Brechen

Landkreis Limburg-Weilburg, Regierungsbezirk Gießen, Hessen, Deutschland

Land:
Staat:
Gemeinde:
Brechen
Bevölkerung:
6 547

Über Brechen

Brechen ist eine Gemeinde im Landkreis Limburg-Weilburg in Hessen.

Erdkunde

Ort

Brechen liegt im südöstlichen Teil des Limburger Beckens zwischen dem Taunus und dem Westerwald. Das spärlich bewaldete Land der Lössberge wird hier von Südosten nach Nordwesten von der Emsbach durchquert, die bei Niederbrechen von der Wörsbach gespeist wird und das Gebiet bis zur Lahn hinunterführt. Zusammen mit der Idsteiner Senke, die sich im Süden anschließt, wird diese Landschaft üblicherweise als Goldener Grund bezeichnet, ein Hinweis auf das günstige Klima und die fruchtbare Erde.

Nachbargemeinden

Im Nordwesten grenzt die Gemeinde Brechen an den Bezirkssitz Limburg, im Norden an die Stadt Runkel, im Nordosten an die Marktgemeinde Villmar, im Südosten an die Gemeinde Selters und im Südwesten an die Gemeinde Hünfelden (alle in Limburg-Weilburg).

Konstituierende Gemeinschaften

Die drei Ortsteile von Brechen sind Niederbrechen (Verwaltungssitz sowie größter der drei), Oberbrechen und Werschau.

Im Rahmen der Verwaltungsreform in Hessen am 31. Dezember 1971 entstand die Gemeinde Brechen durch die Zusammenlegung der ehemals autonomen Gemeinden Werschau und Niederbrechen. Seit dem 1. Juli 1974 gehört Oberbrechen zur Gemeinde.

Niederbrechen: Eingang zur Pfarrkirche St. Maximin

Oberbrechen: Brunnen am Denkmalsplatz

Werschau: Berger Kirche

Geschichte

Römisches Lager

Sehr früh in der Geschichte von Brechen befand sich ein römisches Militärlager im heutigen Stadtgebiet, an einem Ort, der jetzt als Alteburg an der Emsbach bekannt ist.

Die Südfassade des Lagers hat eine Länge von 140 m und verbindet zwei Seitenwände mit einer Länge von 90 bzw. 135 m.

Das Lager kam ans Licht, nachdem Funde mit Metallsuchgeräten den Landesarchäologen Dr. Schade-Lindig vom Hessischen Landesamt für Denkmalpflege veranlaßt hatten, zwischen 1999 und 2003 die ersten Ermittlungen im Großen Wald östlich von Oberbrechen durchzuführen 2001 war der Ort in der Nähe einer Gruppe von Hallstätter Hügelkarren gelegen, und es war schon lange bekannt, dass er etwas Historisches enthielt. Da er jedoch nie richtig untersucht worden war, wurde er immer als Leuchter aus dem Dreißigjährigen Krieg (1618–1618) betrachtet. 1648). Insbesondere der gute Erhaltungszustand des Ortes hatte zu dieser Interpretation geführt, aber bereits 1915 war dort ein Denar aus der Zeit von Augustus gefunden worden. Die neuesten Untersuchungen haben ergeben, dass diese Stelle von einem typischen römischen V-förmigen Graben umgeben ist, in dem sich eine Fläche von etwa zwei Hektar ausbreitet. Magnetische Untersuchungen zeigen ein Tor im erodierten nördlichen Teil. Bislang wurde kein Gebäude auf dem Gelände gefunden, und während der Ausgrabungen wurden keine datierbaren Funde gefunden.

Private Funde aus dieser Gegend weisen auf die Wahrscheinlichkeit eines Sumpflagers seit Augustus hin

Mittelalter

In einem Spendendokument des Stiftes Lorsch vom 12. August 772 wurden Niederbrechen und Oberbrechen erstmals unter dem Namen Brachina urkundlich erwähnt. In der folgenden Zeit ging das Eigentum an den beiden Orten an die Abtei St. Maximin in Trier über. Im Laufe der Jahrhunderte wechselte der Besitz zwischen dem Kurfürstentum Trier und den Grafen von Molsberg hin und her.

Die Gemeinden hatten Bedeutung, da sie auf der Fernhandelsstraße zwischen Köln und Frankfurt (Via Publica) als Vorposten des Kurfürstlichen Territoriums für die Richtung Frankfurt lagen. Niederbrechen besaß im Mittelalter zeitweise Stadtrechte und besaß eine Stadtmauer, von der Teile noch heute erhalten sind.

Die Berger Kirche besteht seit karolingischen Zeiten und war die Mutterkirche der Region. Es war die Ortskirche des inzwischen verlassenen Dorfes Bergen - daher der Name der Kirche -, die vermutlich zwischen 1354 und 1490 verschwunden ist. Die erste urkundliche Erwähnung der Kirche fand im Jahr 910 statt; Teile des heutigen Gebäudes lassen sich etwa auf die Wende des zweiten Jahrtausends datieren.

Die konstituierende Gemeinde Werschau wurde 1235 erstmals urkundlich erwähnt.

Moderne Zeiten

1802 wurde das Gemeindegebiet Teil des Fürstentums Nassau-Weilburg, das 1866 selbst nach Preußen gelangte. Ab diesem Jahr gehörten die drei Zentren, aus denen Brechen besteht, zum Bezirk Limburg; seit 1974 gehören sie zum hessischen Landkreis Limburg-Weilburg.

Politik

Gemeinderat

Die Kommunalwahl am 26. März 2006 brachte folgende Ergebnisse:

Wappen

Quelle: Wikipedia
Weiterlesen: en.wikipedia.org/wiki/Brechen

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