Borken (Hessen)

Schwalm-Eder-Kreis, Regierungsbezirk Kassel, Hessen, Deutschland

Land:
Staat:
Gemeinde:
Borken (Hessen)
Bevölkerung:
12 674

Über Borken (Hessen)

Borken ist eine Kleinstadt mit etwa 13.000 Einwohnern im nordhessischen Landkreis Schwalm-Eder.

Die Stadt ist ein ehemaliges Zentrum für den Braunkohleabbau und die Kohleverstromung in Hessen. Die Kohlengrube war im Gegensatz zu anderen Regionen auch im Untergrund tätig. Nach einer großen Katastrophe - nämlich einer Kohlenstaubexplosion - wurde die Mine am 1. Juni 1988 stillgelegt.

Seit dieser Zeit wurden die ehemaligen Kohlengruben zu Erholungsgebieten mit Seen, zum Teil gesetzlich geschützten Naturgebieten und zu Sportplätzen ausgebaut. Zu diesen Bereichen gehören der Borkener See mit seinem Naturschutzgebiet, der Singliser See mit Windsurfen und die Stockelache, die als Badesee genutzt wird.

Eine besondere Attraktion in Borken ist das Hessische Braunkohle Bergbaumuseum, in dem die Tradition des Kohlebergbaus der Stadt gezeigt wird. Seit 2003 ist auch ein Freilichtmuseum geöffnet, in dem Besucher "Kohle und Energie" kennen lernen können. Das Museum ist außerdem mit einem Naturschutzinformationszentrum für den Borkener See verbunden.

Das bekannteste Wahrzeichen von Borken ist der Wasserturm.

Erdkunde

Geografische Position

Die nächsten Städte nach Borken sind Fritzlar (15 km) im Nordwesten und Homberg (15 km) im Westen. Innerhalb von 50 km Entfernung liegt Kassel, die nächste Großstadt im Norden und mit 55 km Marburg im Süden.

Geologie

Das Gemeindegebiet ist Teil der natürlichen Region der Westhessischen Depression. Folgende Untergliederungen dieser Naturregion treffen auf Borken ein:

Landsburg Depression mit den Sparten:

Trockenerfurth Ebene

Borken-Becken

Hessengau mit der Abteilung:

Großenenglise-Plateau

In der Gemeinde Borken gibt es verschiedene Flüsse und Bäche. Der bekannteste Fluss ist die Schwalm und ihr Nebenfluss die Olmes (rechte Seite) mit Merrebach, Lembach (rechte Seite) und Hundsbach (linke Seite).

Benutzung des Stadtgebiets

Die Gemeindefläche beträgt 82,3 Quadratkilometer oder 8.230 Hektar in metrisch orientierten Ländern (zB Deutschland). In angelsächsischen Ländern (z. B. Vereinigte Staaten oder Großbritannien) 31,78 Quadratmeilen oder 20.336,77 Ar. 11.873,41 ar wurden von der Landwirtschaft genutzt, 4.262,58 ar sind Wald, Wohngebäude werden 1.393,67 ar genutzt, Straßen und Eisenbahn nutzen 1.322,01 ar, Wasserkörper mit 753,67 ar, Betriebe mit 363,24 ar, 108,73 ar und 259,46 ar Naturschutzgebiet .

In der Nachbarschaft

Die nächsten Gemeinden an der "Grenze" bei Borken liegen im Nordwesten von Fritzlar. Im Nordosten ist Wabern zu finden. Homberg finden Sie im Osten von Borken. Der Südosten zeigt Ihnen die Gemeinde Frielendorf. Neuental ist die nächste Gemeinde im Südwesten. Und zu guter Letzt finden Sie im Westen Bad Zwesten.

Viertel

Die Stadtgemeinde Borken (Hessen) hat 14 Stadtviertel (Datum der Annexion):

Geschichte

Bergbau in Borken

In der Region Borken wurde im 20. Jahrhundert die wichtigste Braunkohlenlagerstätte in Hessen abgebaut und in einem Wärmekraftwerk zur Stromerzeugung genutzt. Mit dem Ende der Kohlevorräte, der Stolzenbach-Minenkatastrophe 1988 und der Stilllegung des Kraftwerks Borken am 15. März 1991 endete diese Epoche in der Geschichte der Region, die die Wirtschaft, die Landschaft und die Menschen nachhaltig geprägt hatte. Seitdem ist das Braunkohleabbaugebiet Gegenstand eines Umstrukturierungsprozesses durch ein Dienstleistungsunternehmen.

Im 21. Jahrhundert verwandelten das "Borkener Seenland" und das Hessische Braunkohlemuseum die Wahrzeichen und das Erbe sowie die Zeit des Kohlenbergbaus und Kraftwerks in ein Freizeit- und Museumsgebiet.

Politik

Gemeinderat

Der Gemeinderat stimmt für die letzten beiden Wahlen ab:

Bürgermeister

Seit dem zweiten Weltkrieg hat Borken vier Majors:

Heinrich Albrecht (26. April 1945 bis 2. Juni 1961)

Konrad Vogel (SPD) (3. Juni 1961 bis 7. März 1971)

Heinz Kniest (SPD) (12. Juli 1971 bis 30. September 1987)

Bernd Heßler (SPD) (1. Oktober 1987 bis heute)

Der Bürgermeister von Borken ist Bernd Heßler (SPD). Bei den letzten Direktwahlen erreichte er 60,0%.

Städtepartnerschaften

Borken unterhält seit 1964 eine Partnerschaft mit Méru, Frankreich. Diese Partnerschaft erhielt 1978 eine Spende von der Deutsch-Französischen Kulturstiftung für beispielhafte Partnerschaft. 1999 erhielt die Partnerschaft eine Spende vom Europäischen Parlament mit dem europäischen Diplom.

Seit 1989 besteht eine Partnerschaft mit Hüttschlag, Österreich.

Für mehr gute Beziehungen zu Osteuropäern kam 2001 eine Partnerschaft mit Izabelin, Polen.

Im Zuge der deutschen Wiedervereinigung sagte das Parlament von Borken 1991, wir sollten eine Partnerschaft mit Teuchern, Sachsen-Anhalt im ehemaligen Ostdeutschland, erhalten.

Das Viertel Borken Großenenglis entschied 1970 eine Partnerschaft mit Noailles, Frankreich.

Ein weiteres Viertel von Borken Kleinenglis beschloss 1966 eine Partnerschaft mit Haucourt-Moulaine-St. Charles, Frankreich.

Quelle: Wikipedia
Weiterlesen: en.wikipedia.org/wiki/Borken%2C_Hesse

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