalen Waggons, die auf einer Eisenbahnlinie fährt, die sich wie ein gewundener Zopf um Blumberg windet und umschlingt. Es wird als Eisenbahnmuseum betrieben und führt während der Sommermonate auf erhöhten Wegen durch die Landschaft. Dies musste von November bis März 2013 und 2014 eine Pause einlegen, da über 200 gefährdete Barbastella-Fledermäuse ihre Winterquartiere in den sechs Eisenbahntunneln aufgebaut hatten und Züge die Tiere gestört hätten.

Erdkunde

Bezirke

Die Gemeinde Blumberg besteht aus den Bezirken Blumberg-Achdorf, Blumberg, Epfenhofen, Fützen, Hondingen, Kommingen, Nordhalden, Riedböhringen und Riedöschingen, und jeder von ihnen hat, mit Ausnahme von Blumberg selbst, einen eigenen Bezirksrat der Brauch in Baden-Württemberg.

Das Dorf Achdorf ist die einzige der ursprünglichen Siedlungen an der Wutach, die innerhalb der landschaftlich reizvollen Wutachschlucht liegt, der 30 km langen vorzeitlichen Wutachschlucht der Donau.

Religion

Quelle: Wikipedia
Weiterlesen: en.wikipedia.org/wiki/Blumberg

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