Brilon

Hochsauerlandkreis, Regierungsbezirk Arnsberg, Nordrhein-Westfalen, Deutschland

Land:
Gemeinde:
Brilon
Bevölkerung:
25 644

Über Brilon

Brilon (deutsch Aussprache: ) ist eine Stadt in Nordrhein-Westfalen, die zum Hochsauerlandkreis gehört.

Erdkunde

Brilon liegt auf den Brilon Heights in einer Höhe von ca. 450 m am Oberlauf der Möhne. Die Stadt liegt zwischen dem Naturschutzgebiet Arnsberger Wald im Westen und dem Naturschutzgebiet Diemelsee und der Hoppecke im Südosten.

Nachbargemeinden

Abteilung der Stadt

Nach den Kommunalreformen von 1975 besteht Brilon aus 17 Bezirken:

Alme (1.273 Einwohner)

Altenbüren (1.453 Einwohner)

Bontkirchen (553 Einwohner)

Brilon Town (14.513 Einwohner)

Brilon-Wald (595 Einwohner)

Esshoff (80 Einwohner)

Gudenhagen / Petersborn (1.273 Einwohner)

Hoppecke (1.330 Einwohner)

Madfeld (1.395 Einwohner)

Messinghausen (898 Einwohner)

Nehden (503 Einwohner)

Radlinghausen (129 Einwohner)

Rixen (143 Einwohner)

Rösenbeck (858 Einwohner)

Scharfenberg (1.533 Einwohner)

Thülen (1.088 Einwohner)

Wülfte (421 Einwohner)

(Quelle der Bevölkerungszahlen: www.briloner-wirtschaft.de / Stand: 31. Dezember 2004)

Geschichte

Die erste urkundliche Erwähnung erfolgt in einer Urkunde des Kaisers Otto II. Von 973, die dem Magdeburger Dom all jene Besitztümer in Westfalen bestätigt, die ihm sein Vater gegeben hat, einschließlich der Villa Brilon. Diese Referenz muss natürlich für eine wesentlich ältere Siedlung gelten, als die heutige Stadt, vermutlich die heutige Altenbrilon. Das Gut Brilon ging später im Austausch an die Erzbischöfe von Paderborn über, die damit ihren Steward ("Vogt") stifteten.

Um 1220 erwarb Erzbischof Engelbert I. von Köln die Briloner Länder der Brüder Hermann und Gernand von Brilon. Der Erzbischof legte eine befestigte Stadt an und verlieh ihr Stadtrechte. Es folgten blutige Auseinandersetzungen zwischen den Erzbischöfen von Köln und den Bischöfen von Paderborn über die Besitzrechte des Ortes. Diese endeten, als der Bischof von Paderborn, nachdem er gefangengenommen wurde, seine Rechte an Brilon (1256) aufgab.

Danach entwickelte sich Brilon unter der Herrschaft der Fürstbischöfe von Köln zu einer blühenden Stadt mit 3.000 Einwohnern mit einem aktiven Handels- und Bergbauleben und weitreichenden Geschäftsbeziehungen. Als Handelsstadt war Brilon auch Mitglied der Hanse. Im Jahr 1350 hatte Brilon zwischen 500 und 600 Häuser. Zu dieser Zeit war Brilon hinter Soest die zweite westfälische Stadt. Nach der Abspaltung von Soest im Jahre 1444 wurde Brilon zur Hauptstadt Westfalens erhoben.

Nach dreijährigen Verhandlungen zwischen dem Stadtrichter und den in Brilon ansässigen Minoriten wurde das Gymnasium Petrinum 1655 als Klosterschule gegründet. Es ist damit eines der ältesten Gymnasien in Westfalen.

Aber bereits im 15. Jahrhundert führten Konflikte und militärische Aktionen zu einem wirtschaftlichen Niedergang. und die Kriege des 17. und 18. Jahrhunderts brachten dieser einst blühenden Kleinstadt unaussprechliches Elend.

In der napoleonischen Zeit ging Brilon 1802 nach Hessen-Darmstadt über. Nach dem Wiener Kongress von 1816 wurde er nach Preußen verlegt, wodurch er zum Zentrum des preußischen Kreises wurde. Auf diese Weise gewann Brilon als Sitz von Regierungsämtern und Schulen wieder an Bedeutung. Der Bau von Verkehrsverbindungen und verschiedene städtische Maßnahmen führten zu einer starken Entwicklung von Handwerk und Handel.

Im Zweiten Weltkrieg wurde die Stadt zunächst von Luftangriffen der Alliierten verschont. Am 10. Januar 1944 kam es jedoch zu einem Angriff amerikanischer Bomber, der ganze Straßen, insbesondere die Hoppecker Straße und Derkere Mauer, zerstörte. Eine Bombe brach durch das Dach der Provosterkirche, explodierte jedoch nicht. Bei diesem Bombenanschlag wurden 37 Menschen getötet, darunter 13 Kinder.

Nach dem Krieg wurde Brilon Teil des neu geschaffenen Landes Nordrhein-Westfalen. Im Zuge der Neuordnung der Gemeindeverwaltung von 1975 wurden der Gemeinde folgende Gemeinden hinzugefügt: ehemals vom Amt Thülen verwaltet: Alme, Bontkirchen, Hoppecke, Madfeld, Messinghausen, Nehden (zur Gemeinde Thülen), Radlinghausen, Rixen, Rösenbeck, Scharfenberg, Thülen und Wülfte; und gehörte früher zum Amt Bigge: Altenbüren und Esshoff.

Bevölkerungswachstum

Die folgenden Zahlen zeigen nur die Einwohnerzahl der Stadt Brilon und nicht der Gemeinde.

2.592 Einwohner (1784), davon 63 Juden 1)

3.584 Einwohner (1844), darunter 111 Evangelikale, 84 Juden

4.471 Einwohner (1890), darunter 231 Evangelikale, 95 Juden

5.849 Einwohner (1925)

6.480 Einwohner (1933)

6.959 Einwohner (1939)

14.305 Einwohner (1966)

1) Quelle: Vergangene Zeiten, Band 1 inkl. die abhängigen Gemeinden (Filialgemeinden) Wülfte und Rixen

Waffen

Quelle: Wikipedia
Weiterlesen: en.wikipedia.org/wiki/Brilon