Boitzenburger Land

Landkreis Uckermark, Brandenburg, Deutschland

Land:
Staat:
Gemeinde:
Boitzenburger Land
Bevölkerung:
3 360

Über Boitzenburger Land

Das Boitzenburger Land ist eine Gemeinde im brandenburgischen Uckermark.

Erdkunde

Die Gemeinde ist mit einer Fläche von 215,9 km² eine der größten in Deutschland und liegt im Nordosten Brandenburgs nahe der Grenze zum Land Mecklenburg-Vorpommern. Die ländliche Gemeinde ist Teil der historischen Region Uckermark, umgeben von ausgedehnten Wäldern und dem Naturpark Uckermark Lakes. Im Süden grenzt es an die Städte Templin und Lychen.

Geschichte

Eine Siedlung namens Bozineburc wurde 1215 erstmals urkundlich erwähnt. Nachdem die gesamte Uckermark nach dem Landin-Vertrag von 1250 an die Markgrafen von Brandenburg übergeben worden war, wurde am Ort ein Zisterzienserkloster gegründet; seit 1271 dokumentiert, über die Zeit, als die nahe gelegene Chorin-Abtei gegründet wurde. 1536 wurde die Abtei während der protestantischen Reformation säkularisiert und im Dreißigjährigen Krieg einhundert Jahre später von dänischen Truppen zerstört.

Die Burg Boitzenburg wurde 1276 erstmals erwähnt. Sie wurde 1398 von Markgraf Wilhelm I. von Meißen besetzt, kehrte jedoch 1415 nach Brandenburg zurück. Ab 1429 gehörten die Stände der Adelsfamilie Arnim. Beschädigt im Dreißigjährigen Krieg, als es im Besitz von Feldmarschall Hans Georg von Arnim-Boitzenburg war, wurde die Festung ab 1740 von seinen Nachkommen im Barockstil umgebaut. Nach Plänen von Friedrich August Stüler, die zwischen 1838 und 1842 entworfen wurden, wurde es renoviert und erhielt zwischen 1881 und 1884 das heutige Neorenaissance-Aussehen. Der angrenzende Landschaftsgarten wurde um 1840 von Peter Joseph Lenné angelegt. Boitzenburg wurde dann von Adolf Heinrich von Arnim-Boitzenburg gehalten, der 1848 der erste preußische Ministerpräsident wurde.

Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde die Familie Arnim entseimt und das Schloss wurde als Erholungsheim der DDR-Volksarmee genutzt. Heute beherbergt es ein Hotel. Die heutige Gemeinde wurde 1992 durch den Zusammenschluss von zehn Dörfern gegründet.

Klosterruinen

St. Marien Kirche

Demographie

Bevölkerungsentwicklung seit 1875 innerhalb der derzeitigen Grenzen (blaue Linie: Bevölkerung; gepunktete Linie: Vergleich zur Bevölkerungsentwicklung im Land Brandenburg; grauer Hintergrund: Zeit des Nazi-Deutschlands; roter Hintergrund: Zeit des kommunistischen Ostdeutschlands)

Jüngste Bevölkerungsentwicklung und Projektionen (Bevölkerungsentwicklung vor der Volkszählung 2011 (blaue Linie); aktuelle Bevölkerungsentwicklung nach der Volkszählung in Deutschland 2011 (blaue Grenzlinie); Projektion des Landes Brandenburg für 2005-2030 (gelbe Linie); Land Brandenburg für 2014-2030 (rote Linie)

Quelle: Wikipedia
Weiterlesen: en.wikipedia.org/wiki/Boitzenburger_Land

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