Borgentreich

Kreis Höxter, Regierungsbezirk Detmold, Nordrhein-Westfalen, Deutschland

Land:
Kreis:
Gemeinde:
Borgentreich
Bevölkerung:
9 002

Über Borgentreich

Borgentreich ist eine Gemeinde im Landkreis Höxter in Nordrhein-Westfalen.

Erdkunde

Borgentreich liegt ungefähr 20 km südlich von Brakel und 10 km nordöstlich von Warburg.

Die konstituierende Gemeinde Borgholz liegt am Fuße eines hohen Bergrückens nordöstlich von Borgentreich (Hauptort).

Konstituierende Gemeinschaften

Borgentreich besteht aus den folgenden 12 Zentren:

Borgentreich

Borgholz

Bühne

Drankhausen

Großeneder

Körbecke

Lütgeneder

Manrode

Muddenhagen

Natingen

Natzungen

Rösebeck

Geschichte

Borgentreich wurde 1280 erstmals unter dem Namen Borguntriche erwähnt, als Otto von Rietberg, der Bischof von Paderborn, von Siegfried von Westerburg, dem Erzbischof von Köln, die Erlaubnis erhielt, die Stadt zu befestigen.

Borgholz

Borgholz wurde 1291 erstmals in zwei Dokumenten erwähnt, die beide bestätigen, dass es zu dieser Zeit einen Borcholte gab. Es ist zu verdanken, dass es - wie auch die Hauptstadt - einen Streit um die Souveränität in der Gegend zwischen den Erzbischöfen von Köln und den Bischöfen von Paderborn im 13. Jahrhundert gegründet hat. Die Kölner Erzbischöfe versuchten, die Herrschaft der Bischöfe mit einem Ring von Städten und Burgen einzuschränken.

Der Befehl, das Dorf hoch über dem Jordantal zu befestigen, wurde 1290 von Bischof Otto von Paderborn erlassen. Er übertrug an Bertold Schuwen eine Position als Burgaufsichtsbeamter (Burgmannsitz), der erste im bischöflichen Schloss Borgholz. Ein Gründungsdokument oder ein Stadtrecht, das Stadtrechte gewährt, wurde nie gefunden. In einem Dokument von 1295 wird Borgholz jedoch bereits als Stadt bezeichnet. Nach ihrer Gründung lebten nach sorgfältiger Einschätzung etwa 500 Menschen in der Stadt. Aus dem Katasterplan der Stadt von 1831 geht hervor, dass die gesamte Stadt zusammen mit der Burg von einer Mauer umgeben wurde, die eine Fläche von 6,22 ha umschließt. Daraus ergibt sich die Schlussfolgerung, dass sich Borgholz nie über die ursprüngliche Stadtmauer hinaus verbreitet hatte. Innerhalb der Mauern befand sich jedoch noch viel freies Land, das zur Expansion hätte benutzt werden können.

Natzungen

Die erste urkundliche Erwähnung von Natzungen geht auf das Jahr 1036 zurück, als Bischof Bruno von Würzburg das Gut Sunrike (zwischen Borgentreich und Eissen) der Würzburger Kirche und zwei Hufe Land seiner Ministerialis Richbold und seiner Frau Richeze schenkte; Dieses Land befand sich in Natesingen.

Bis zum 15. Jahrhundert bestand Natzungen aus zwei Gemeinden, Obernatzungen und Niedernatzungen ("Upper" bzw. "Lower"). Niedernatzungen, das sich in der Nähe des Bahnhofs Borgholz befand, ist verschwunden, und es wird vermutet, dass es entweder der Soest-Fehde zum Opfer fiel oder von den Hussiten zerstört wurde und nur noch Obernatzungen, jetzt Natzungen genannt, hinterließ.

Hauptsehenswürdigkeiten

Das ehemalige Rathaus in Borgentreich beherbergt seit 1980 das erste Orgelmuseum Deutschlands.

Natzungen besitzt eine Kirche mit einem ungewöhnlich hohen und massiven Turm, der im 12. und 13. Jahrhundert erbaut wurde. Es wurde wahrscheinlich als Fluchtturm (als Zufluchtsort) genutzt und verfügt über romanische Fensteröffnungen im Glockenturm sowie einen bemerkenswerten Barockaltar. Dieser befand sich ursprünglich in der Abdinghofkirche in Paderborn, wurde aber hierher verlegt.

Politik

Stadtrat

Die 26 Sitze des Stadtrates werden gemäß den Kommunalwahlen vom 25. Mai 2014 wie folgt aufgeteilt:

CDU 15 Sitze

SPD 7 Sitze

FDP 1 Sitz

Alliance '90 / Die Grünen 2 Sitze

Unabhängiger 1 Sitz

Wappen

Borgentreichs Stadtwappen hat als ein Angriff ein recht ungewöhnliches Kreuz mit einer Spitze an der Unterseite. Die alten Arme, die in gules einfach eine Kreuzpastete Or zeigten, hatten das gleiche spitze Kreuz, obwohl alle vier Arme des Kreuzes die gleiche Länge hatten. Diese Art von Kreuz ist auch in Verdens Wappen zu sehen und kann von den Wappen stammen, die das Fürstbistum Paderborn trägt. Die alte Zusammensetzung ist aus einem Stadtsiegel von 1341 bekannt.

Die neueren Waffen, die heute noch verwendet werden, wurden am 19. Juli 1976 erteilt und enthalten eine Gebühr aus dem Wappen von Borgholz, der Fleur-de-Lis, die die Verschmelzung der ehemaligen Stadt mit Borgentreich widerspiegelt.

Der "umkämpfte" Bereich (heraldisch) im unteren Teil des Schildes ist die lokale Variante der weit verbreiteten Praxis, die Zahl der konstituierenden Gemeinden in einer amalgamierten Gemeinde wie Borgentreich im Bürgerwappen darzustellen. Hier werden 12 Zinnen gezeigt, eine für jede konstituierende Gemeinschaft.

Persönlichkeiten

Ehrenbürger:

Adolf Gabriel (1926-2005), Bürgermeister von 1981-1994, Ehrenbürger seit dem 19. Dezember 1994

Söhne und Töchter der Stadt:

Jordanus Nemorarius (auch Jordanus de Nemore, 1225-1260), Mathematiker des Mittelalters (Borgentreich als Geburtsort ist umstritten)

Quelle: Wikipedia
Weiterlesen: en.wikipedia.org/wiki/Borgentreich